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Interview mit Trainer: Kai Henning: „Mannschaft ist gereift“

SCHWERTEHandball-Landesligist HSG Schwerte/Westhofen kann auf einen positiven Saisonstart zurückblicken – Grund genug, mit dem Trainer darüber zu sprechen. Kai Henning (51) äußert sich im Gespräch mit Michael Dötsch über die Gründe für den Aufschwung und lässt große Vorfreude auf das bevorstehende Spitzenspiel gegen Tabellenführer Hombruch erkennen.

Kai Henning: „Mannschaft ist gereift“
Nachdem er die Endphase der Saisonvorbereitung und die ersten drei Saisonspiele krankheitsbedingt verpasst hatte, ist Kai Henning, hier in einer Auszeit im Heimspiel gegen Lüdenscheid am 30. September, auf die HSG-Bank zurückgekehrt. Foto: Bernd Paulitschke

Herr Henning, zunächst eine persönliche Frage: Sie waren aus Krankheitsgründen ein paar Wochen außer Gefecht. Sind sie wieder richtig fit?

Ja, ich bin so weit wiederhergestellt und habe mich in dieser Woche auch erstmals wieder körperlich betätigt. Ich muss noch ein bisschen aufpassen, aber es ist alles okay.

Vor der Saison war geplant, dass sie parallel zur HSG mit dem Bezirksligisten TG Voerde, Ihrem Heimatverein, noch eine zweite Mannschaft trainieren. Ist das so?

Ja, das läuft wie geplant und klappt auch gut. Die Trainingszeiten liegen hintereinander, die Spieltermine überschneiden sich nicht – es ist kein Problem.

Zur HSG, die mit 7:3 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Wo liegen die Gründe für den guten Saisonstart?

Das hat viel damit zu tun, dass die Mannschaft gereift ist. Das kann man an einigen Spielern festmachen, die die nächste Entwicklungsstufe genommen haben. Daniel Evangelou zum Beispiel hält momentan überragend, wobei ich auch unseren zweiten Torwart, Mike Krüner, nicht vergessen will. Er arbeitet genauso akribisch wie Daniel und wird auch noch seine Bewährungschance bekommen. Sie liefern sich einen gesunden Konkurrenzkampf, und bei beiden macht sich die Arbeit mit Torwarttrainer Manuel Gaetan bemerkbar.

Und die Feldspieler?

Hier nenne ich an erster Stelle Niklas Linnemann und Tim Schlütz, die in ihren Leistungen einen großen Sprung nach vorne gemacht haben. Weil wir viele Verletzte hatten, mussten wir sie ein bisschen ins kalte Wasser werfen. Aber sie haben sich richtig gut in die Mannschaft reingespielt.

Kurz vor Saisonbeginn kam mit Tim Gurol noch ein neuer Spieler. Welche Rolle spielt er?

Mit Tim haben wir die vakante Rechtsaußenposition exzellent besetzt. Er bildet mit Alex Denissov eine Top-Flügelzange. Zudem ist es sicher nicht verkehrt, jemanden vom Kaliber eines Sönke Brass noch in der Hinterhand zu haben – wenn auch nur gelegentlich. So greift bei uns momentan ein Rädchen ins andere.

Nun kommt am Samstag  mit Westfalia Hombruch der Tabellenführer und Vorjahres-Vizemeister nach Schwerte. Sehen Sie Ihre Mannschaft als Außenseiter oder sind sie so selbstbewusst zu sagen, der Spitzenreiter wird sich warm anziehen müssen?

Zunächst einmal freue ich mich auf das Spiel und hoffe, dass möglichst viele Zuschauer in die Halle kommen. Hombruch hat schon einen sehr stark besetzten Kader und ist sicherlich der Favorit. Aber wir stellen unser Licht nicht unter den Scheffel. Wir sind nicht die graue Maus, die Angst davor hat, gegen den Tabellenführer antreten zu müssen.

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