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Bogenschießen: Neuer Schwung am Bogen beim BSC Nordkirchen

NORDKIRCHENSeit rund einem Jahr haben die Bogenschützen Nordkirchen (BSC) eine eigene Jugendabteilung im Verein. Und „diese explodiert“, sagt der Vorsitzende, Jürgen Pitzer. Innerhalb eines Jahres greifen nun 25 Jugendliche regelmäßig zu Pfeil und Bogen.

Neuer Schwung am Bogen beim BSC Nordkirchen
Die Jugendtrainer Tim Hilger und Holger Weineck betreuen 25 Jugendliche beim BSC Nordkirchen. Foto: Weitzel

Bis Anfang 2016 seien die fünf Jugendlichen im Verein so mitgelaufen, sagt der Vorsitzende. Seit Beginn des vergangenen Jahres aber gibt es für die Sportler zwischen zwölf und 18 Jahren regelmäßig jeden Freitag eine Trainingseinheit – seit Oktober 2016 im Winter in der Gorbach-Halle, im Sommer auf dem 2,2 Hektar großen Außengelände des Vereins. Unterstützt werden sie dabei von den zwei Jugendtrainern Holger Weineck und Tim Hilger, die bei Konzentration und Disziplin helfen sollen. „Mit der Entwicklung haben wir nicht gerechnet“, sagt Weinecke, „das ist unglaublich.“

Im Sommer 2016 machten die Jugendlichen das erste Mal auf sich aufmerksam: „Bei einem Turnier in Dorsten haben wir die Plätze eins bis vier belegt“, sagt Pitzer, „das war ein großer Erfolg.“ Mit 12 Sportlern seien die Nordkirchener damals angereist und stellten damit die größte Sportlergruppe. „Bei uns steht trotzdem der Spaß im Vordergrund“, sagt Trainer Weineck, „die Jugendlichen können sich ausprobieren.“

Ein Gegenpol

Mittlerweile sind es 25, die auch aus Lüdinghausen oder Ascheberg kommen, die Anzahl hat sich verfünffacht. Pitzer hat dafür zwei Gründe: „Zum einen ist es die gute Betreuung“, sagt er, „zum anderen können sie sich bei uns an der frischen Luft richtig austoben.“ Er sieht seine Sportart als Gegenpol für die Jugendlichen, anstatt zum Beispiel vor der Spielkonsole zu hängen.

Und trotz fester Regeln, würden die Schützen einen lockeren Umgang pflegen, sagt Weineck. Denn auf dem Außengelände schießen die Sportler nicht nur auf Zielscheiben, sondern können sich auch durch einen Parcours bewegen, um dabei auf verschiedene Ziele zu schießen. „Da zielt man dann eher instinktiv“, sagt der Vorsitzende Pitzer.

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Bogenschützentraining der Jugendabteilung beim BSC Nordkirchen

Für das Frühjahr ist ein weiteres Projekt der Nordkirchener in Planung: In Kooperation mit der Maximilian-Kolbe-Schule stellen sie zwei Lehrern der Förderschule mit entsprechender Ausbildung vormittags den Platz zur Verfügung. „Das ist mehr als nur Sportunterricht“, sagt Heinz Kasberg, Stellvertretender Schulleiter und Mitglied im BSC.

So habe das Bogenschießen neben der zu lernenden Technik vor allem einen therapeutischen und erlebnispädagogischen Hintergrund. Die Lehrer selbst erfuhren auf einer Fortbildung davon: „Wir waren schnell begeistert“, sagt Kasberg, „wir dachten uns, wenn es uns Spaß macht, dann den Schülern auch.“

Doch auch bei den Erwachsenen gebe es beim BSC einen Zustrom an Mitgliedern, sagt der Vorsitzende Pitzer. Bei Gruppen, wie zum Beispiel bei Nachbarschaftsvereinen oder Kegelklubs, die die Sportart ausprobieren wollen, würden immer zwei bis drei Anmeldungen übrig bleiben. Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 40-jähriges Bestehen. Über 135 aktive Mitglieder verfügen die Nordkirchener – die Tendenz ist steigend.   

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