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Leichtathletik: Halbmarathon: Schröer und Krüger siegen am Schloss Nordkirchen

NORDKIRCHENEine Wernerin, die im Ziel noch die Luft hat, die Zuschauer vor Glück zusammenzuschreien. Zwei Brüder aus Baden-Württemberg, die die Staffel-Premiere gewinnen. Ein Läufer aus Münster, der nach vierwöchiger Laufpause in Nordkirchen zum Sieg läuft – das waren die Geschichten beim 9. Nordkirchener Halbmarathon.

Schröer und Krüger siegen am Schloss Nordkirchen
Daria Krüger aus Werne holte den Sieg in der Wertung der Frauen. Foto: Reith

Ludger Schröer lief am Samstag im Stadion Am Schloßpark als Erster über die Ziellinie. Seine 1:19:26 Stunden war keine weltbewegende Zeit. Da hatte der Nordkirchener Halbmarathon auch schon schnellere Sieger erlebt. „Ich bin zufrieden mit dem Lauf heute. Ich habe eine Sommerpause im Juli gemacht und bin seit zwei Wochen wieder im Training. Das war heute eine Standortbestimmung. Auf der zweiten Runde haben noch etwas die Kräfte gefehlt“, sagte Schröer.

Das Rennen war trotzdem recht früh entschieden. Denn Verfolger Benjamin Luber, der vergangenes Jahr am Ternscher See gewonnen hatte, konnte schon auf der ersten Runde Schröers Tempo nicht mehr mitgehen. „Es war ein bisschen schade, dass ich alleine laufen musste. Es ist natürlich einfacher in einer Gruppe, weil man sich dann mitziehen lassen kann“, sagte der 48-jährige Sieger, der erst vor acht Jahren mit dem Laufen begonnen hatte.

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Leichtathletik: Der Nordkirchener Halbmarathon 2017

Als Daria Krüger von den LippeRunners Werne über den Zielstrich lief, streckte sie die Fäuste in den Himmel. 1:33:40 Stunden – „Bestzeeeeiiit!“, rief Krüger. Für sie ist Nordkirchen ein gutes Pflaster. Ihre Zehn-Kilometer-Bestzeit war beim Schlosslauf im April gefallen, am Samstag dann ihre Halbmarathon-Bestzeit. „Nordkirchen ist mein persönliches London. Ich bin glücklich, durchgehalten zu haben“, sagte die 42-Jährige, der vor drei Jahren „die Decke auf den Kopf gefallen“ sei – und die dann vor Langeweile mit Laufsport begann und über Claudia Nachtwey zu den Läufern des TV Werne kam. 

Die TV-Werne-Läufer machten sich als LippeRunners eigenständig. Fertig ist Krüger noch nicht. „Großartige Sachen passieren nicht in der Komfortzone. Der Mensch ist bequem. Wenn ich irgendwann anfange, zu rechnen, dass mir die Zeiten reichen, dann passiert gar nichts mehr. Du musst nach der Devise laufen: No Risk, no Fun!“, sagte sie. Zweite wurde Anne-Kathrin Mertens vom SV Herbern mit exakt sieben Minuten Rückstand bei der Nettozeit.

Brüder gewinnen Staffel

Seine ganz eigene Geschichte brachte Nico Damrat (23) aus Baden-Württemberg mit. 2013 hatte er den Nordkirchener Halbmarathon gewonnen, am Samstag absolvierte er gemeinsam mit seinem Bruder Tobias (21) die Staffel als schnellstes Team. Da die Staffeln zehn Minuten nach dem Hauptfeld auf die Strecke ging, mussten sich die Brüder nach vorne arbeiten.

Eine Zeit von 1:15 Stunden war die schnellste absolvierte an diesem Tag. „Da wir uns nicht ganz fit fühlten, haben wir eine Staffel gebildet“, sagte Nico Damrat. Verwandtschaft wohnt in Datteln – das war der Grund für die weite Anreise. „Wenn wir hier sind, kommen wir gerne vorbei. Es ist eine schöne Veranstaltung“, sagte Nico Damrat. Schon zur Halbzeit des Rennens, als Tobias in der Wechselzone vor der Freitreppe per Handschlag auf Nico Damrat gewechselt hatte, lag das Duo weit in Front.

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