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Fußball: Bezirksliga: Die Prognosen für die Schwerter Bezirksligisten

SCHWERTEDie Bezirksliga-Saison 2017/18 steht vor der Tür. Ab dem Wochenende spielen die Schwerter Teams und ihre Konkurrenz wieder um Punkte in der Tabelle. Unsere Prognose analysiert, welche Chancen sich die Teams ausrechnen können und zeigt im Video und in der Fotostrecke auch, was die Trainer selbst von der neuen Saison erwarten.

Die Prognosen für die Schwerter Bezirksligisten
Im Gespräch äußerten sich die Trainer der Schwerter Bezirksligisten über ihre Erwartungen an die neue Bezirksliga-Saison. Foto: Bernd Paulitschke

VfL Schwerte: Stadtmeister startet mit Rückenwind

Nach einer mäßigen Vorrunde legte der VfL Schwerte in der vergangenen Saison als drittbeste Rückrundenmannschaft einen starken zweiten Teil der Spielzeit 2016/17 hin. Da kommt es nicht allzu überraschend, dass Trainer Jörg Silberbach vor dem ersten Kräftemessen der Spielzeit 2017/18 am Sonntag in Gevelsberg die Devise ausgibt, „dass wir da anknüpfen wollen, wo wir in der vergangenen Saison aufgehört haben.“

Zudem sollte der Gewinn der Stadtmeisterschaft vor knapp zwei Wochen das Team noch mehr zusammengeschweißt haben und für den Saisonstart zusätzlichen Rückenwind bringen. Viel wichtiger als der Titelgewinn als solches sei Silberbach aber die Spielweise seines Teams gewesen, das sich in den Partien um die Stadtkrone größtenteils in einer guten Frühform präsentierte.

Auch im Umfeld ist Harmonie bei den Blau-Weißen Trumpf – nicht zuletzt weil Mirko Mustroph als Sportlicher Leiter auf einer Wellenlänge mit Trainer Jörg Silberbach und dem neuen „Co“, Yannis Schwarze, funkt. Kurzum: Der VfL ist bereit für die Saison.

RN-Prognose
Es scheint zu passen beim VfL Schwerte – das Team vom Schützenhof macht einen guten Gesamteindruck und sollte in der Lage sein, das obere Tabellendrittel in Angriff zu nehmen. Zum ganz großen Coup, sprich dem Landesliga-Aufstieg, wird es wohl aber nicht reichen – auch deshalb, weil der Kader mit nur 17 Feldspielern ein bisschen dünn besetzt ist.

ETuS/DJK Schwerte: Nur nicht wieder eine Zitterpartie

„Achter zu werden, ist doch langweilig“, sagt André Haberschuss lachend. Was der Trainer des ETuS/DJK Schwerte meint: In der Vergangenheit spielten die „Östlichen“ entweder relativ weit oben mit oder es musste – wie in der vergangenen Saison – lange um den Klassenerhalt gezittert werden. Erst am letzten Spieltag stand fest, dass dem Haberschuss-Team der Fall in die Kreisliga A erspart bleibt.

Eine solche Zitterpartie braucht Haberschuss nicht nochmal. Deshalb präsentieren die Verantwortlichen nun ein Team mit vielen neuen Gesichtern – Neuzugänge in zweistellige Zahl haben den Weg in den EWG-Sportpark gefunden. Bei etwa der Hälfte von ihnen handelt es sich jedoch um Rückkehrer, die das Umfeld in Schwerte-Ost schon kennen.

Behält der Trainer Recht mit seiner Einschätzung, dass auch die anderen Neuen gut passen und für ein deutliches Plus an Quantität und Qualität im Kader sorgen werden, dürften für die Ost-Schwerter nach einer unbefriedigenden Spielzeit 2016/17, in der sie sich oft selbst im Weg standen, nun wieder bessere Zeiten anbrechen.

RN-Prognose:
Wohin geht die Reise für den ETuS/DJK Schwerte? Angesichts zahlreicher neuer Spieler, die man im Schwerter Raum bisher noch nicht kennt, ist eine Vorhersage schwierig. Doch individuelle Qualität war beim ETuS/DJK in den vergangenen Jahren eigentlich immer vorhanden. Entscheidend wird sein, daraus ein funktionierendes Mannschaftsgebilde zu formen.

Geisecker SV: Mindestens Platz sechs der Vorsaison

Geisecker SV und Bezirksliga, das gehört scheinbar untrennbar zusammen. 1988, also vor fast 30 Jahren, stiegen die „Kleeblätter“ in die überkreisliche Spielklasse auf – die älteren Geisecker Sportsfreunde werden sich erinnern. Mit Ausnahme des einjährigen Landesliga-Intermezzos in der Saison 2001/02 spielten sie seitdem immer um Bezirksliga-Punkte. Und dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert, ist eher unwahrscheinlich.

