Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

BVB-U19-Spieler: Jan-Niklas Beste feiert gelungenes Pflichtspiel-Debüt

DORTMUNDNach dem Auslaufen am Sonntagmorgen führte ihn sein Gang wie selbstverständlich zu den alten Kollegen. Jan-Niklas Beste sah sich die Dortmunder U19 an, die auf einem der Rasenplätze am BVB-Trainingszentrum gegen den VfL Bochum in die Saison startete und 1:2 verlor. Beste war nur Zuschauer, weil er seit Kurzem dort ist, wo viele der Nachwuchsspieler hin wollen.

Jan-Niklas Beste feiert gelungenes Pflichtspiel-Debüt
Ungewohntes Gefühl: Jan-Niklas Baste am Sonntagmittag als Zuschauer bei der BVB-U19. Foto: Groeger

Am Samstag feierte er sein Pflichtspiel-Debüt als Profi, erst zwei Wochen vorher war er vom neuen Trainer Peter Bosz überhaupt in den Bundesliga-Kader berufen worden. Beste profitierte vom Verletzungsengpass auf der Linksverteidiger-Position, er durfte mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz reisen und überzeugte - es ging rasant nach oben, und am Samstag belohnte Bosz die couragierte Trainingsleistung des 18-Jährigen mit einer Startelf-Berufung für die Partie gegen den Sechstligisten FC Rielasingen-Arlen.

Kein übertrieben großes Risiko

Ein Verbandsligist, das muss man zugeben, da ging Bosz kein übertrieben großes Risiko. Es war aber das Zeichen, das zählte. Auch für Niklas Beste. "Ein Kindheitstraum", erzählte er nachher, "ist für mich in Erfüllung gegangen. Ich wollte mich im Training einfach zeigen, bin da ohne große Erwartungen reingegangen." Das zahlte sich aus für den in Hamm geborenen Blondschopf.

41 Bilder
BVB-Training in Brackel am 13. August

Nach dem großen Lob des Cheftrainers am Donnerstag in der Spieltags-Pressekonferenz war Bestes Nominierung für die Startformation keine so große Überraschung mehr. Bosz wollte sehen, wie sich der Jung-Profi im Wettkampfmodus bewährt, und sein Vertrauen wurde nicht enttäuscht. Er habe sich keine großen Gedanken gemacht, gab Beste später zu Protokoll, "einfach drauflos spielen" war sein Motto. Das gelang wie in den beiden Testspielen sehr ordentlich. Und seine Vorlage zum 1:0 durch Marc Bartra krönte das gelungene Debüt.

"Noch viel mitnehmen"

Natürlich gibt es in seinem Spiel noch einiges zu verbessern. Einige zu forsche Abspiele ins defensive Mittelfeldzentrum landeten in den Füßen des Gegners, Fehlpässe, die ein Bundesliga-Konkurrent vielleicht gnadenloser bestraft hätte als ein Verbandsligist aus Südbaden. Dass da Luft nach oben ist, weiß Beste selbst, "ich will in den kommenden Wochen und Monaten viel mitnehmen, ich möchte von den Erfahrenen im Kader viel lernen."
Unwahrscheinlich, dass Bosz ihn kommentarlos wieder zur U19 schicken wird, wenn sich die Personalsituation auf links bessert. Jan-Niklas Beste hat sich seine Chance erarbeitet, er wird sich wohl weiter zeigen dürfen.

Vielleicht sogar ja auch am Samstag, wenn es richtig ernst wird für den BVB. Marcel Schmelzers Rückkehr zum Saisonstart beim VfL Wolfsburg wird zwar sehnlichst erwartet, sollte der Kapitän aber noch nicht so weit sein, könnte Bestes Stunde schlagen. Als natürlicher Linksfuß scheint er besser aufgehoben auf dieser Position als Dan-Axel Zagadaou.

Besondere Atmosphäre

Das Spiel in Freiburg, meinte der 18-Jährige noch, bevor er als einer der Jüngsten "selbstverständlich" die Koffer mit den gebrauchten Trikots in den wartenden Bus schleppte, sei einer der bisherigen Höhepunkte seiner noch jungen Karriere gewesen.

 
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
 

Im Juni feierte er die Meisterschaft mit seinen Kumpels der U19, "doch ein Pflichtspiel im Pokal mit so einer Atmosphäre ist dann doch etwas ganz besonderes." Wie es sich wohl anfühlt, da unten auf dem Rasen zu stehen, wenn es um Bundesliga-Punkte geht, würde Jan-Niklas Beste gern bald in Erfahrung bringen. Nicht abwegig, dass es am Samstag in Wolfsburg schon so weit sein wird.

Schmelzer verdrängte Dede aus dem Nichts

Doch auch wenn Schmelzer fit werden sollte, will Beste dranbleiben. Der BVB-Kapitän ist als Vorbild dabei geradezu prädestiniert. Er verdrängte einst aus dem Nichts eine BVB-Ikone. Leonardo de Deus Santos, genannt Dede.

Zur Startseite >

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG