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Comeback der BVB-Nationalspielerin: Mansson: "Niemand ist zufrieden mit der Leistung"

DORTMUNDFür Nadja Mansson läuft es derzeit eigentlich ganz gut. Im Sommer kehrte sie nach einem Jahr Pause in den Kader des Handball-Bundesligisten Borussia Dortmund zurück. Zudem nominierte Bundestrainer Michael Biegler die 29 Jahre alte Rückraum-Spielerin für die EM-Qualifikation. Wäre da nur nicht diese deutliche 21:30-Klatsche.

Mansson: "Niemand ist zufrieden mit der Leistung"
Nadja Mansson (r.) ist seit diesem Sommer wieder eine feste Größe beim BVB. Foto: Stummbillig

Nach der Niederlage beim Buxtehuder SV am Samstag sprach sie über die Situation beim BVB und beim DHB.


Waren Sie froh, nach dem doch ziemlich klaren Dämpfer zur Nationalmannschaft fahren zu können, um auf andere Gedanken zu kommen?
Gerade so ein missratenes Spiel wie gegen Buxtehude muss man als Mannschaft aufarbeiten. Im Training oder in der Videoanalyse. Und da waren wir Nationalspielerinnen nicht vor Ort, was sicherlich nicht ganz optimal ist. Aber natürlich versucht man bei der Nationalmannschaft dann auch, die positive Energie der anderen mitzunehmen und das Buxtehude-Spiel aus dem Kopf zu bekommen.

Wie ist denn die Stimmung beim BVB nach dem durchwachsenen Start mit einem Sieg und einer Niederlage?
Wir haben schon auf der Rückfahrt aus Buxtehude im Bus über unsere Situation gesprochen. Natürlich sind wir nicht zufrieden mit der Leistung, und wir sind uns auch alle einig, dass so etwas nicht passieren darf. Dass man dort verlieren kann, ist okay. Aber nicht in diesem Ausmaß und mit dieser Mannschaftsleistung. Damit kann niemand zufrieden sein, und damit ist auch niemand zufrieden.


Mit der Nationalmannschaft gab es Mittwoch in der EM-Qualifikation ein 26:26 gegen Litauen - auch kein Stimmungsaufheller, oder?
Das ist wahr … Wir haben den Anspruch, gegen Litauen zu gewinnen und nicht mit einem glücklichen Unentschieden aus dem Spiel zu gehen. Auch hier müssen wir die Leistung schnell aufarbeiten und es beim nächsten Mal besser machen.


Am Sonntag steht bereits das nächste Qualifikationsspiel in der Türkei an. Fährt man angesichts der angespannten politischen Situation in dem Lande mit einem mulmigen Gefühl dorthin?
Wir vertrauen da voll und ganz dem DHB, dass wir dort mit einem sicheren und guten Gefühl antreten können. Wobei ich auch sagen muss, dass der Fokus bis Mittwoch rein auf das Litauen-Spiel gelegt worden ist - daher wurde auch noch kein Wort über die Reise in die Türkei verloren.

Und wie sehen Sie das Spiel aus sportlicher Sicht?
Gerade vor dem Hintergrund des Litauen-Spiels erwarte ich, dass wir eine Reaktion zeigen werden. Daher gehe ich davon aus, dass wir gewinnen werden.


Im Dezember steht die WM in Deutschland auf dem Programm - mit Nadja Mansson?
Das kann man jetzt noch nicht sagen und wird man wohl auch in einem Monat nicht sagen können. Es wird sicherlich noch etwas dauern, bis das endgültige Aufgebot steht. Und bis dahin muss man sich gedulden.


Haben Sie nach Ihrer Babypause überhaupt damit gerechnet, so schnell wieder dabei zu sein?
Ich stand immer in gutem Austausch mit dem Bundestrainer, der mir immer das Gefühl vermittelt hat, mir auf meinem Weg zurück helfen zu wollen. Daher wusste ich auch, wie dieser Weg aussieht und wohin die Reise führen kann. Bereits im Mai war ich bei einem Lehrgang vor Ort, um mal wieder reinzuschnuppern. Dann war ich beim Athletik-Lehrgang in Sölden - und jetzt eben in Oldenburg. Aber das alles ist schon harte Arbeit, gerade im athletischen Bereich, aber auch in Dingen wie Timing oder Kondition. Also eigentlich in allen Bereichen von A bis Z.

Wann sieht man Sie wieder bei 100 Prozent?
Mit fällt sicherlich noch ein bisschen an Dynamik und an handballspezifischer Spritzigkeit. Und an Beweglichkeit. Aber ich merke auch, dass es von Woche zu Woche besser wird. Von daher bin ich guter Dinge, dass das alles in den nächsten Wochen, spätestens aber zur WM wieder da ist.

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