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Schwimmen: Trio der SG Dortmund steigt aus dem Becken

DortmundEinen großen Neuanfang gibt´s bei den Schwimmern der SG Dortmund nicht nur im Trainer-Bereich, auch bei den Leistungskadern zeichnet sich gerade ein Generationenwechsel ab. Mit Julia Leidgebel (SC Delphin), Kerstin Lange (SV Hellas) und Denise Gruhn (SV Westfalen) beenden drei Leistungsträgerinnen ihre Laufbahn zum Saisonende.

Trio der SG Dortmund steigt aus dem Becken
Ein Erfolgs-Trio der SG Dortmund tritt ab: (v.l.) Julia Leidgebel, Kerstin Lange und Denise Gruhn. Foto: Hundshagen

Nachdem Prof. Dr. Volker Höltke die Cheftrainertätigkeit an Stephan Wittky übergeben hat, wird sich die Zusammensetzung des A-Kaders der SG personell ebenfalls stark verändern. Für das Trio Julia Leidgebel, Kerstin Lange und Denise Gruhn geht es nun ins Berufsleben oder im Studium in die Endphase.
 

Julia Leidgebel

Julia Leidgebel kam mit ihrem Bruder 2007 als Zwölfjährige aus Herne nach Dortmund. Schnell zeigte sich ihr Talent über die Lagenstrecken, da sie alle vier Schwimmarten technisch gut schwimmen konnte. Ihre ersten beiden Medaillen bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gewann sie 2011 über 50 Meter Rücken und 200 Meter Lagen. Im gleichen Jahr gewann sie bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Silber in der offenen Klasse über 50 Meter Rücken.

Altersklassenrekord als 18-Jährige

Als 18-Jährige schwamm sie bei der Kurzbahn-DM einen deutschen Altersklassenrekord über 50 Meter Rücken und qualifizierte sich über 100 Meter Lagen für die Kurzbahn-Europameisterschaft in Dänemark. Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2014 stand sie gleich drei Mal im Einzel auf dem Siegertreppchen: Zweimal Platz zwei gab's über 50 Meter Rücken und 200 Meter Lagen verbuchen sowie Rang drei über 100 Meter Lagen.

Im Sommer 2015 schwamm sie mit ihren Staffelkollegen bei der DM einen neuen Deutschen Rekord in der 4 x 100 Meter-Freistil-Mixedstaffel und schaffte es bei der Kurzbahnmeisterschaft erneut, sich für die EM in Israel zu qualifizieren. 2016 musste Leidgebel studienbedingt trainingstechnisch kürzertreten. So war es ihr nur noch möglich, einmal in der Staffel anzutreten. Hier fischte sie mit ihren Kollegen noch einmal Bronze über 4 x 100 Meer Freistil aus dem Wasser. Im Frühjahr 2017 hängte sie dann ihren Wettkampfanzug an den Nagel und geht jetzt nur noch ins Wasser, wenn die Zeit es zulässt.


Denise Gruhn

Denise Gruhn wechselte von der SSF Bonn im Jahr 2011 zur SG Dortmund. In Bonn hatte die damals 19-Jährige schon Erfolge über die langen Strecken. Zur SG kam sie, weil sie hier bessere Trainingsbedingungen vorfand, denn eine Langstreckenschwimmerin braucht viele Trainingskilometer im Wasser.

Dreifache Bronzemedaillengewinnerin

2012 wurde sie bei der DM dreifache Bronzemedaillengewinnerin über 400, 800 und 1500 Meter Freistil. Diesen Erfolg konnte sie im Winter bei der Kurzbahn-DM dann wiederholen und gewann die 1500 Meter Freistil und wurde Dritte über 800 Freistil. Wenn es um die Besetzung in der 4 x 200-Meter-Freistilstaffel ging, war Denise stets erste Wahl. 2012 und 2013 gewann sie mit ihren Teamkolleginnen den Deutschen Meistertitel.

2014 freute sich Denise über den Gewinn der Bronzemedaillen bei der Kurzbahn-DM. In darauffolgendem Jahr baumelte erneut zwei Mal Bronze um den Hals der Mannschaftssprecherin: diesmal über 800 und 1500 Meter Freistil.
Zum Abschluss ihrer Laufbahn setzte Gruhn bei den „Deutschen“ ein Ausrufezeichen über 800 Meter Freistil und schwamm in Bestzeit auf Rang sechs. Zurzeit absolviert Denise ein Praktikum in Südfrankreich und bereitet sich auf den Masterabschluss ihres Studiums vor. Möglich, dass sie irgendwann als Übungsleiterin am Beckenrand auftaucht ...


Kerstin Lange

Kerstin Lange wechselte 2008 aus Hamm zur SG Dortmund. Damals war sie schon eine sehr erfolgreiche Kraulschwimmerin. Bei der SG konnte sie in den letzten neun Jahren ihre Sprintfertigkeiten noch einmal enorm steigern und gewann zahlreiche Meistertitel in den Staffeln. Nach Beendigung ihres Studiums arbeitet Lange nun in Wiesbaden. Ganz aufhören mit dem Schwimmen kann und will Kerstin Lange nicht, daher hat sie sich nun der DLRG in Harsewinkel angeschlossen und schwimmt dort inzwischen erfolgreich im Team der Nationalmannschaft.

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