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1:0 gegen Ingolstadt: BVB quält sich zum Sieg gegen die "Schanzer"

DORTMUNDManchmal ist Fußball auch unansehnlich und nur harte Arbeit. Borussia Dortmund hat sich im Freitagsspiel mit einem zähen 1:0 (1:0) über einen erstaunlich starken FC Ingolstadt in die Länderspielpause gerettet und blieb dabei im Signal Iduna Park spielerisch vieles alles schuldig. Die rühmliche Ausnahme bildete der Siegtreffer, den Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang erzielte.


In Oberbayern hatte man am Dienstag offenbar genau hingeschaut. Nach Lotter Vorbild beackerte der FC Ingolstadt von Beginn an mit einem riesigen läuferischen Aufwand die Dortmunder Spielhälfte, das führte dazu, dass der heimische BVB in den ersten 45 Minuten überhaupt keine Ruhe und Sicherheit in sein Aufbauspiel bekam - und zu einer Statistik, die Gäste-Mannschaften im Signal Iduna Park nicht oft vorweisen können: Die "Schanzer", die sich dabei keineswegs nur auf Pressing und Balleroberung beschränkten, schossen bis zum Pausenpfiff neun Mal aufs Dortmunder Tor. Die Borussia nur sieben Mal auf das gegnerische.

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Bundesliga, 25. Spieltag: BVB - FC Ingolstadt 04 1:0 (1:0)

Trotzdem stand es 1:0 - und der Angriff, der zu diesem Tor führte, war einer der wenigen sehenswerten der Schwarzgelben bis zur Halbzeit. Als Ingolstadt, das streckenweise mit vier Spielern weit in der BVB-Hälfte den Dortmunder Aufbau störte, im Vorwärtsgang den Ball verlor, spielte Dortmund über Shinji Kagawa und Marcel Schmelzer den perfekten Konter. Blitzschnell ging es über die linke Seite, und den scharfen Pass des Dortmunder Kapitäns veredelte Pierre-Emerick Aubameyang zum 1:0 (14.).

Aubameyang erzielt 23. Saisontreffer

Es war der 23. Saisontreffer von "Auba", dessen Adduktorenprobleme rechtzeitig abgeklungen waren. Der Gabuner traf damit übrigens genauso oft wie die gesamte Mannschaft des FC Ingolstadt bislang.

Die Führung des BVB beeindruckte den FCI aber nicht im Geringsten. Roman Bürki im BVB-Tor kratzte einen Kopfball von Mathew Leckie mit dem linken Fuß von der Torlinie (19.), später klärte der Schweizer nach einer Flanke von Markus Suttner erneut vor Leckie und wehrte auch noch den Schuss von Sonny Kittel ab (39.).

Glückliche Führung zur Halbzeit

Die Halbzeit-Führung des BVB war daher eher glücklich. Es hakte im Spiel der Borussia: Präzision, Besetzung der Räume, Kombinationssicherheit - in vielen Bereichen ließ die Mannschaft reichlich Luft nach oben. Für den BVB untypische 69 Prozent Passquote bestätigten den Eindruck einer sehr zerfahrenen ersten Hälfte.

 
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Und das Gefühl der fehlenden letzten Spannung und Konzentration setzte sich nahtlos fort. Matthias Ginter traf beim Klärungsversuch den Oberkörper von Sokratis, der in Richtung BVB-Tor zurückprallende Ball eröffnete Leckie die freie Bahn in Richtung Bürki. Sein Schuss ging in die Wolken (47.).

Klarer Elfmeter

Riesiges Glück dann für den BVB, dass Schiedsrichter Daniel Siebert den Gästen einen klaren Elfmeter verweigerte. Lezcano wurde nach einer dilletantischen Abwehraktion von Lukasz Piszczek von Bürki rüde von den Beinen geholt. Erst nach dem Foul griff sich der Schweizer den Ball, die Pfeife von Siebert aber blieb stumm (50.).

Die Hereinnahme von Julian Weigl für den schwachen Guerreiro sollte mehr Ballkontrolle im Zentrum vor der Abwehr sorgen. Das gelang in Ansätzen, Durchschlagskraft nach vorne aber entwickelte Schwarzgelb nicht mehr. Es dauerte 25 (!) Minuten, bis eine Flanke von Aubameyang mal wieder für Gefahr vor dem Tor sorgte.

Hohes Tempo

Auf der anderen Seite mussten die Gäste zwar ihrem hohen Tempo der ersten Hälfte etwas Tribut zollen. Die Hoffnung auf den Ausgleichstreffer aber lebte, und Marvin Matip hätte sie mit Leben füllen können: Als der BVB im Zentrum wieder einmal arg schlampig verteidigte, kam Matip zentral vor dem Tor zum Abschluss - der Linksschuss aber ging weit neben das Tor (87.).

Der eingewechselte Schürrle verpasste auf der anderen Seite noch eine Hereingabe von Aubameyang, Bürki fischte den Verzweiflungsball von Groß aus der Luft - und Leckie zielte aus elf Metern erneut in die zweite Etage (90.+3).

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Kommentare
  • Dachte "schlimmer geht nimmer" nach S04-Dusel
    von JBeeck am 18.03.2017 06:16 Uhr

    .....aber ich war zum ersten Mal froh,dass ich KEINE Karte für Block 44 hatte !
    Sowas von unkonzentriert.....Bremser Castro "allein zuhause",Fehlpässe enmass und nur gelegentliche Überlegenheit! In der Industrie würden solche Angestellten -im Sinne von Preis/Leistung ne Abmahnung kriegen!

  • Ungefährdet
    von Dembouz1909 am 17.03.2017 23:59 Uhr

    Im Stadion hatte mit Ausnahme bei der einen Torchance des FCI in Halbzeit 1 nie das Gefühl, dass Ingolstadt ein Tor schießen könnte.

    Mit der Leistung kann ich nach den vielen englischen Wochen sehr gut leben.

  • Wieder mal ganz schwach
    von Speedbabe am 17.03.2017 23:08 Uhr

    Warum schafft es diese Mannschaft nicht gegen einen Abstiegskandidaten einen ungefährdeten Heimsieg einzufahren?
    Verstehe ich nicht...
    Naja, positives habe ich auch gesehen:
    Ginter hat heute kein Tor verschuldet.
    Bitte den Ginter verkaufen. Ich kriege bei seinen Aktionen jedes mal Blutdruck von 190.

  • Abhaken...
    von Maspoli am 17.03.2017 23:07 Uhr

    0

  • Peinlich!
    von BVBForever85 am 17.03.2017 22:42 Uhr

    Diese Leistung war so dermaßen kläglich, dass ich mich über den Sieg in keinster Weise freuen kann. Wenn Ingolstadt heute nicht so unfassbar unfähig vor dem Tor gewesen wäre, hätten die uns mit 5:1 aus dem eigenen Stadion geschossen. Aber Hauptsache der Rotations-Pseudo-Guardiola rotiert eine einigermaßen funktionierende Defensive (siehe die Spiele gegen Wolfsburg, Freiburg und Leverkusen) wieder derart durcheinander, dass gar nichts mehr geht. Slapstick-Ginter und Rückpass-Durm können wirklich nicht unser Ernst sein ...

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