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Nachwuchsreiterin im Interview: Nele Löbbert über die zwei Welten

CASTROP-RAUXELDie Nachwuchsreiterin Nele Löbbert von der RG Obercastrop ist am Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen Vierte der Pony-Dressur geworden. Sportredakteur Jens Lukas befragte die 14-Jährige über ihre Erlebnisse vor Ort sowie den Umstieg auf die großen Pferde, der in einem Jahr ansteht.

Nele Löbbert über die zwei Welten
Nele Löbbert und ihr Pony „Contra“ waren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen am Start. Foto: Volker Engel

Hallo Nele, Glückwunsch zum vierten Platz bei der Jugend-DM in Aachen. Hast Du damit gerechnet, so weit vorne zu landen?

Über eine genaue Platzierung habe ich mir vor dem Turnier keine Gedanken gemacht. Allerdings hatte ich auf einen vorderen Platz gehofft. Aufgrund der Auftritte bei den vergangenen Turnieren – wie der Westfalenmeisterschaft – hatte ich das Gefühl, dass mein Pony derzeit sehr gut drauf ist.

 

Manchmal entscheiden Kleinigkeiten über eine gute Note durch die Wertungsrichter. Worauf achtest Du bei den Prüfungen?

Wichtig ist, dass Pferd und Reiter ein gutes Seitenbild ergeben. Auch sollten beide als Einheit auftreten. Äußerst wichtig ist, dass man nicht aus dem Takt geraten darf.

 

In Aachen hast Du alle drei Prüfungen auf Rang vier abgeschlossen. Bei welcher von diesen hast Du Deiner Meinung nach den besten Vortrag gezeigt?

Da kann ich keine Unterscheidung machen. Bei den ersten beiden Prüfungen hat es allerdings in Strömen geregnet. Mein Pferd und ich waren wirklich von oben bis unten nass. Toll war, dass mein Pony sich dennoch auf mich eingelassen hat. Letztlich fehlte es uns bei der abschließenden Prüfung an Kraft, um vielleicht noch besser abzuschneiden.

 

Hast Du auch auf der ganz großen Bühne – im Stadion – reiten dürfen?

Zwei Prüfungen waren tatsächlich im Stadion. Eine habe ich dann auf dem Abreitplatz absolviert.

 

Im Fernsehen gibt es Ponyreiten kaum zu sehen. Worin besteht für Dich der Unterschied zum Sport auf den großen Pferden?

Das sind zwei Welten, die sehr verschieden sind. Wenn meine Laufbahn im Ponyreiten beendet ist, warten durchweg andere Aufgaben auf mich. Das in der Kürze der Zeit zu erklären, wäre jetzt aber schwer.

 

Wann wirst Du die Altersgrenze erreichen?

Ich habe noch ein Jahr als Ponyreiterin vor mir. In dem Jahr, in dem man das 17. Lebensjahr erreicht, darf man nicht mehr an Pony-Prüfungen teilnehmen. Da mein Geburtstag im Dezember ist, bleibt mir leider kein zweites Jahr mehr vergönnt.

 

Bist Du bereits vorbereitet auf den Umstieg?

Ja, ich habe zwei Großpferde. Mit einem davon bestreite ich bereits Dressurprüfungen der Klasse M. Daher ist der Umstieg für mich nicht so einschneidend.

 

Du reitest für die RG Obercastrop. Wie bist Du als Wittenerin dazu gekommen?

Meine Eltern kennen die Besitzer der Anlage im Wagenbruch, Familie Knickenberg, seit vielen Jahren sehr gut und daher wurde ich hier angemeldet.

 

Was gefällt Dir an der RG Obercastrop?

Toll sind die Turniere hier, die einen familiären Charakter haben. Im Verein fühlt man sich sehr willkommen. Alle Leute sind hier sehr nett und hilfsbereit. Schön ist es auch, in der großen Halle reiten zu können.

 

- Schon als Kleinkind wurde die heute 14-jährige Nele Löbbert von ihren Eltern auf Ponys gesetzt.

- Im Alter von vier Jahren gelang ihr nach eigenem Bekunden der erste Ritt.

- In Witten-Herbede führen die Eltern der Gymnasiastin einen Ausbildungs- und Verkaufs-Pferdestall.

- Als Hobby neben dem Reitsport nennt Nele Löbbert derzeit „die Schule“. Nach der Schulzeit möchte sie ein Studium aufnehmen und den Pferdesport nebenher weiterführen.

 

 

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