Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

: "American Assassin": Ein neuer Actionheld erobert das Kino

München (dpa)Ein Agenten-Thriller mit aktuellem Terror-Bezug schafft es auf die Kinoleinwand. Das Nachwuchstalent Dylan O'Brien zeigt sich als neue Art von Actionheld und wird unterstützt vom Hollywoodstar Michael Keaton.

"American Assassin": Ein neuer Actionheld erobert das Kino
Annika (Shiva Negar) und Mitch (Dylan O´Brien) ahnen nicht Böses. Foto: Studiocanal

Terror. Das ist nach zahlreichen Anschlägen auf der ganzen Welt für viele Menschen nur noch ein Wort. Ein Wort, das immer wieder durch die Schlagzeilen geistert und einen deshalb auch vielleicht etwas abstumpfen lässt.

Nur wer den Schrecken an der eigenen Haut erlebt oder jemanden dadurch verloren hat, weiß um die Bedeutung von Terror und wie er sich anfühlt. Eine eindrucksvolle Vorstellung davon liefert der Action-Thriller "American Assassin".

Ein Tag am Strand verändert das Leben des Studenten Mitch Rapp, gespielt vom Nachwuchsschauspieler Dylan O'Brien. Wenige Minuten nachdem er seiner Freundin Katerina einen Heiratsantrag machte, tauchen zwischen Cocktails und Palmen plötzlich islamistische Terroristen auf und schießen wild um sich. Der Regisseur Michael Cuesta ("Homeland") überzeugt gleich zu Beginn des Films mit einer schonungslosen Inszenierung des Anschlags. Nahaufnahmen holen die Zuschauer ins Geschehen, lassen sie den Kugelhagel unvermittelt miterleben. Auch deshalb hat die FSK den Action-Thriller wohl erst ab 18 Jahren freigegeben.

Während Rapp das blutige Attentat schwer verletzt überlebt, fällt seine Verlobte den Islamisten zum Opfer. Von Rache getrieben, infiltriert er Monate später auf eigene Faust eine Terrorzelle. Das CIA wird auf den unerfahrenen, aber talentierten Hitzkopf aufmerksam und bildet ihn zum Anti-Terror-Agenten aus.

Sein Trainer im Geheimagenten-Camp ist CIA-Urgestein Stan Hurley. Oscar-Preisträger Michael Keaton nimmt die Rolle des erfahrenen Ausbilders und berüchtigten Kriegsveteranen vollkommen ein und überzeugt mit harten, zum Schluss aber auch mit weichen Seiten.

Gemeinsam gehen Hurley und Rapp mit der Spezialeinheit Orion auf die Jagd nach Terror-Drahtziehern. Den Wandel vom harmlosen Durchschnitts-Studenten zur geölten Tötungsmaschine mit Ecken und Kanten nimmt man Hauptdarsteller und Nachwuchstalent O'Brien ("Maze Runner") problemlos ab.

Dazu trägt auch seine junge und ungezwungene Art bei, die er als Rapp bei Alleingängen an den Tag legt. Obwohl er sich meistens hart und stur gibt, entspricht O'Briens Darstellung eines Geheimagenten nicht unbedingt dem Klischee. Sie ist viel mehr weicher, subtiler und dadurch auch mehrdimensionaler. Rapp mimt auch nicht den Frauenhelden, wie es Agenten-Vorbilder wie Jason Bourne oder James Bond sonst gern tun.

Der Film unterhält durch seine dichte Handlung und das überzeugende Spiel der Hauptdarsteller. Folter- und Kampfszenen sind aber nichts für schwache Nerven. Und am Ende schweift Regisseur Cuesta auch etwas von seinem roten Faden ab und driftet vom gelungenen Thriller hin zu banaler Action, einer Atombombe und einem wenig überzeugenden Bösewicht.

"American Assassin" basiert auf den gleichnamigen Agentenromanen des amerikanischen Schriftstellers Vince Flynn, von denen weltweit mehr als 25 Millionen Exemplare verkauft wurden. Genug Stoff für weitere Filme würden die Bücher um Rapp demnach liefern - Fortsetzung also nicht ausgeschlossen.

American Assassin, USA 2017, 112 Min., FSK ab 18, von Michael Cuesta, mit Dylan O'Brien, Michael Keaton, Sanaa Lathan, Shiva Negar.

Zur Startseite >

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG