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Fußball: Landesliga: WSC denkt nicht an Niederlage / Achtsamer SVH

WERNESenden ist Zweiter in der Tabelle und musste am vergangenen Wochenende beim 1:3 in Heiden erstmals in dieser Saison die Erfahrung machen, ein Spiel zu verlieren. In dem Punkt ist Werne weiter: Fünf von sechs Spielen hat der WSC in der laufenden Spielzeit verloren. Letzter Platz. Mit dem SV Herbern und dem SV Dorsten-Hardt treffen am Sonntag Tabellennachbarn in der Fußball-Landesliga aufeinander.

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  • WSC denkt nicht an Niederlage / Achtsamer SVH
    Dennis Seifert (M.) und der Werner SC können in Senden eigentlich nur überraschen. Foto: Marcel Witte

Fußball, Landesliga
VfL Senden - Werner SC
Sonntag (24. September), 15 Uhr, Kunstrasen, Bulderner Straße 15, 48308 Senden

Warum Werne das eigene Potenzial derzeit an Spieltagen nicht auf den Rasen bringt, ist das Rätsel an dem Lars Müller seit dem 3:0-Sieg in Ahaus vom zweiten Spieltag knobelt. „Wir haben unter der Woche wieder gut trainiert. Ich gehe davon aus, dass wir Sonntag ein ordentliches Spiel machen“, sagte Müller gestern. Und wenn sein Team wieder leer ausgehen sollte? „Ich denke nur an Senden. Ich rechne auch nicht mit einer Niederlage, sondern mit Punkten“, sagte Müller.

Aufgrund der eigenen Situation sei man naturgemäß der Außenseiter in Senden. Das Rezept für ein Unentschieden oder gar Sieg sei das gleiche wie in den Spielen zuvor auch: Kampf- und Laufbereitschaft. „Davon haben wir im letzten Spiel zu wenig gezeigt. Man kann verlieren, aber man muss alles gegeben haben“, sagte Müller mit Verweis auf die 0:2-Niederlage gegen die SG Borken am vergangenen Sonntag.

Und auch wenn Werne nur Außenseiter ist: „Es ist jetzt nicht so, dass wir nichts zu verlieren hätten. Dafür müssen wir uns nur die Tabelle anschauen.“ Nach sechs Spielen ist es schon so, dass Werne selbst bei einem Sieg am Sonntag noch immer auf einem Abstiegsplatz stehen würde. Coesfeld hat drei Punkte wie Werne. Burgsteinfurt steht bei vier Zählern. Die drei Teams kämpfen am Wochenende um den Anschluss ans untere Mittelfeld. Dort stehen Altenberge, Gemen und Borken mit je sieben Punkten. Läuft es dumm, kann die Tabellensituation für den Werner SC schon früh in der Saison ziemlich trist aussehen.

Die Lage des WSC ist dem kommenden Gegner bewusst. „Dass Werne unter Druck steht, macht es schwerer. Unterschätzen darf man in dieser Liga niemanden, weil jeder jeden schlagen kann. Und ich erinnere mich noch an die Duelle mit Werne in der Bezirksliga. Das war nie angenehm“, sagte VfL-Trainer Rainer Leifken gestern. Sein Team konnte sich nach der Niederlage in Heiden unter der Woche Selbstvertrauen holen. Zum Abschluss der zweiten Runde im Kreispokal fertigte Senden Bezirksligist TuS Freckenhorst 7:0 ab.

Einer der Torschützen war Mittelfeldmann Philipp Wilbers, der sich im Spiel noch verletzte und Sonntag definitiv fehlen wird. „Steffen Nagel ist zudem noch im Urlaub. Das sind aber meine einzigen beiden Ausfälle“, sagte Leifken. Auf Werner Seite ist Jannick Prinz noch gesperrt. Innenverteidiger Dominik Giffey ist mit einem Haarriss im Zeh weiterhin nicht einsatzfähig. Verletzt ist auch Cem Bozkurt. Marvin Bruland fehlt aus privaten Gründen. Jussef Saado hingegen wird wohl zur Verfügung stehen.

