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Eishockey: Landesliga NRW: Suche nach Ruhe: Eisadler basteln an der Zukunft

DORTMUNDIn lockerer Formation stehen 18 Eisadler auf dem gefrorenen Nass des Eissportzentrums an der Strobelallee. An den Füßen haben die Spieler zwar ihre Schlittschuhe, doch davon abgesehen tragen die Athleten Alltagskleidung. Die Stimmung bei der Mannschaftsvorstellung für die neue Saison ist locker, die Unruhen der Vergangenheit will der Klub endlich hinter sich lassen.

Suche nach Ruhe: Eisadler basteln an der Zukunft
Bei der Saisoneröffnung noch in Zivil, ab Oktober dann in Blau und Gelb: der neue Kader der Eisadler. Foto: Foltynowicz

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West stellen sich die Eisadler in dieser Saison in der Landesliga neu auf. Das neue Trainergespann Uwe Malz und „Co“ Jesper Dahl-Jörgensen will die Dortmunder wieder in ruhigere Gewässer führen.

Kaderplanung läuft noch

„30 Mann braucht man für eine Saison“, rechnet Chefcoach Malz drei Wochen vor dem Liga-Start vor, „20 Feldspieler, vier Torhüter und sechs Nachwuchsspieler. Bislang haben wir 16 Senioren, sechs Junioren und vier Keeper.“ Abgeschlossen ist die Kaderplanung noch nicht.

Assistenz-Coach Dahl-Jörgensen verfügt aus seiner Zeit als Pressesprecher des Herner EV über ein umfangreiches Netzwerk an Spielern und Trainern aus Landes-, Regional- und Oberliga, das den Eisadlern nun zugute kommen soll. Ziel sei es, einen größeren Kader als in der vergangenen Saison zu stellen, um besser auf Ausfälle und Abgänge reagieren zu können. „Wir hoffen, dass alle hier noch den Tannenbaum sehen“, sagt Malz mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage.

Kalkulierte Fluktuation

Allerdings sei eine gewisse Fluktuation im Kader nicht auszuschließen: „Mal ist einer verletzt, dann meckert bei einem die Freundin.“ Vor Verstärkungen im Saisonverlauf will sich der 57-Jährige nicht verschließen. Spielstarke Akteure versuchten erfahrungsgemäß zu Saisonbeginn häufig, in einer der höheren Ligen unterzukommen, erläutert Malz. Bekommen sie dort nicht die erhoffte Spielzeit, schauen sie sich nach Alternativen um — vielleicht eine Chance für die Eisadler.

Nach derzeitiger Aufstellung sei Platz fünf bis sechs ein realistisches Saisonziel, schätzt Malz, „das kommt aber darauf an, was noch kommt.“ Als Favoriten sieht er die Teams aus Wiehl, Troisdorf, Grefrath und Solingen. Assistenzcoach Dahl-Jörgensen möchte ohnehin zunächst „den Standort auffangen und ein bisschen Ruhe reinbringen. Dann solide arbeiten und so viele Spiele gewinnen wie irgendwie möglich.“

Neuer Vorstand in zwei Wochen?

Unterstützt werden soll die Arbeit des Trainergespannes schon in knapp zwei Wochen von einem neuen Vorstand. Nachdem der Vorsitzende Lothar Grabe, der zweite Vorsitzende Markus Meister und Schatzmeisterin Brigitte Grabe ihre Tätigkeiten bei der letzten Mitgliederversammlung niedergelegt hatten, konnten die Posten zunächst nicht neu besetzt werden.

Ohne neuen Vorstand bis Ende September wäre laut Vereinssatzung wohl ein Gang vors Dortmunder Amtsgericht zur Berufung eines „Notvorstandes“ unvermeidlich gewesen. „Es haben sich aber Interessenten für die Posten gemeldet“, berichtet Klaus Siebel von der Eisadler-Geschäftsstelle und fügt an: „Die sollen in 14 Tagen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt werden.“

TERMINE
Die Eisadler starten am 1. Oktober beim TuS Wiehl in die neue Landesliga-Spielzeit.
Im ersten Heimspiel empfangen die Dortmunder dann am 15. Oktober im Eissportzentrum an der Strobelallee den EHC Netphen.

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