Mindestens der sechste Platz der Vorsaison soll es auch diesmal wieder sein am Buschkampweg. Diese Zielsetzung in die Tat umzusetzen scheint machbar, auch wenn mit Damian Wielgosz, Florian Kliegel und Michael Fofara drei Offensivkräfte nicht mehr zur Verfügung stehen. Punktuell verstärkt, hauptsächlich mit dem Ex-Westhofener Marius Manecki, hat sich Geisecke dagegen im hinteren Bereich. Denn in seinem zweiten Jahr als Trainer der „Kleeblätter“ will Trainer Thomas Wotzlawski die Anzahl der Gegentore weiter senken. Insgesamt verfügt der Coach über eine weitgehend eingespielte Mannschaft.

RN-Prognose:
Die „Kleeblätter“ dürften auch in der neuen Saison wieder das Potenzial haben, an einem guten Tag jeden Gegner der Liga schlagen zu können – das war auch in den vergangenen Jahren stets der Fall. Eine Platzierung um Platz fünf herum scheint auch in dieser Saison allemal wieder möglich. Die ganz großen Räder zu drehen, dazu dürfte es aber – auch angesichts der starken Konkurrenz – nicht reichen.

SG Eintracht Ergste: Jugendlicher Elan und Teamgeist

Ein junger Trainer mit einer blutjungen Mannschaft – Routine wird ganz sicher nicht die Tugend sein, mit der Dominic Pütz (29) und seine SG Eintracht Ergste den Klassenerhalt schaffen wollen.

Dank des besseren Torverhältnisses konnte sich die Eintracht am letzten Spieltag der Vorsaison retten, weil Philipp Überacker in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 in Garenfeld ausglich. „Wenn wir es diesmal mit einem Punkt Vorsprung schaffen und nicht nur mit ein paar Toren, wäre das auch okay“, sagt Pütz. Der 29-Jährige in der Vorsaison am Bürenbruch spielender Co-Trainer der zweiten Mannschaft weiß um die Schwere der Aufgabe, „zumal wir diesmal drei Mannschaften hinter uns lassen müssen. In der Vorsaison war es letztlich nur eine.“

Aber Pütz hat Vertrauen in die Qualität seiner Spieler. Mit Teamgeist und jugendlichem Elan sollen die Weichen für den Klassenerhalt gestellt werden. Zudem scheinen die Ergster topmotiviert zu sein. Jedenfalls sagt der Trainer: „Die Jungs haben richtig Bock drauf.“

RN-Prognose:
Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt der Vorsaison steht der neue Trainer Dominic Pütz mit seinem Talentschuppen vor einer Herkulesaufgabe. Die jungen Burschen haben den gewiss nicht kleinen Sprung von der A-Junioren-Kreisliga in die Senioren-Bezirksliga zu meistern. Dabei haben die Ergster nichts zu verlieren, denn ein Abstieg nach diesem Riesenumbruch wäre ganz sicher keine Schande – vielleicht wird dies genau zum Trumpf für die Eintracht.

30 Bilder
Fußball: Die Trainer der Schwerter Bezirksligisten im Gespräch

SC Berchum/Garenfeld: Im Vorderfeld der Liga etabliert

Die Zeiten, in denen man den SC Berchum/Garenfeld als eine Fahrstuhlmannschaft bezeichnen musste, die zwischen Bezirksliga und Kreisliga A hin- und herpendelte, sind seit ein paar Jahren vorbei. Längst hat sich der SC in der überkreislichen Spielklasse etabliert – mehr noch, denn als Vizemeister der Spielzeit 2015/16 und als Viertplatzierter der Vorsaison ist der SC zweimal hintereinander ein fester Bestandteil der Spitzengruppe gewesen.

Wäre es da nicht mal an der Zeit, den Aufstieg in die Landesliga ins Visier zu nehmen, Dieter Iske? Nein, der erfahrene Trainer ist meilenweit davon entfernt, große Töne zu spucken. Viel mehr warnt Iske angesichts der Ausgeglichenheit in der Liga davor, eine erneute Platzierung in oberen Tabellengefilden als Selbstläufer zu betrachten. „Das kann ganz schnell gehen“, weiß der Coach.

Zudem gelte es abzuwarten, wie sich die zahlreichen jungen Spieler entwickeln, sagt Iske. Denn erneut gehören eine Reihe von Spielern zum Kader, die nach dem Aufrücken aus der Jugend in Garenfeld vor ihrer ersten Saison im Seniorenbereich stehen.

RN-Prognose:
Der Kader scheint nicht schlechter besetzt zu sein als in der Vorsaison. Bedenkt man, dass die Berchum/Garenfelder trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle zum unmittelbaren Verfolgerfeld des Aufsteigers SSV Hagen gehörten, dürfte auch diesmal wieder eine Platzierung in der Kragenweite der beiden Vorjahre möglich sein.

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