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BVB-Neuzugang: Andre Schürrle wartet auf die Initialzündung

BERLIN83 Minuten lang stand Andre Schürrle in Berlin auf dem Rasen, seine Bilanz fiel durchwachsen aus. Der teuerste Sommer-Transfer von Borussia Dortmund tut sich auch in der Rückrunde schwer, sich nachhaltig für die BVB-Stammformation zu empfehlen. Dabei sei er "in guter Form", wie Schürrle nach dem Spiel feststellte.

Andre Schürrle wartet auf die Initialzündung
Andre Schürrle vergab in Berlin die Riesenchance zur frühen Führung, danach gelang es ihm nur selten, über seine Seite für Akzente zu sorgen. Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner

Wer weiß, wie die Partie im Olympiastadion für Schürrle und auch den BVB gelaufen wäre, hätte er nach nicht einmal 120 Sekunden jubelnd in Richtung Dortmunder Fankurve abdrehen dürfen. Shinji Kagawa hatte herrlich in die Gasse gepasst, Schürrle kam in glänzender Position freistehend zum Torabschluss. Er visierte die lange Ecke an, doch irgendwie rutschte ihm der Ball über die Seite und stieg in den Berliner Himmel.

"Sehr ärgerlich"

Was zunächst wie der missglückte Versuch eines Kunstschusses aussah, war nichts anderes als eine technische Unzulänglichkeit, wie Schürrle nach der Partie zugab. „Sehr ärgerlich“ sei das gewesen, meinte Schürrle, „es war eine sehr gute Chance für uns, und wenn der reingeht, wird vieles für uns einfacher.“

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BVB-Training in Brackel am 12. März

Da gab es keinen Widerspruch. Als Schürrle aber über seine momentane Situation sprach, konnte ihm nicht jeder Journalist folgen. Er zeige ein gutes Niveau im Training, „auch wenn ich reingekommen bin“. Das habe ihm auch Trainer Thomas Tuchel versichert, „ich bin in guter Form und muss einfach so weiterarbeiten.“

Stärke kommt kaum zur Geltung

Durch die statistischen Werte ließ sich das nicht unbedingt untermauern. 47 Ballkontakte sind noch einigermaßen okay für einen Offensivspieler, der die Außenbahn beackert. Die Zweikampfquote von nur 38 Prozent aber offenbart schon, wo derzeit auch die Probleme im Spiel des Andre Schürrle liegen: Seine Stärke, das Eins-gegen-Eins, kommt momentan kaum zur Geltung, er riskiert kaum einmal ein Dribbling, vielleicht fehlt dem 26-Jährigen dafür einfach derzeit auch das Selbstvertrauen.

Nachdem er gut begann beim BVB, ging die Kurve kontinuierlich nach unten. Eine langwierige Innenbanddehnung hatte daran ihren Anteil, umso mehr hoffte Schürrle nach vollständiger Genesung auf die Rückrunde. Unumschränkter Stammspieler ist er aber weiter nicht. „Die Jungs, die da vorne gespielt haben“, gab er am Samstag zu, „haben das top gemacht in den vergangenen Wochen.“

Schritt für Schritt 

Er sei jemand, meinte Schürrle noch, „der das Große und Ganze sieht.“ Soll heißen, Schürrle ordnet sich ein, er ordnet sich auch unter, auch wenn ihm das schwerfällt. Er kenne seine Rolle, meinte Schürrle, er weiß offenbar, dass er sich unermüdlich anbieten muss, dass er sich Schritt für Schritt ins Team zurückspielen muss. Vom kleinen Bonus, den er als Spieler, der von Tuchel entdeckt und gefördert wurde, einmal hatte, ist allerdings nichts mehr übrig.

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Kommentare
  • Kuba wesentlich besser
    von Ikso am 13.03.2017 11:42 Uhr

    Kuba ist um Klassen besser als dieser Schürrle, wenn der nicht deutscher Nationalspieler wäre, würde der irgendwo sonnst spielen aber sicher nicht in einem Spitzenklub.

  • Jau! Auf der Playstation vielleicht .
    von KleyerBorusse am 13.03.2017 21:14 Uhr

    Welchen Kuba meinst du? Den von 201o bis 2013? Da stimme ich zu. Der aktuelle Kuba, wohl weniger. Haste mal die letzten Spiele von Golfsburg angesehen? Nicht wirklich, oder? Ich kann das hier oft vorgetragene Gejammer nach Kuba, Neven und Co nicht mehr lesen, echt nicht. Weg ist weg! Klar sind das feine Typen, auch neben dem Platz. Sie haben für den BVB viel geleistet. Vergisst auch keiner. Aber wollen wir Manni Burgsmüller zurück? Mal die letzten Spiele vom BVB-Verwerter EFZEH gesehen(Neven, Jojic und Bittencourt) was macht Neven besser als aktuell Bartra? Richtig: Nix!! Und auch Hofmann spielt bei BMG nicht überragender als zu BVB Zeiten oder besser als Dembele oder Pulisic. Klar bleibt Schü weit hinter den Erwartungen zurück, aber wenn du keine Zeitmaschine hast, dann lass den lieben Kuba mal in Golfsburg.

  • Rekordflop
    von Ikso am 13.03.2017 11:39 Uhr

    Schürrle ist ein absoluter Rekordflop, den kann man noch so viel Zeit geben viel besser als ein paar Sonntagsschüsse die reingehen wird das nicht. Ihn kann man auch nicht mit Miki, Lewa oder Götze vergleichen, bei diesen Spielern sieht man auch in schlechter Form ansatzweise ihre Klasse, bei Schürrle hingegen sieht man nur einen Holzfuss der sinnlos rauf und runter rennt. Bevor man auf die Idee kommt einen Kagawa zu verkaufen bitte Schürrle auch für 10 Mio abgeben, ausser ein paar Chinesen sehe ich sowieso niemanden der ernsthaft eine Ablöse über 10 Mio für den Zahlen würde.
    War schon vor der Saison eine Enttäuschung diesen Spieler zu holen, jetzt ist nur noch ein Debakel. Tuchel sollte aufhören sich Spieler zu wünschen, anscheinend hat er keine Ahnung welche Spieler für sein System gegeigten sind.
    Wenn Tuchel im Sommer gehen sollte, dann bitte auch seine Lieblinge Park, Schürrle und Rode mitnehmen!

  • Er hat sich stets bemüht !
    von Goldibvb am 13.03.2017 10:03 Uhr

    Wir geben Kuba ab und kaufen für 30 Millionen Schürrle, obwohl wir alle seine letzten Leistungen in Wolfsburg gesehen haben, wobei Kuba eine klasse Leistung bei der EM abgeliefert hat.
    Was läuft hier verkehrt???

  • Geduld
    von Dembouz1909 am 13.03.2017 09:17 Uhr

    Geduld ist eine Tugend, die niemand mehr zu haben scheint heutzutage.

    Ich schreibe Schü nicht nach so kurzer Zeit ab. Er spielt jetzt schon eine bessere Saison als Mkhitaryan in seinen ersten beiden Jahren. Und der war etwa genauso teuer.

    Bereits am Freitag brauchen wir Schü wieder, da uns mindestens Reus und Dembele nicht zur Verfügung stehen.

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