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Rudern: Umbruch im Deutschland-Achter: Tokio 2020 ruft

DORTMUNDSo viel Neuanfang war selten im Bootshaus am Dortmund-Ems-Kanal. Umbruch allerorten. Arrivierte Kräfte, neue Gesichter - das Team Deutschland-Achter geht im Wasser und an Land runderneuert den nächsten Olympischen Zyklus an. Denn Tokio 2020 ruft.

Umbruch im Deutschland-Achter: Tokio 2020 ruft
Dunkle Wolken und Regenschauer konnten den neu formierten Deutschland-Achter gestern bei der Vorstellung am Kanal nicht schrecken. Tatendurstig die Riemen geschultert haben (v.l.) Schlagmann Hannes Ocik, Richard Schmidt, Malte Jakschik, Jakob Schneider, Steuermann Martin Sauer, Torben Johannesen, Maximilian Planer, Felix Wimberger und Johannes Weißenfeld. Foto: Menne

Dort, wo in den letzten Jahrzehnten bei der Präsentation in Dortmund Bundestrainer Ralf Holtmeyer mit klaren Worten die Saison-Ziele für das deutsche Paradeboot absteckte, trat am Donnerstag nun Uwe Bender nach vorn. Der 58-Jährige, bisher einer von zwei Co-Trainern des hoch dekorierten Goldschmiedes, übernimmt das Großboot bis nach der Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Sarasota Anfang Oktober – und er freut sich auf die Aufgabe: „Ich habe eine sehr homogene, dabei erfolgshungrige Mannschaft beisammen. Das sind erfreuliche Charakterzüge“.

Holtmeyer legt Fokus auf Nachwuchsförderung

Holtmeyer, der nach vielen Trainer-Jahren in der ersten Reihe aus freien Stücken etwas kürzertreten möchte, arbeitet indes U 23-Bundestrainer Peter Thiede bei der Nachwuchssichtung und -formung zu. „Wir hatten in Rio einen sehr starken Achter, aber dahinter taten sich Lücken auf. Die wollen wir schließen durch Fördern und Fordern. Ich bin sicher, dass wir in Tokio den einen oder anderen Athleten aus dem U 23-Bereich brauchen“, sagt der Dortmunder, der sich jetzt auch verstärkt mit Ideen in die überregionale Verbandsarbeit einbringt.

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Die Präsentation des Teams Deutschland-Achter

So also schraubt nun Uwe Bender am DRV-Flaggschiff mit drei Neuen, zwei Rückkehrern und vier olympischen Silbergewinnern von Rio 2016 an den gewohnt ehrgeizigen Zielen.

Duo kehrt zurück, Trio neu im Achter

Steuermann Martin Sauer, Richard Schmidt, Rio-Schlagmann Hannes Ocik und der Castrop-Rauxeler Malte Jakschik behielten ihren Rollsitz, mit Felix Wimberger und Maximilian Planer kehren zwei Achter-erfahrene Ruderer zurück. Neu an Bord sind der Herdecker Johannes Weißenfeld (22), Jakob Schneider (23) und Torben Johannesen (22), der quasi an die Stelle seines älteren, pausierenden Olympiasieger-Bruders Eric tritt. Allesamt jung und hungrig. Bei der EM im tschechischen Racice (26.-28. Mai) wartet die Feuertaufe und das erste internationale Kräftemessen auf die neue Neun.

Besonders deutlich wird der Verjüngungsprozess im Vierer ohne Steuermann, dort rudert niemand über 23. Und mit dem erst 19-jährigen Dorstener Christopher Reinhardt schaffte sogar ein Junior den großen Sprung in den A-Bereich. „Sie haben sich über ihre Kleinbootleistungen aufgedrängt und haben eine Chance verdient“, sagte Bundestrainer Christian Vieth. Hinzukommen wird noch, nach auskurierter Verletzung, der leistungsstarke Lauritz Follert, ebenfalls erst 21.

Jede Menge Erfahrung im Zweier

Im Riemen-Zweier sitzt mit den Olympia-Siebten von London 2012, Felix Drahotta und Anton Braun, dagegen jede Menge Erfahrung.

Bevor die Riemen-Recken Donnerstagmittag für die Fotografen und Filmemacher am Ems-Kanal in ihre Boote kletterten, gab „Alterspräsident“ Richard Schmidt (in Kürze 30), mit Olympia-Gold- und -Silber dekoriert, die Erfolgsrichtung vor: „Ich habe einfach Spaß daran, Titel zu gewinnen. Ein paar habe ich schon, und ich bin sicher, mit dieser Truppe kommen noch einige dazu“.

 

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