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In Weeze: So war der dritte Tag beim Parookaville-Festival 2017

WEEZEZwei Partynächte, drei Partytage in Parookaville - das nimmt auch die robustesten Festivalseelen mit. Vor allem, wenn es regnet und stürmt, wie seit Samstagabend. Aber nicht alles in der Party-Stadt ist Liebe und Glückseeligkeit. Die Abreise am Samstagabend lief nicht ganz optimal. Sehr positiv ist die Bilanz trotzdem.

So war der dritte Tag beim Parookaville-Festival 2017
Am dritten Tag setzte der Regen bei Parookaville schon am Nachmittag ein, trotzdem wollen Patrick, Laura, Michael und Tibor nochmal "richtig Party machen". Foto: Silke Rathert

Es ist ein etwas müdes Lächeln, aber es ist noch immer ein Lächeln, das einem die Bürger von Parookaville am Sonntagabend schenken. Drei Partytage und bei denen, die zelten, auch schon drei Partynächte, liegen jetzt hinter ihnen und das Wetter spielt seit Samstagabend nicht mehr mit. Es regnet nicht nur immer wieder, zeitweise gießt es auch. 

Trotzdem tanzt Tibor noch immer mit seiner Palme, die eigentlich gar nicht seine war. „Die gehörte unseren Zeltkollegen, die mussten aber heute schon abreisen. Sie haben sie mir gegeben und dafür das Versprechen abgenommen, dass wir heute nochmal richtig Party machen.“ 

Zu viel Regen, zu wenig Wasser

Die letzten Tage waren sie eine Gruppe von 20, die sich im Stau bei der Anreise kennengelernt hatte, jetzt sind sie noch zu viert. Das Camping fanden sie gut organisiert und ihren Zelten hat der Regen bisher auch nichts ausgemacht. „Aber mehr Wasserstellen hätte es bei der Hitze der letzten zwei Tage geben können“, sagt Laura. „Zwei Kilometer zu Dusche und Toiletten war dann doch etwas weit.“

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So waren der zweite und dritte Tag beim Parookaville

Etwas Sorge bereitet ihnen auch die Abreise: „Die Autos der Camper stehen auf einem Acker, heute sind nicht nur die, sondern auch die Trecker steckengeblieben, die Autos rausziehen wollten.“ Aber trotz des Ärgers mit dem feuchten Element, werden sie Parookaville bis nächstes Jahr vermissen: „Egal, wen man hier trifft, alle sind freundlich, aufgeschlossen und einfach cool drauf.“

Dieses „besondere Flair“ macht auch für Mitveranstalter Bernd Dicks den Erfolg von Parookaville aus. „Ursprünglich wollten wir eine coole Party schmeißen, zu der wir selbst gerne hingehen würden. Blöd nur, dass wir hier jetzt immer arbeiten müssen“, erzählt er bei der Pressekonferenz zum Festivalabschluss. Parookaville sei in der deutschen Festivallandschaft ziemlich einmalig.

Probleme bei der Shuttlebus-Abreise

„Weeze ist stolz darauf, dass wir das hier machen, und wir sind stolz darauf, das hier machen zu dürfen.“ Die Probleme bei der Shuttelbus-Abreise zu den Parkplätzen für Tagesbesucher spielt er zunächst herunter: „Trotz des Regens gab es einen relativ flüssigen Abfluss. Cool ist es nicht, aber wenn man kalt, nass und betrunken ist, können einem 20 Minuten auch mal wie 2 Stunden vorkommen.“

Tatsächlich hatten die Szenen, die sich nach dem Auftritt von Steve Aoki, dem Hauptakt Samstagnacht, am Shuttlebus-Bahnhof abspielten etwas mit Wahnsinn, wenig mit Liebe und nichts mit Glückseligkeit zu tun. Zwar hatten die Veranstalter Plastikcapes gegen den Regen und die Johanniter Decken gegen die Kälte verteilt, aber das Gedränge beim Buseinstieg, war nicht ungefährlich: „Es ist niemand verletzt worden“, stellt Dicks fest und gibt dann doch zu, dass er Verbesserungsbedarf sieht.

Der friedlichste Madness Place auf Erden

Immerhin: „Parookaville ist der friedlichste Madness Place auf dem Planeten, auch die Polizei hat das bestätigt.“ Achim Jaspers von der Pressestelle der Polizei Kleve ist wirklich hochzufrieden mit dem Verlauf. „Die genauen Zahlen müssen wir noch auswerten, aber bisher gibt es keine Abweichungen vom letzten Jahr und das bedeutet, dass es, gemessen an der Größe der Veranstaltung, nur sehr wenig Vorfälle gibt.“

Die Bürger mögen die Polizisten, die sich gerne mal spontan knuddeln oder für ein Selfie in den Arm nehmen lassen und seine Kollegen würden sich in jedem Jahr auf das Festival freuen. Ein Wiedersehen gibt es vom 20. bis 22. Juli 2018.

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