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3 Kommentare

: Minarett ist mehr als ein Wahrzeichen

DorstenDie Pläne der türkisch-islamischen Moscheegemeinde für den Bau eines „symbolischen Minaretts“ im Innenhof des Gebetshauses kommt zur Unzeit.

Ausgerechnet jetzt, auf dem Tiefpunkt der deutsch-türkischen Beziehungen, will die türkisch-islamische Gemeinde in Dorsten ein Zeichen setzen. Und was für eines: 23 Meter hoch soll ihr „symbolisches Minarett“ werden.

Mal abgesehen davon, dass das Genehmigungsverfahren für so einen Turm im denkmalgeschützten Umfeld höchst problematisch ist, kann die Moscheegemeinde mit ihren türkischstämmigen Gläubigen doch nicht naiv darüber hinwegsehen, dass ein Minarett von der alteingesessenen Bevölkerung auch immer als ein Herrschaftszeichen des Islams gedeutet wird und nicht schlicht und einfach als weithin sichtbares Wahrzeichen durchgeht, das den Standort der Moschee markiert.

Offen ist zudem die Frage, woher die Moscheegemeinde das Geld für ihr Bauvorhaben nimmt. Mit Spenden von Muslimen aus anderen Gemeinden? Das ist kaum zu glauben.

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Kommentare
  • Nochmals...
    von Suedwind am 16.03.2017 12:13 Uhr

    ...meinen Kommentar zum gestrigen Bericht hier wiederholt:
    Wird dieser 23 m Gebetsturm für seinen ursprünglichen Zweck genutzt, und über Dorstens Dächer klingt dann mehrmals Tag für Tag der Gebetsruf?? Da habe ich als Deutscher einfach kein Interesse dran! Darum bin ich weder intolerant, noch konservativ oder Ausländerfeindlich!! Ich möchte die Gebetsrufe einfach nicht hören! Schlimm genug das Gebimmel christlicher Kirchen, wo eh kaum noch einer vor dem Altar sitzt!
    Ich kann nicht verstehen, das nach dem Bericht hier in dieser Zeitung, Dorstener Bürger wieder mal mit Unaktivität und Gleichgültigkeit glänzen. Aber hier im Lande kann eh jeder tun und lassen was er will, und der "dumme deutsche Michel" machts mit!

  • Sehe ich ähnlich.
    von stephanmg am 16.03.2017 11:35 Uhr

    Auch wenn es ja um zwei verschiedene Themen geht, so ist das deutsch-türkische Verhältnis derzeit einfach angespannt, eben auch, weil es hier recht viele türkisch stämmige Erdogan-Anhänger gibt, die aber eben in einer Demokratie leben. Dass durch die ewigen Nazi Vergleiche von Erdogan und dem gleichzeitig auch hier aufkeimenden Rechtspopulismus so ein Bau mehr als kritisch von der Bevölkerung gesehen werden wird, ist wohl klar. Wenn man so viel Wert auf Integration und Öffnung legt, dann würde man nicht zu diesem Zeitpunkt (vor der Entscheidung in der Türkei) mit so einem Bauvorhaben kommen. So hat es eben - wahrscheinlich nicht gewollt - eben einen kleinen Nachgeschmack der Provokation, die eben in diesem gesellschaftlichen Umfeld, in dem wir uns nun einmal befinden, unnötig ist. Etwas Fingerspitzengefühl wäre hier ratsam gewesen.

  • Sehr unfairer Kommentar
    von Lilu2603 am 15.03.2017 16:11 Uhr

    Ohne besonders gläubig und weder türkisch noch Mitglied der Dorstener Ditib-Gemeinde zu sein, finde ich Ihren Kommentar den Dorstener Muslimen gegenüber sehr unfair!

    Nicht zuletzt aus Ihrer Zeitung erfahren wir Dorstener sehr häufig, was die islamische Gemeinde hier immer wieder leistet und anbietet im Rahmen der Integration und Öffnung nach außen für interessierte (!) Nicht-Muslime.

    Die aktuelle Stimmung und die Verfehlungen von Erdogan und seiner Regierung nun als Argument gegen ein Minarett in Dorsten anzuführen, finde ich daher mehr als fragwürdig. Ebenso die unverschämte Andeutung zur Finanzierung des Bauvorhabens.

    Ein Minarett gehört architektonisch m.E. zu einer Moschee und verschandelt weder das Umfeld noch dient es als "Herrschaftszeichen".

    Ob und mit welchen Ausmaßen es nun zum Bau eines solchen kommt, entscheidet Gott (oder Allah) sei Dank nicht Frau Engel, sondern die zuständige Stelle bei der Stadtverwaltung unter objektiveren Gesichtspunkten...

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