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Viele Fotos: Olgas Rock: Alternativer Charme und 8000 Besucher

OBERHAUSEN8000 Besucher - das ist einer neuer Freitagsrekord beim Olgas Rock in Oberhausen. Das kostenlose Open-Air zieht jedes Jahr viele Fans der Rockmusik und verwandter Genres an. Das Festival hat alternativem Charme - und mancher Besucher kommt den Musikern sogar ganz nah.

Olgas Rock: Alternativer Charme und 8000 Besucher
Faber hat auch beim Olgas Rock in Oberhausen gespielt. Nils Lenfers

In der Nachbarschaft von Streetfood-Wagen, Bierständen und dem üblichen Festival-Nippes, wie Strohhüte und Sonnenbrillen, findet sich eine kleine Plattenbörse. Neben großen Zelten mit Band-Merch und Fan-Bedarf hat die Tierrechtsorganisation PETA einen Informationsstand und irgendwo dazwischen spielen Anti Flag ein akustisches Konzert, um für Amnesty International Spenden zu sammeln.

Alternativer Charme, der beim Olgas Rock in Oberhausen anders als bei manch anderem Festival nicht geliehen wirkt, weil abgewetzte Jacken-Aufnäher und verwaschene Motto- und Bandshirts der Besucher zeigen, dass die Ideen auch wochentags gelebt werden.

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So war das Olgas Rock am Freitag - Teil 1
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So war das Olgas Rock am Freitag - Teil 2

Flo und Michi schmollen trotzdem. Sind die Herren etwas wetterfühlig? Für die Frage haben sie nur ein schiefes Lächeln: „Ob wir durchgeschwitzt oder durchgeweicht sind, die Erkältung ist uns sicher.“ 

Itchy hatte die beiden mit rotzigem Punkrock zu lange aufgehalten und jetzt können sie Anti Flag zwar hören, aber nicht sehen. Die spielen zwar später auf einer der beiden Bühnen als Headliner nochmal verstärkt, doch: „Das ist nicht dasselbe.“ Also weichen die beiden zur Seite aus und versuchen sich von dort näher an ihre amerikanischen Punk-Idole heran zu winden.

Nur noch Rucksäcke bis DIN-A4-Größe erlaubt

Auch vor den Eingängen zum OLGA-Park heißt es: „Hinten anstellen.“ Kevin Kerndl vom rocko e.V., der zusammen mit dem Kulturbüro Oberhausen das „umsonst & draußen“-Festival veranstaltet, gefallen diese Schlangen auch nicht, aber: „Obwohl Olgas Rock immer ein sicheres Festival war, haben auch wir wie viele andere das Sicherheitskonzept verschärft.“ Zum Beispiel dürfen nur noch Rucksäcke bis DIN-A4-Größe mit auf das Gelände und alle Taschen werden durchsucht. „Samstag gibt es sechs statt vier Schleusen. Wir hoffen, das entzerrt und beschleunigt.“ Mit dem Besucherandrang am Freitag hatte so niemand gerechnet, am Ende sind es über 8000 – neuer Freitagsrekord.

Los Placebos schaffen Sommergefühle, Faber macht Volksfeststimmung

Neben Punk und alternativ Rock sorgt der Ska von Los Placebos für Sommergefühle, während bei Faber mit seinen Schlager-Rhythmen und Rock-Energie Volksfeststimmung aufkommt. „Faber war mein Highlight“, sagt darum Kathleen. Sie feiert ihren Jungesellinnen-Abschied mit ihrem ersten Festival-Besuch: „Die Musikmischung macht Spaß und die Stimmung ist so schön locker.“ Was das angeht, werden ihr alle Recht geben, nur was den Höhepunkt angeht, wird Michael eher Zustimmung finden: „Any Given Day – was haben die für Dampf auf dem Kessel, vom ersten Riff bis zum letzten Takt auf die Zwölf.“ Die Metaller zogen die größte Menschenmenge vor die Hauptbühne, wo dann im Pit so richtig die Post abging.

 

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