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Wheelchair-Skaten: Dortmunds Rolli-Sportler bei WM in den USA

DORTMUNDWenn am 22. und 23. April in den USA Rollstuhlsportler aus der ganzen Welt um den Weltmeistertitel im WCMX (Wheelchair-Skaten) kämpfen, sind zwei Dortmunder ganz vorne mit dabei. David Lebuser und Lisa Schmidt sind in diesem Jahr voraussichtlich die einzigen deutschen Fahrer in der WCMX-Konkurrenz. Und beide haben gute Chancen auf einen der vorderen Plätze.

Dortmunds Rolli-Sportler bei WM in den USA
Mit Schwung und Können durch den Parcours: David Lebuser will bei der WM in den USA wieder aufs Podest. Foto: Loeng

Im Besonderen Lebuser, der seit 2012 bei jeder Weltmeisterschaft im Finale stand und neben dem dritten Platz in den Jahren 2013, 2015 sowie 2016 in 2014 sogar den Titel nach Deutschland holte. Für Schmidt und Lebuser stand zuletzt die intensive Vorbereitung auf die WM im Vordergrund. Sie pendelten zwischen ihrem Heimatskatepark am Dietrich-Keuning-Haus, in dem sie mindestens zwei Mal die Woche fahren, und bundesweiten Skateparks in Frankfurt, Leipzig oder Aurich.

Hier sind vor allem Abwechslung und verschiedene Schwierigkeitsgrade im Training von Bedeutung. Zur optimalen Vorbereitung werden die beiden einige Tage früher in die USA fliegen, um in Austin/USA zu trainieren und den neuen WM-Skatepark in Dallas zu testen. Zudem gibt es zwei Trainingstage mit allen Konkurrenten zusammen.

Starke Konkurrenz

Für Lebuser steht bei der Weltmeisterschaft die Wiederholung des dritten Platzes an erster Stelle. Die Konkurrenz wird jedes Jahr besser und viele aus den USA stammenden WCMX-Sportler machen große Fortschritte. Fahrer wie der aktuelle Weltmeister Aaron Fotheringham/USA meistern beispielsweise einen Backflip, den Überschlag im Rollstuhl. „Es kommt im Finale auf die Tagesform an“, sagt Lebuser. Seine Taktik wiederum steht bereits fest: möglichst viele verschiedene Tricks in einem Fluss in einem Lauf. Neben Tricks bewertet die Jury auch das Befahren des ganzen Skateparks und den reibungslosen Fluss dabei. Je mehr dort die einzelnen Module genutzt werden, um so mehr Punkte gibt es.

Die WM im Livestream
WCMX (WheelchairMX) ist die Bezeichnung für den Sport, bei dem sich Rollstuhlfahrer im Skatepark, ähnlich wie BMXer oder Skateboarder, bewegen. Infos zur WM sowie die Finalläufe gibt es via Livestream unter: www.riseadaptivesports.org

Für Lisa Schmidt, die Fünfplatzierte des vergangenen Jahres, sind die Rahmenbedingungen etwas anders als für ihren Freund. Während die Herren in den drei Klassen Beginner, Intermediate und Professionell fahren, gibt es bei den Frauen nur eine Kategorie. Und auch erst seit 2016 fährt die Frauenkonkurrenz separat in ihrer eigenen Klasse.

Höhere Chancen

„Meine Chancen sind in diesem Jahr höher, weil zwei der Favoritinnen nicht dabei sind“, so Schmidt. Sie wird aller Wahrscheinlichkeit nach die einzige Europäerin bei dieser Weltmeisterschaft sein. Hoch motiviert sind die beiden auf jeden Fall und freuen sich auf das Finale am 23. April in Dallas. Das größte Problem in dem Zusammenhang ist seit kurzen auch gelöst: Das Finanzielle. Die Reisekosten sind für viele der in Deutschland aktiven Rollstuhlsportler das größte Hemmnis für die WM in den USA.

Schmidt und Lebuser konnten neben privaten Einlagen auf kleinere Material-Sponsoren und Ausstatter zurückgreifen. „Du musst das ganze Jahr über Geld sammeln, um am Ende zur WM fahren zu können“, so David Lebuser. Ein jährlich auftretendes Problem, das ihn und andere in dieser jungen Sportszene im wahrsten Sinne des Wortes ausbremst.

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