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Neu im Kino: Der Windhund, der McDonald's groß machte

NRWEin mäßig erfolgreicher Vertreter für Elektro-Mixer fährt 1954 über Land. In Texas stößt Ray Kroc auf ein Restaurant, wie er noch keines gesehen hat: kein Kellner, keine Wartezeit, kein Besteck.Ratzfatz hat er seinen Burger, die Verpackung schmeißt er weg, und geschmeckt hat das Ding tatsächlich auch noch.

Der Windhund, der McDonald's groß machte
Michael Keaton als Ray Kroc Foto: splendid-film

Ray lässt sich von den Inhabern das System der Zubereitung erklären. Er ist auf eine Goldgrube gestoßen - auf die allererste Filiale von McDonald's. Kroc wird die Brüder McDonald ausbooten, die Burgerschmiede zum Giganten machen und sich als ihr Gründer ausgeben, als "The Founder", wie der Film von John Lee Hancock heißt.

Michael Keaton als Windhund

Michael Keaton spielt den Windhund Ray Kroc (gestorben 1984), der in den Annalen der Firma als "Big Mac" gehandelt wird, obwohl er ein kleines Würstchen war, das bei Dick (Nick Offerman) und Mac McDonald (John Carrell Lynch) um eine Chance bettelte. Nein, die Brüder halten nichts von Expansion. Ihr Laden brummt, bei weiteren Filialen sehen sie Probleme.

Ray wittert Chancen und bekniet die Brüder, ihm einen Vertrag zu geben. Er wird zum Mann für die Akquise, tut Geld und Geschäftsführer auf, ackert und rackert und eröffnet eine Filiale nach der anderen. Ray denkt groß, die Brüder nicht. Er will sie loswerden, die Grundstücke der Restaurants sind der passende Hebel dazu.

"The Founder" beginnt als unterhaltsame Humoreske um einen Glücksritter, den Keaton zwischen hemdsärmelig und visionär überzeugend spielt. In der Filmbio stecken ein Amerika-Porträt und eine Kapitalismus-Parabel, die vom Sieg der Kaltschnäuzigkeit erzählt.

Kleiner Vertreter wird großer Unternehmer, für Ray erfüllt sich der amerikanische Traum. Dass er trickst, intrigiert, Ideen und einen guten Namen stiehlt, was soll's? Das ist Amerika, wo Moral gegen Marketing keine Chance hat.

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