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Das BVB-Interview: Julian Weigl: "Da brechen alle Emotionen aus dir raus"

DORTMUNDErst das Startelf-Comeback, dann die Tor-Premiere: Für Julian Weigl hätte die Rückkehr in die Anfangself des BVB beim 6:1 gegen Gladbach nicht besser laufen können. Bei seinem wunderschönen Treffer habe er gar nicht so viel nachgedacht, gestand er nach dem Spiel. "Ich habe mir immer gewünscht, endlich mal hier im Stadion zu treffen."

Julian Weigl: "Da brechen alle Emotionen aus dir raus"
Treffen und genießen: Julian Weigl (l.). Foto: Kirchner/David Inderlied

Wie haben Sie Ihr Comeback erlebt?
Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können. Letzte Woche war ich schon froh, überhaupt mal auf dem Platz gestanden zu haben. Dann habe ich darauf gebrannt, endlich mal wieder von Beginn an dabei zu sein. Dann wünscht man sich einen guten Einstand, und das war heute definitiv ein guter Einstand. Wir haben als Mannschaft top gespielt, wieder viele Tore geschossen, leider auch eins kassiert. Mein Tor war dann für mich natürlich die Krönung.


Es war obendrein ein sehr schönes Tor. Beschreiben Sie mal!
Ja! Ich kann offenbar nur schöne Tore, dafür aber leider sehr wenige. Der Ball kam zu mir, ich habe ihn ein bisschen zu schlecht verarbeitet, um einen Pass zu spielen. Dann habe ich gar nicht weiter nachgedacht, sondern den Ball dann reingehoben. Ich habe mir immer gewünscht, endlich mal hier im Stadion zu treffen. Als es dann soweit war, bricht alles aus dir heraus, die Emotionen. Das war ein wunderschönes Gefühl.
 


Auf der Sechser-Position sind die Aufgaben jetzt andere als in den Vorjahren. Was genau hat sich für Sie geändert?
Ja, das war neu für mich, im Spiel meine Räume zu finden. Die Sechser-Position ist offensiver, als Team stehen wir ja generell höher und wollen den Ball schnell zurückerobern. Es ist auch ein Stück weit Umdenken im Kopf, daran zu denken und auch das Vertrauen zu haben. Ich bin weiter vorne, um zu helfen, den Ball schnell zurückerobern. Und bei eigenem Ballbesitz soll ich mich mehr zwischen den Ketten aufhalten. Das ist für mich die größte Umstellung. 


Sehen wir Pässe wie den vor dem 1:0 dann häufiger von Ihnen?
Ich hoffe! Ich habe mich gut gefühlt, zwei, drei Pässe waren sehr gefährlich. Aber natürlich, das bringt das neue System mit, dass ich auch mehr an entscheidenden Szenen beteiligt bin und den vorletzten oder letzten Pass spiele.

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BVB-Training in Brackel am 24. September

Wie ist es, in eine Mannschaft hineinzukommen, die vor Selbstvertrauen strotzt?
Das macht alles einfacher. Die Jungs haben Selbstvertrauen, sie haben Vertrauen in unser System. Sie haben mich direkt ins Spiel mit eingebunden. Das macht natürlich riesigen Spaß gerade.


Was trauen Sie Ihrer Mannschaft in der Meisterschaft zu?
Für uns ist es wichtig zu merken, dass unser System funktioniert. Das wollen wir perfektionieren. Wir sehen, dass wir vorne sehr gefährlich sind und dass wir hinten sehr, sehr gut stehen. Das ist für uns gerade das Wichtigste. Es ist eine Floskel, aber wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel.


Gladbach hatte einige gute Möglichkeiten.
Nach der Führung hatten wir nicht die nötige Konzentration. Wir haben Gladbach zu jeder Torchance eingeladen, da gingen immer eigene Fehler voraus. Da müssen wir schauen, dass wir nicht unachtsam werden und weiter auf das nächste Tor spielen.
 

 


Wie wichtig ist ein 6:1 vor dem Spiel gegen Real Madrid?
Das gibt uns eine breite Brust. Wir wollen auch gegen Real Madrid unser Spiel durchziehen. Wir haben in den letzten Jahren gegen sie immer ganz gut ausgesehen, und ich traue uns auch zu, dominant aufzutreten.


Wie groß ist der Druck?
Sicherlich war der Start beim 1:3 gegen Tottenham nicht gut. Aber wir lassen uns da jetzt nicht unter Druck setzen, sondern wollen gleich wieder von uns aus ein Zeichen setzen. Die Gruppe mit Real und Tottenham ist schwer. Aber bei mir überwiegt ganz klar die Vorfreude auf ein Spiel gegen Madrid. Sie haben zweimal die Champions League gewonnen. Wir haben aber auch mehrfach gezeigt, dass wir gegen sie ganz gut aussehen können.

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