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Philharmonie: So was das Dschungelbuch "in concert" in Köln

KÖLN"Probier's mal mit Gemütlichkeit" - dieser Satz aus dem Dschungelbuch ist ein Satz für die Ewigkeit. Beim Dschungelbuch "in concert" tauchte das Publikum am Donnerstagabend in der Kölner Philharmonie in die Welt von Findelkind Mogli und Bär Balu ein. Das war Disneyzauber pur.

So was das Dschungelbuch "in concert" in Köln
Das Deutsche Filmorchester Babelsberg begeisterte in der Kölner Philharmonie. Foto: Sandra Heick

Als der charismatische Dirigent Christian Schumann (34) zum zweiten Mal an diesem Tag die Bühne der Kölner Philharmonie betritt, ist der Applaus erwartungsvoll. Da sind Kinder, die aufgeregt auf ihren Plätzen herumrutschen. Mädchen mit Mickey-Mouse-Outfits. Frauen mit dschungelgrünen Blusen. Ein junger Mann, auf dessen Shirt die Schlange Kaa prangt. Sie alle freuen sich auf Moglis Abenteuer, live vertont vom Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Los geht's mit einem Disney-Vorspann auf der Großleinwand, in dem Mickey, die Grinsekatze, die sieben Zwerge und viele weitere Charaktere auftauchen. Die Streicher haben das Disney-Glimmern perfekt drauf, das ist Magie da auf der Bühne. Dann lassen Scheinwerfer die Bühne grün erstrahlen und Moglis Abenteuer  beginnt.

Jeder Bogenstrich ist Präzision

Jeder Bogenstrich, jeder Paukenschlag ist präzise auf die Filmszenen abgestimmt. Die Gesangssolisten Enrico De Pierri und Lars Redlich schlüpfen in mehrere Rollen, ersterer glänzt als Balu in Flauschweste, zweiterer als Affenkönig. Es ist eine Freude, den beiden zuzusehen und zuzuhören. An ihrer Seite: der junge Esmael Müller als Mogli und das Vocalconconsort Berlin, dessen Paraderolle die Elefantenherde ist.

Anders als bei manch anderen Film-Konzerten, bei denen der Fokus der Zuschauer schnell vom Live-Erlebnis zum Film rutscht, hat das Orchester in der Philharmonie die volle Aufmerksamkeit, vom ersten bis zum letzten Trommelschlag. Es beherrscht die Tiermotive in Perfektion, ist nie zu laut und nie zu leise.

Dramatik in der Körpersprache

Christian Schumanns Körpersprache zeigt jene Dramatik, die im Auge eines Tigers angebracht ist. Und das szenische Spiel von Chor und Solisten, es formt das Dschungelerlebnis vom Zwei- ins Dreidimensionale um.

Schon nach dem ersten Akt gibt es tosenden Applaus, am Ende steht das Publikum. Das war Musik in Pefektion, das war spannend, das war lustig. Trauriges Detail: Der Film, der heute wie zur Zeit seiner Veröffentlichung 1967 begeistert, ist der letzte Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge, der von Walt Disney selbst produziert worden ist. Er verstarb noch vor der Fertigstellung.

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