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Voltigieren: Stadtlohnerin im Interview: Chiara Plate: „Viel mehr erreicht als erwartet“

STADTLOHNMit dem dritten Platz beim hochklassigen Turnier in Bisingen, Baden-Württemberg, endete am Wochenende für die 17-jährige Chiara Plate eine erfolgreiche Saison 2017. Wir haben mit der Stadtlohnerin in Diensten des VV Metelen gesprochen.

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  • Chiara Plate: „Viel mehr erreicht als erwartet“
    Chiara Plate, beim Sprung, am vergangenen Wochenende in Bisingen mit ihrer Teamkollegin Lara Schlinge Foto: privat

Deutsche Jugendmeisterschaften und etliche Turniere in dieser Saison liegen hinter dir. Wie fällt dein Fazit aus?
Sowohl mit der Gruppe als auch im Einzel habe ich viel mehr erreicht, als vor der Saison erwartet. Das lag vor allem daran, dass sich unser neues Pferd Adrenalin viel schneller entwickelt hat, als gedacht. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass es in dieser Saison nur für ein paar Turniere hier in der Umgebung reicht. Letztendlich haben wir aber als Mannschaft über den dritten Platz bei der Westfälischen Meisterschaft die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der Senioren in Verden erreicht, und auch im Einzel war ich mit Adrenalin bei der Deutschen Jugendmeisterschaft in Aachen, wo wir den 16. Platz belegt haben.

Mit der Mannschaft in Metelen trittst du in der höchsten Leistungsklasse S** an. Wie bist du so weit nach oben gekommen?
Beim Stadtlohner Reitverein habe ich schon mit vier Jahren angefangen. Irgendwann habe ich dann über Facebook mitbekommen, dass die Mannschaft aus Metelen bei Deutschen Meisterschaften antritt. Dann bin ich mit meinem Papa zum Zugucken zur DM und auch zum CHIO nach Aachen gefahren. Von da an habe ich mir gewünscht, auch mal auf diesem Niveau dabei zu sein. 2013 durfte ich dann ein paar Probetrainings in Metelen machen. Zuerst habe ich bei der ersten Mannschaft nur mittrainiert und bei Turnieren zugeschaut, 2014 durfte ich dann zum ersten Mal bei einem internationalen Turnier mitmachen. Da sind wir Zweiter geworden und seitdem bin ich fester Teil der Mannschaft. In Metelen habe ich dann auch als Einzelvoltigiererin angefangen und bin dieses Jahr in die S-Klasse aufgestiegen.

Beschreibe doch mal den Aufwand, der dahinter steckt.
Der Sport erfordert schon sehr viel Zeit, Geld und Training. Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das gar nicht möglich, da die Preisgelder im Vergleich zum Reiten doch sehr gering sind. Allein die ganzen Fahrten zu Turnieren bis Frankreich oder Belgien, wo man sich auch selbst um eine Unterkunft kümmern muss, sind schon sehr aufwendig. Im Alltag fahre ich viermal die Woche nach Metelen, wo ich zweimal mit der Mannschaft und zweimal allein trainiere. Samstags geht es in die Halle zum Kraft- und Ausdauertraining. Außerdem hat jeder noch einen individuellen Trainingsplan für zu Hause.

Was macht das Voltigieren für dich aus?
Es hat einen großen Stellenwert in meinem Leben. Um auf diesem Niveau dabei zu sein, muss ich zwar auch auf vieles verzichten und viel investieren, aber das ist es auf jeden Fall wert. Mir gefällt besonders, dass es nicht so verbissen zugeht und alle Voltigierer ein freundschaftliches Verhältnis haben. Ich habe zwischendurch auch mal Fußball und Handball gespielt. Beides hat auch mega viel Spaß gemacht, wurde aber irgendwann zu viel.

Als Einzelvoltigiererin warst du schon zweimal im Team und dreimal im Einzel bei Deutschen Meisterschaften. Welche Ziele verfolgst du für die Zukunft?
Es wäre cool, wieder zur DM fahren zu dürfen. Bei uns in der Mannschaft ändert sich die Aufstellung zur neuen Saison, da müssen wir abwarten, wie es wird. Grundsätzlich wollen wir aber schon an die Erfolge dieser Saison anknüpfen und vielleicht noch ein paar bessere Platzierungen erlangen. Wichtig ist für mich, dass Spaß und Motivation erhalten bleiben.

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