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Fußball: Landesliga: Herberns Torwart Robert Mikulic muss aufhören

HERBERNRobert Mikulic, Torwart beim Fußball-Landesligisten SV Herbern, muss die Handschuhe ausziehen und auf Fußball verzichten: Ein Arzt hat Mikulic zu diesem Schritt geraten, um seine Hüfte nicht irreparabel zu schädigen. Der Verein setzt zunächst auf zwei sehr junge Vertreter hinter dem verbleibenden Torwart Sven Freitag.

Herberns Torwart Robert Mikulic muss aufhören
Robert Mikulic muss die Handschuhe vorerst ausziehen und auf Fußball verzichten. Foto: Mario Witthake

Der Herberner Torwart, der vergangenen Winter vom A-Kreisligisten DJK SV Mauritz zum SVH gewechselt war, muss künftig darauf verzichten, durch die hiesigen Strafräume zu hechten. „Ich hatte Probleme mit den Adduktoren und mit dem Rücken“, sagt Mikulic. Ein Arzt habe ihm mitgeteilt, dass die Beschwerden aus einem Schaden in der Hüfte rühren – und es besser für die Gesundheit sei, wenn er seine Karriere beenden würde.

Für Mikulic, der kommenden Monat 25 Jahre alt wird, eine harte Nachricht. „Seit ich denken kann, spiele ich Fußball. Das ist eine sehr schwierige Situation für mich“, sagt er. Der ehemalige bosnische U19-Nationalkeeper hat in seinem Heimatland Erfahrungen in der 1. und 2. Liga gesammelt, bevor er den Schritt nach Deutschland wagte. Über Mauritz führte sein Weg nach Herbern.

Der Verein lässt Mikulic nicht fallen. „Ich habe mit dem Trainer geredet. Holger Möllers hat mir angeboten, bis Saisonende als Torwarttrainer zu arbeiten. Dafür bin ich sehr dankbar, Holger ist ein feiner Mensch“, sagt Mikulic, der sich beim SVH sehr wohl fühlt. Es sei, als kenne man die Teamkameraden bereits seit 20 Jahren.

Noch ist offen, wie es für Mikulic weitergeht. „Ich muss mein Deutsch verbessern, will noch zwei bis drei Jahre in Deutschland bleiben“, sagt Mikulic, der auch an seine Freundin denkt, die in Kroatien lebt. „Ich würde gerne mit den Verantwortlichen in Herbern reden, ob über den Sommer hinaus eine Zusammenarbeit möglich ist, aber werde sicher nichts fordern. Bis hierhin war es eine fantastische Zeit. Ich werde sehen, was passiert“, sagt der Bosnier.

Als unfreiwilliger Gewinner geht Sven Freitag aus der Winterpause hervor. „Es ist bitter für Robert. Er hat sich mit Sven abgewechselt, nun ist Robert die Nummer eins“, sagt Herberns Co-Trainer Bernd Löcke. Freitag selbst kann sich nicht über den neuen Status freuen: „Mir tut es leid für ihn. Er ist ein super Typ. Ich hätte mich lieber sportlich durchgesetzt.“

Ersetzen sollen Mikulic die beiden A-Jugendlichen Simon Mühlbrandt und Jorma Hoppe. Laut Löcke müssen noch Details mit A-Jugendtrainer Thomas Berndsen geklärt werden, aber die jungen Keeper wissen Bescheid. „Simon ist derzeit noch verletzt, aber ich freue mich, dass ich weiter bei den Senioren trainieren kann“, sagt der 18-jährige Hoppe.

Im Sommer ist er zu alt für den Juniorenbereich: „Ich kann mich jetzt zeigen, denn ich will den Sprung in die erste Mannschaft schaffen.“ Dem 26-jährigen Freitag ist bewusst, was auf ihn zukommt: „Ich finde es gut, wenn talentierte und ehrgeizige Jungs nachrücken. Ich weiß, dass ich die Füße nicht hochlegen kann.“

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