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Immer bei 100 Prozent: Stockschläder feiert Pflichtspiel-Debüt beim BVB

DORTMUNDNach der Verletzung von Virag Vaszari beim ersten Spiel der Saison gegen den TV Nellingen übernahm Johanna Stockschläder die Position der Ungarin. Ihrem gelungenen Pflichtspiel-Debüt beim BVB will die 22-jährige Linksaußen nun weitere Einsätze folgen lassen.

Stockschläder feiert Pflichtspiel-Debüt beim BVB
Johanna Stockschläder (M.) will sich beim BVB auf lange Sicht in die erste Sieben spielen. Foto: Ludewig

Ildiko Barna zeigte sich auch mit zwei Tagen Abstand noch beeindruckt von der Leistung der 22-Jährigen, die erst vor der Saison aus Bad Wildungen in die Ruhrgebietsstadt gewechselt ist. „Johanna war von der einen auf die andere Sekunde da und voll integriert in unser Spiel“, sagte die BVB-Trainerin gestern. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff fügte sich die schnelle und technisch versierte Linksaußen ohne große Anlaufschwierigkeiten ein und steuerte am Ende drei Treffer zum Auftakterfolg der neuen Bundesliga-Saison am Samstagabend bei.

„Ich denke, der Sieg war wichtig für uns. Da geht es weniger um mich als Einzelperson als um den Erfolg der Mannschaft“, sagt Stockschläder selbst. Wie sie selbst ihre Leistung einschätzt? „Grundsätzlich bin ich ganz zufrieden“, antwortet die 22-Jährige, die das kurzfristige Einspringen für Stammkraft Vaszari allerdings auch nicht überbewerten will. „Wichtig ist, dass man – selbst wenn man auf der Bank sitzt – immer mit 100 Prozent bei der Sache ist. Und das bin ich.“

Ausfalldauer unklar

Dass Stockschläder auch in den kommenden Wochen mehr Spielzeit erhalten wird, ist wahrscheinlich. Am Dienstag teilte der BVB die Diagnose bei Vaszari mit. Die Ungarin hat sich einen Bänderriss zugezogen und fällt mehrere Wochen aus. Stockschläder will sie sich nun nachhaltig über Leistung für weitere Aufgaben empfehlen und keine Ansprüche stellen. „Gerade wir Neuen müssen uns doch erst einmal beweisen und etablieren“, sagt sie.

Von irgendwelchen Forderungen ließe sich Ildiko Barna ohnehin nicht beeindrucken. Die Trainerin handhabt es in der Regel so, dass Spielerinnen, die schon länger dabei sind und mehr Erfahrung mitbringen, erst einmal einen kleinen Vorsprung haben. Auf Linkaußen wäre das eben die 31 Jahre alte Vaszari, immerhin schon seit 2014 beim BVB. Doch Barna sagt auch, wer seine Leistung zeigt, „erhält seine Chance“.

Weiterentwickeln und verbessern

Daran glaubt auch Johanna Stockschläder. Und sie glaubt daran, diese Chance nutzen und beim BVB künftig eine wichtige Rolle einnehmen zu können. Ihr Lebensmotto lautet: „Wenn du aufhörst, besser werden zu wollen, bist du bald nicht einmal mehr gut.“ Sie wolle sich weiterentwickeln und verbessern, sagt die 22-Jährige. „Diesen Ehrgeiz habe ich schon immer gehabt und werde ich immer verfolgen.“ Und aus diesem Grund habe sie sich nach vier Jahren in Bad Wildungen auch dem BVB angeschlossen. Für zwei Jahre hat sie bei den Schwarzgelben unterschrieben. Natürlich sei die erste Sieben ein Ziel. Nicht sofort, „aber Schritt für Schritt will ich dahinkommen“.

Über ihre Zeit bei den Vipers, wo sie in ihrer letzten Saison nicht mehr regelmäßig zum Zuge kam, will sie dagegen heute nicht mehr sprechen. Am Ende habe es eben einfach nicht mehr gepasst, sagt sie. Aber zurückschauen und nach negativen Dingen suchen passt eh nicht so zu der 22-Jährigen, die mit ihrer offenen, lebensfrohen und auch hilfsbereiten Art gut ankommt bei ihren neuen Teamkolleginnen.

Guter Draht zu Espinola Perez

Gerade in der Vorbereitung war sie eine wichtige Kontaktperson für die ebenfalls neu zum Verein gestoßene Spanierin Irene Espinola Perez. „Wir sind beide neu, da ist es klar, dass man erst einmal den Kontakt in diese Richtung sucht“, sagt Stockschläder, die dank der Herkunft ihrer Mutter (Paraguay) auch ein paar Brocken Spanisch spricht. Viel sei es nicht, sagt sie, „aber wir verständigen uns notfalls mit Händen und Füßen oder ein bisschen Englisch“. „Das war sehr wichtig für den Integrationsprozess von Irene“, sagt auch Ildiko Barna, die neben Stockschläders menschlichen Qualitäten natürlich auch die sportlichen zu schätzen weiß. Was noch fehlt, sei die Erfahrung. Die soll nun mit weiteren Einsätzen wie gegen Nellingen kommen.

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