Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Zahl der Terrorverfahren gestiegen: Bilanz der NRW-Justiz: Weniger junge Straftäter

DÜSSELDORFDie Gerichte in Nordrhein-Westfalen hatten in den vergangenen Jahren mit weniger Gewaltdelikten zu tun. Auch der Anteil an jungen Straftätern hat sich deutlich verringert. Doch die Bilanz gibt auch preis, dass es seit 2004 zu deutlich mehr Terrorverfahren gekommen ist. Das ergab die Auswertung der Strafverfolgungsstatistiken.

Mit weniger Gewaltkriminalität und jugendlichen Straftätern, aber auch mehr Hasskriminalität und Terrorverfahren haben die Gerichte in Nordrhein-Westfalen zu tun. NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) legte am Montag in Düsseldorf eine Auswertung der Strafverfolgungsstatistiken seit 2004 vor. Sein Fazit: Das weit verbreitete „Bauchgefühl“, früher sei alles besser gewesen, stimme nicht. „In vielen Fällen ist das Gegenteil der Fall: Heute ist Einiges besser als früher.“

Der Rückgang der Gewalttaten ist deutlich:

So habe sich die Anzahl der Gewaltdelikte, die bei der NRW-Justiz landen - darunter Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung, schwere und gefährliche Körperverletzung - von 2004 bis 2015 auf 5662 Fälle fast halbiert. Der Rückgang gehe quer durch alle Altersgruppen.

Halbiert hat sich seitdem auch die Zahl der verurteilten Jugendlichen auf rund 15 000 Personen. Kutschaty wertete das als Effekt des rot-grünen Präventionsprogramms „Kein Kind zurücklassen“.

Hoher Ausländeranteil bei Verurteilungen

Stark gestiegen ist dagegen im Langzeitvergleich der Ausländer-Anteil an allen Verurteilungen, und zwar von 22 auf 30,7 Prozent - im Falle von Wohnungseinbrüchen sogar sprunghaft von rund 30 auf rund 55 Prozent. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts liegt der Ausländeranteil an den rund 17,8 Millionen Bürgern in NRW bei 2,3 Millionen oder rund 13 Prozent. 

Zur Startseite >

Themen

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Das Morgen-Update: Insekten-Sterben, Rückruf von Ford, Streit um Autofahrer-Bewertung

Insekten-Sterben, Rückruf von Ford, Streit um Autofahrer-Bewertung

NRWDas Insekten-Sterben ist nun wissenschaftlich belegt - und die Lage ist dramatisch. Im Konflikt zwischen Katalonien und Spanien läuft das Ultimatum ab, Ford ruft 1,3 Millionen Wagen zurück, ein Gericht in Münster verhandelt über eine Onlineplatform, auf der Autofahrer anhand von Kennzeichen öffentlich bewertet werden können: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG