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BVB legt Fokus auf die Liga: Unruhe am Tag nach dem 3:0-Sieg gegen Lotte

DORTMUNDDer Tag nach dem 3:0-Sieg über die Sportfreunde Lotte im DFB-Pokal-Achtelfinale sollte eigentlich ein ruhiger werden beim BVB: Auslaufen am Vormittag, am Nachmittag frei - BVB-Trainer Thomas Tuchel und seine Mannschaft wollten durchpusten, bevor gegen den FC Ingolstadt (Freitag, 20.30 Uhr) die letzte Aufgabe vor der Länderspielpause ansteht. Doch es kam anders.

Unruhe am Tag nach dem 3:0-Sieg gegen Lotte
Andre Schürrle gerät auf dem Rasen in Osnabrück ins Straucheln. Die Hürde im Pokal nahm der BVB trotzdem mit Bravour. Foto: Kirchner/Marco Steinbrenner

Bereits am frühen Morgen war der Twitteraccount des BVB Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dort, wo sonst sportliche Meldungen verkündet werden, leuchtete auf einmal ein Hakenkreuz und türkische Hass-Botschaften auf. Tagsüber dann hielt sich der Klub mit Meldungen über die Vertragsverlängerungen von Gonzalo Castro (bis 2020) und Nachwuchsprofi Jacob Bruun Larsen (bis 2021) sowie einem Update zu Mario Götzes Erkrankung auf Trab, bevor am Abend die Geschäftsstelle evakuiert werden musste. In einem Briefumschlag war weißes Pulver entdeckt worden, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Viel Lärm um Nichts, wie sich später herausstellte, es handelte sich um Puderzucker.

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BVB-Training in Brackel am 15. März

Der Tag nach dem erneuten Einzug ins Cup-Halbfinale hielt somit weit mehr Trubel für die Schwarzgelben bereit als der Pokalabend in Osnabrück. Nach 20 wackeligen Anfangsminuten hatte Tuchels Elf sich gegen den Drittligisten mit einem seriösen und gewissenhaften Auftritt schadlos aus der Affäre gezogen und sich das Ticket für die Runde der letzten Vier gesichert - zur großen Zufriedenheit des BVB-Trainers.

Dickes Kompliment

„Meine Spieler mussten verstehen, dass es nicht nur auf die individuelle Qualität ankommt. Es ging um Einstellung, Charakter, Teamgeist“, erklärte Tuchel nach der erfolgreich gelösten Pflichtaufgabe, „das war entscheidend. Ein dickes Kompliment an meine Mannschaft.“

Es sind die von Tuchel angesprochenen Tugenden, die den BVB zuletzt in allen Wettbewerben auf Kurs gebracht haben - vom kleinem Dämpfer in Berlin (1:2) am vergangenen Sonntag einmal abgesehen. Und sie dürften den Schwarzgelben auch im Halbfinale (25./26. April) helfen, wenn es in München zum Duell der Branchengrößen kommt.

Hausaufgaben erledigen

Zuvor jedoch muss die Tuchel-Elf in der Bundesliga die Hausaufgaben erledigen. „Das Allerwichtigste ist, dass unser Fokus auf den Spielen gegen Ingolstadt, Hamburg und Schalke liegt“, mahnt Klubboss Hans-Joachim Watzke. Bereits am Freitag gastiert der abstiegsbedrohte FCI im Signal Iduna Park (20.30 Uhr). Ein Sieg ist wie zuletzt gegen Lotte Pflicht. Sonst droht erneut Trubel - und von dem hatte der BVB am Mittwoch genug.

 

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Kommentare
  • Demut
    von Dembouz1909 am 16.03.2017 17:59 Uhr

    Leute, mir ging es nur um ein bisschen mehr Demut.

    Mir ist schon klar, dass auch unsere B-Mannschaft nicht mit einer knappen Heimniederlage gegen den FCI zufrieden ist grinsen.

    Aber man muss halt auch berücksichtigen, dass viele unserer Ergänzungsspieler nicht grundlos auf der Bank sitzen. Abgesehen davon, dass der FCI eine komplette Woche zur Vorbereitung auf das Spiel hatte und zudem gute Leistungen gezeigt hat.

  • ebenso,
    von mooneh am 16.03.2017 17:13 Uhr

    wie man sich bei einer Niederlagen ärgern darf =P

  • Hochmut...
    von Dembouz1909 am 16.03.2017 14:28 Uhr

    ... kommt vor dem Fall.

    Man darf sich bei einem Kader, dem wahrscheinlich Spieler wie Mor, Park und Isak angehören (müssen) auch mal bei einem Sieg gegen den FCI freuen, wenn es einer wird.

  • Stimmt
    von muhny am 16.03.2017 12:29 Uhr

    So stark wie Ingolstadt aufgestellt ist können wir froh sein wenn wir einen Punkt holen, schließlich bringen wir nur noch den 10-fachen Markwert auf den Platz. Das sind quasi gleiche Voraussetzungen und Ingolstadt hat keinen einzigen Verletzten. Eine knappe Niederlage wäre da sicher auch noch als Erfolg zu verbuchen. Schließlich hat Ingolstadt schon soviel Saisontore wie Aubameyang und nun haben wir nur noch einen 30 Millionen-Ersatz ojeojeoje. Definitiv eine Nummer zu groß für uns. Hoffentlich wird uns in der CL ein schwächerer Gegner zugelost. So eine Hausnummer wie Ingolstadt 2004 muss ja nun echt nicht jeden Tag sein. Die sind mittlerweile auf dem Weg mehr Mitglieder in Ihrem Verein zu einen, als wir Sitzplätze auf den öffentlichen Toiletten im Stadion haben, das stelle sich mal einer vor. Und dann auch noch ein Heimspiel unter Flutlicht. Gefühlt 700 Siege am Stück, ist das eien Serie, die einfach reissen muss. Da kommen die brandgefährlichen Ingolstädter gerade recht.

  • Sieg nicht Pflicht
    von Dembouz1909 am 16.03.2017 11:07 Uhr

    Ein Sieg wäre schön, aber mit den ganzen prominenten Ausfällen -Reus/Dembele/Götze/Bender/Weigl/Aubameyang plus die Verletzten aus dem Pokalspiel ist das keine Selbstverständlichkeit.

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