SV Herbern - SV Dorsten-Hardt
Sonntag, 15 Uhr, Naturrasen an der Werner Str. 10a, 59287 Ascheberg

Mit dem SV Dorsten-Hardt reist der Tabellensechste am Sonntag in Herbern an. Der Gastgeber hat zwei Punkte mehr als die Hardter auf dem Konto, steht mit zwölf Zählern auf Rang fünf. Beide Vereine konnten zuletzt zwei Siege in Folge einfahren. Dabei setzte sich Herbern aber minimalistisch mit je 1:0 gegen die vermeintlichen Spitzenteams Münster 08 und Eintracht Ahaus durch, während die Gäste spektakulär durch ein 5:3 mit späten Toren in Altenberge und ein 2:1 zuletzt gegen Burgsteinfurt sechs Punkte einfuhren.

Mit bereits 15 Gegentoren zeigt sich Dorsten-Hardt nicht immer sattelfest in der Abwehr, gleicht das durch die Offensive bislang aber aus. Mit 15:15-Toren hat Dorsten-Hardt eine ausgeglichene Torbilanz – genau wie Herbern mit 9:9-Toren. Herbern stand gegen zwei starke Gegner zuletzt sicher in der Defensive. Für Hardts Offensivkräfte um Alexander Brefort, der bislang ein Drittel der SV-Tore geschossen hat, wartet in Herbern eine echte Herausforderung.

SVH-Trainer Holger Möllers hat aber auch großen Respekt vor Dorsten-Hardt. „Verglichen mit den letzten beiden Spielen denke ich, dass das die schwierigste Aufgabe wird“, sagte Möllers gestern. Nur weil man zuletzt Münster und Ahaus besiegt habe, dürfe sich nämlich nun auf keinen Fall eine „Die müssen wir schlagen!“-Attitüde einstellen. „Wenn das passiert, machen wir eine Rolle rückwärts“, warnt Möllers. Aber davon geht der Trainer auch nicht aus: „Am Donnerstag war im Training wieder richtig Feuer drin. Das ist als Trainer einfach schön anzusehen. Das müssen wir Sonntag nur auf den Platz bringen“, sagte Möllers.

Dass die Gäste zu Saisonbeginn etwas Anlaufzeit benötigten, macht Trainer Marc Wischerhoff an der mangelnden Trainingsbeteiligung fest. Die sei aber in den vergangenen Wochen stetig besser geworden. Im Laufe dieser Woche konnte sich Wischerhoff sogar über ein Trainingsspiel mit Elf gegen Elf freuen: „Dementsprechend ist die Intensität, das merkt man nun in den Spielen auch in den Endphasen.“

Aus 22 Spielern muss der Hardter Trainer aber für Herbern nicht wählen. Es fehlen dann doch ein paar Mann. Darunter fehlen mit Jürgen Adolf (Zerrung), Ahmed Bakare (gesperrt), Dominik Königshausen und Athanasios Mitrentsis (beide verhindert) sogar vier Spieler, die normalerweise zur Startelf gehören. Die Sorgenfalten des Trainers, der am Sonntag wegen eines Einsatzes bei der Bundestagswahl die Verantwortung an seinen Co-Trainer Thomas Heimath übergibt, brauchen aber mittlerweile in solchen Fällen nicht mehr so tief zu sein.

Auf Herberner Seite fehlen der erkrankte Tim Bröer und Daniel Krüger, der privat verhindert ist. Dafür ist Dennis Hölscher aus dem Urlaub zurück und im Sturm ist Simon Mors wieder eine Alternative. An minimalistische Siege könnte sich Holger Möllers übrigens gewöhnen: „Mir ist ein 1:0 lieber als ein 4:3. Dann war der Torwart gut, die Abwehr hat gepasst und vor allem halten die Spieler bis Abpfiff die Spannung. Wenn es wieder ein 1:0 wird, dann kann ich damit sehr gut leben.“

Es hatte sich bereits bei der Veröffentlichung des Spielplans angedeutet, nun haben die Landesliga-Fußballer des Werner SC und SV Herbern Gewissheit. Das Derby zwischen den beiden Teams, das am elften Spieltag für Sonntag, 22. Oktober, auf dem Rasenplatz an der Werner Straße in Herbern angesetzt war, wurde auf Freitag, 20. Oktober, 19.30 Uhr, vorgezogen. Der Grund ist einfach: An diesem Wochenende findet in Werne die Sim-Jü-Kirmes statt. Auch das Duell der beiden Kreisliga-A-Zweitvertretungen ist davon betroffen. Die Begegnung wurde auf Donnerstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, vorgezogen. Dann empfängt der SV Herbern II den Werner SC II auf dem Kunstrasenplatz am Siepenweg.

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