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Tennis: Wort im Sport: Gaudigs: "Kein Verein schläft in unserer Stadt"

CASTROP-RAUXELTennisspielerin Karin Gaudigs vom TC Castrop war zuletzt Mitglied der Westfalenauswahl, die bei den Großen Schomburgk-Spielen (Deutsche Meisterschaften der Verbände) in Hildesheim von der Klasse B in die C-Liga abgestiegen ist. Im Interview spricht sie über das Turnier sowie den Ausfall der Stadtmeisterschaften.

Gaudigs: "Kein Verein schläft in unserer Stadt"
Karin Gaudigs vom TC Castrop 06 war zuletzt für die AK-55-Westfalenauswahl in Hildesheim bei den Große Schomburgk-Spielen am Ball. Aber auch sie komnten den Abstieg in die Klasse C nicht abwenden. Foto: Volker Engel

Frau Gaudigs, Sie sind mit der Westfalenauswahl durch ein 1:5 gegen Baden sowie ein 4:5 gegen den Mittelrhein in die unterste Liga abgestiegen. Wie sehr wurmt Sie das?
Das war wirklich sehr schade. Insbesondere das Team von Baden hat uns sehr überrascht. Nicht nur Spitzenspielerin Kerstin Garcia hat stark aufgespielt. Wir waren aufgrund unserer Ranglistenpositionen eigentlich an Position eins der vier Teams gesetzt gewesen, wollten aufsteigen und müssen ganz unten neu anfangen. Jetzt hat Baden den Durchmarsch von der C- in die A-Klasse geschafft.

Werden Sie auch im Jahr 2018 dabei sein, um den Wiederaufstieg zu schaffen?
Ich spiele immer wieder gerne mit. Wer nominiert wird, ist aber stets davon abhängig, welche Ranglistenposition er einnimmt oder ob er Zeit hat. Zudem rücken im neuen Jahr frische Akteurinnen der Altersklasse 55 nach. Daher muss man abwarten.

Am vergangenen Donnerstag sind die Castrop-Rauxeler Stadtmeisterschaften abgesagt worden. Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen?
Ich persönlich finde es sehr schade, dass die Turniere ausfallen. Ich habe immer gerne mitgespielt, weil man sich hier mit Spielern aus benachbarten Vereinen messen konnte. Dabei konnte man das Konkurrenzdenken ausblenden, wenn man zum Beispiel einen Doppelpartner aus einem anderem Klub gefunden hat. Schön waren auch die Duelle Alt gegen Jung. Auch im Doppel oder Mixed waren die Begegnungen immer interessant.

In welchen Wettbewerben hätten Sie mitgemacht?
Leider hätte ich es diesmal nicht geschafft, selbst mitzuspielen. Im September habe ich private Termine und zudem auch an meiner Schule.

Worin sehen Sie die Ursache für den deutlichen Rückgang der Anmeldezahlen?
Das kann ich nicht genau sagen, zumal ja durch die Verlängerung der Anmeldefrist und Werbung in den Vereinen versucht wurde, noch Aktive zu gewinnen. Ich denke, dass einige die Schwierigkeit dabei haben, die Termine für die Spiele der ersten Runden an den Wochentagen zu koordinieren. Da ist es zum Beispiel ziemlich schwer, ein Doppel-Match zu terminieren, wenn von den vier Teilnehmern einer nicht zusagen kann.

Ein Gedankenspiel von Spartenleiter Ulrich Viefhaus aus Frohlinde ist, die Titelkämpfe als Offene Stadtmeisterschaften auszuschreiben. Was halten Sie davon?
Warum nicht? Das wäre gut. Aber auch dann würde ich sagen, dass man die Stadtmeisterschaften an zwei Wochenenden, in die man die Freitage einschließen könnte, austragen sollte. Zudem sollte es dann feste Ansetzungen geben, die von den Teilnehmern eingehalten werden müssen.

Wie beurteilen Sie den aktuellen Leistungsstand im Castrop-Rauxeler Tennissport?
Ich finde, dass wir hier in der Breite sehr gut aufgestellt sind. Kein Verein schläft in unserer Stadt. Man sollte nicht immer auf die Ligazugehörigkeit schauen. Denn zum Beispiel auch bei unseren Herren im TC Castrop 06 , die in der Kreisliga antreten, wird gutes Tennis gespielt. Alle Klubs sollten auf ihre Jugend setzen. Zudem ist mir ein gutes Vereinsleben sehr wichtig.

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