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Fußball: Landesliga: Die Schürener Offensive macht wieder Spaß

DortmundDer BSV Schüren ist zurück im Titelrennen. Dem Fehlstart in der Fußball-Landesliga folgte eine starke Serie. Und plötzlich ist die Spitze wieder ganz nah. Der BSV ist zur Mannschaft der Stunde geworden. Der deutliche Sieg gegen den Hombrucher SV zeigt die Stärker des Teams. Zudem hat der BSV noch einen Trumpf in der Hinterhand.

Die Schürener Offensive macht wieder Spaß
So sehen sich die Schürener am liebsten: Enes Arpaci, Karim Bouzerda und Santiliano Braja (v.l.) bejubeln die Treffer beim klaren 4:0-Erfolg im Derby gegen den Hombrucher SV. Foto: Foltynowicz

Die Befürchtungen von Dimitrios Kalpakidis haben sich erfüllt. Vor Saisonbeginn ahnte der Spielertrainer des Fußball-Landesligisten BSV Schüren bereits, dass "wir noch ein paar Wochen aufholen müssen". Zu durchwachsen verlief die Vorbereitung, zu selten hatte der Coach wirklich die volle Kaderstärke zur Verfügung, um sich auf einen neuerlichen Anlauf vorzubereiten. Einen Anlauf, wieder im Spitzenfeld der Liga mitzumischen.

Start geht in die Hose

Doch der Start ging - wie befürchtet - voll in die Hose. 0:2 gegen Wattenscheid, 1:6 beim Spitzenreiter SV Horst-Emscher. So mancher fühlte sich an den schwachen Start des Vorjahres erinnert, der den Anfang vom Ende der offensiv formulierten Meisterschaftsträume bedeutete. So angriffslustig wurde Kalpakidis in diesem Jahr nicht. Und auch die Situation besserte sich zusehends.

Denn mittlerweile ist der BSV Schüren zur Mannschaft der Stunde in der Liga geworden. Den zwei Auftaktpleiten folgten sechs Siege in Serie und der Durchmarsch auf Platz zwei – drei Punkte hinter Horst-Emscher. Und dass der Spitzenreiter nicht unantastbar ist, zeigte dessen überraschende 1:4-Niederlage gegen den SC Obersprockhövel am Sonntag. Schüren ist also wieder voll im Geschäft. "Momentan macht es einfach Spaß", erklärte Kalpakidis. "Der Fehlstart war ärgerlich und hätte nicht sein müssen, aber nun haben wir unsere Hausaufgaben gemacht."

Offensive kaum zu bändigen

Der deutliche 4:0-Erfolg über den Hombrucher SV zeigte klar, worin die Stärken des BSV liegen. Denn die Offensive ist - sofern in Topform - kaum zu bändigen. Allein auf dem Papier bringen Karim Bouzerda, Santiliano Braja und Eyüp Cosgun mehr Erfahrung mit, als die gesamte Hombrucher Mannschaft.

Im ins Trainerteam gerückten Routinier Sundi Gomes hat der BSV noch einen Trumpf in der Hinterhand. Und Kalpakidis steht vor der Qual der Wahl, wer auflaufen soll. Zumindest vor dem Derby war das kein Problem, denn "leichte Fußkomplikationen", wie Cosgun vor dem Spiel verriet, bremsten ihn am Sonntag aus.

Braja an zwei Treffern beteiligt

Dass die Offensive bestens harmoniert, war dennoch zu erkennen. Braja war an zwei Treffern maßgeblich beteiligt, Bouzerda lief nach seinem Führungstreffer zur Bank und herzte auch Cosgun und Gomes. "Eyüp ist wie ein Bruder für mich", erklärte Bouzerda.

Mit dem 4:0-Sieg war auch Kalpakidis sehr zufrieden. Doch wenn er eines vermeiden will, dann Selbstzufriedenheit. Auf die Frage, ob die Offensive nun so auftrete, wie er sich das vorstelle, entgegnete er nur ein schmunzelndes "Kein Kommentar", gepaart mit einem schelmischen Grinsen. Denn auch er weiß: Setzt sich in den Köpfen wieder der Gedanke fest, dass nicht die vollen 100 Prozent notwendig sind, wird es auch für den BSV wieder schwieriger. Daher fordert er weiter vollen Einsatz - im Training und auf dem Spielfeld.

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