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Tischtennis: Selm, Nordkirchen und Südkirchen starten in die Liga

SELM/NORDKIRCHENEs geht an die Platten: Die Tischtennisspieler des TTC SG Selm, des FC Nordkirchen und des TTC Südkirchen sind ab diesem Wochenende wieder im Einsatz. Es geht um Auf- und Abstiege – alle drei Teams haben Ambitionen.

Selm, Nordkirchen und Südkirchen starten in die Liga
Daniel Schlecht und der FC Nordkirchen wollen in der neuen Saison wieder oben angreifen. Foto: Jürgen Weitzel

TTC SG Selm (Bezirksklasse 3): Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Landesliga bis in die zwei Klassen tiefere Bezirksklasse will der immer noch am höchsten spielende heimische Tischtennisverein wieder nach oben schauen. „Wir wollen oben mitspielen“, sagt Wolfgang Graf.

Der 55-Jährige ist der neue Mannschaftsführer bei den Schwarzgelben, nachdem Ex-Kapitän Jörg Ausperger aufgrund seiner schwachen Bilanz nur noch in der zweiten Mannschaft aufschlagen darf – ein normaler Mechanismus im Tischtennis, der durch das Regelwerk entsteht. „Dann hat man mich auf der Jahreshauptversammlung gefragt, den Senior“, sagt Graf lachend. Er wohnt in Cappenberg, spielte vorher für seinen Heimatverein Westtünnen (Hamm) und später für den ASV Hamm, ehe er 2014 dem TTC Selm beitrat.

Aufgerückt für Ausperger ist Valentin Preuss, der im Vorjahr noch mit der Selmer Reserve in die Kreisklasse abgestiegen war. Es ist die einzige personelle Änderung bei den Selmern. David Köppler bleibt Nummer eins, gefolgt von Michael Arndt, Peter Meier, Peter Schröer, Preuss neu an der Fünf und zum Schluss Graf.

Ausgerechnet zum Start haben die Selmer aber Personalnot. Spitzenspieler Köppler ist in den Flitterwochen, verpasst so den Auftakt am Samstag (17.30 Uhr, Alverskirchener Straße 14, Everswinkel) bei der DJK Everswinkel als auch das vorgezogene Auswärtsspiel am Montag, 4. September (19.30 Uhr, Querstraße 25, Lünen) beim TTV Preußen Lünen III – keine guten Voraussetzungen. Dabei hatte Selm das Spiel gegen die Lüner extra vorgezogen, damit Michael Arndt dabei ist – jetzt fehlt die Nummer eins. Für alle Selmer bedeutet das: Zweimal müssen alle sechs Spieler gegen höher angesetzte Akteure ran.

„Eigentlich hatten wir nach den Ergebnissen der Vorsaison gehofft, dass wir da gewinnen, aber so kann man auch mal verlieren. Wir müssen die ersten drei Spiele mal abwarten“, sagt Graf daher und erwartet eine enge Bezirksklasse 3: „Wer am Ende oben ist, dazu will ich keine Prognose abgeben“, sagt Graf. Und vielleicht schafft es der TTC ja sogar auf einen der Aufstiegsplätze. Bis zu drei könnte es geben – im Vorjahr wurde der TTC Vierter.

FC Nordkirchen (Kreisliga): Beim Kreisliga-Tabellenvierten des Vorjahres, der Tischtennisabteilung des FC Nordkirchen, heißt die Lebensversicherung Daniel Schlecht. Die Nordkirchener Nummer eins hatte in der Rückrunde die beste Einzelbilanz (15:7) und bildete mit Mannschaftsführer Markus Schulze Zumkley (14:8) auch ein sicheres Spitzendoppel (11:3). „Er hat in den letzten zwei Jahren sehr souverän gespielt“, sagt Schulze Zumkley. Nummer drei bleibt Tobias Limberg. Für Matthias Böckenkemper geht es von Position vier runter auf Position sechs.

Von ihm erhofft sich Schulze Zumkley eine Steigerung und mehr Konstanz: „Er kann mehr! Intern hat er letztens Daniel Schlecht geschlagen und dann gegen einen Spieler der dritten Mannschaft in zwei Sätzen verloren.“ Marcus Meinke und Oliver Alsbach rücken eine Position auf – ihre Rückrundenbilanz war positiv.

Nordkirchen rangierte nach einer guten Saison mit genau so vielen Siegen (11) wie Nicht-Siegen (5 Unentschieden, 6 Niederlagen) auf Platz vier – ist da in dieser Saison mehr drin? „Wenn es so läuft wie im Vorjahr, wäre es okay“, sagt Schulze Zumkley, nicht ohne einen Hinweis an den Nachbarn aus Südkirchen: „Hauptsache wir stehen vor denen.“

Stockum und Dolberg, auf das Nordkirchen am Samstag (18.30 Uhr, Am Gorbach, Nordkirchen) zum Auftakt trifft, sind für den Nordkirchener Kapitän die Abstiegskandidaten. Zum Saisonstart fehlt aber erst mal Daniel Limberg. Aber auch ohne ihn ist Nordkirchen klarer Favorit.

TTC Südkirchen (Kreisliga): Der TTC Südkirchen ist personell die Konstante unter den heimischen Teams. Personelle Veränderungen gab es nicht, nicht einmal die Reihenfolge der Spieler hat sich gegenüber der Vorsaison verändert.

Nummer eins ist weiterhin Klaus Wißmann, der mit Markus Grote das obere Paarkreuz bildet. Vereinschef Bernd Lütke-Börding und sein Sohn Marcus Lütke-Börding spielen zusammen im mittleren Paarkreuz, Mannschaftsführer Tobias Cortner und Thomas Puppendahl komplettieren die erste Sechs des TTC.

Der Remiskönig des Vorjahres – sechs Mal endete der Spieltag mit 8:8, dem einzig möglichen Unentschieden-Ergebnis im Tischtennis – fiebern vor allem den Derbys hin: Am Samstag, 2. Dezember, in Südkirchen (17.30 Uhr) und am Samstag, 21. April in Nordkirchen (18.30 Uhr) steht das heiß erwartete Lokalduell zwischen den beiden Tischtennisvereinen der Gemeinde an.

Denn neben dem Saisonziel eines gesicherten Mittelfeldplatzes haben Nordkirchen und Südkirchen den Anspruch, vor dem jeweils anderen Team in der Abschlusstabelle zu stehen. „Das ist wie Dortmund gegen Schalke“, sagt Mannschaftsführer Tobias Cortner, „das Derby ist am letzten Spieltag. Und wenn es heiß hergeht, macht es richtig Bock.“ Es könnte also ein spannendes Saisonfinale geben – im doppelten Sinne.

Zum Start fehlt Cortner selbst. Er weilt im Urlaub und wird den ersten Spieltag verpassen. Der Saisonauftakt wird übrigens einen Tag nach hinten verschoben. Nicht am Freitag, sondern erst am Samstag (17.30 Uhr, Theodor-Heuss-Straße, Waltrop) tritt Südkirchen beim Bezirksklasse-Absteiger TTV Waltrop II an – für Cortner ein starker Auftaktgegner. „Wir versuchen natürlich, einen Punkt mitzunehmen“, sagt Cortner. Ein Sieg zum Auftakt wäre ein Traumstart.

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