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Der BVB-Kommentar: Das Ausscheiden gegen Monaco ist doppelt bitter

MONACOWann ist der richtige Zeitpunkt, um Spiele von Borussia Dortmund wieder "normal" bewerten zu können? Wann darf, wann muss man von den Spielern verlangen können, dass sie die Geschehnisse der vergangenen Woche in den Hintergrund drängen und wieder mit ganzer Konzentration bei Ihrer Arbeit (und damit auch wieder kritisierbar) sein können?

Das Ausscheiden gegen Monaco ist doppelt bitter
Thomas Tuchel (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang nach dem 1:3 in Monaco. Foto: dpa

Auf diese Fragen gibt es keine allgemeingültigen Antworten, und so stand auch das Rückspiel des BVB in Monaco unter den Eindrücken des Sprengstoff-Anschlags und seinen sichtbaren und unsichtbaren Auswirkungen. Unstrittig ist, dass die Ereignisse eine rein sportliche Bewertung des Vergleichs mit den Monegassen sehr schwierig machen. So ist das Ausscheiden doppelt bitter, weil sich schlicht nicht klären lässt, wie sich der BVB ohne die surrealen Umstände des vergangenen Dienstags geschlagen hätte.

Verdient ausgeschieden

Monaco, aber das ist auch ein Fakt dieser beiden Spiele, steht zu Recht im Halbfinale. Die Borussia auf der anderen Seite ist unterm Strich verdient ausgeschieden. Und für das Rückspiel lässt sich auch festhalten, dass Trainer Thomas Tuchel mit seiner Taktik gehörig daneben lag.

In der zweiten Hälfte des Hinspiels sorgte die Hereinnahme von Nuri Sahin als zweiten Sechser und damit verbundene taktische Umstellung für den nötigen Impuls. Das 3-4-2-1 am Mittwochabend sollte für Kompaktheit gegen die zu erwartenden Kontersituationen für Monaco sorgen.

Defensive Aussetzer geben Rätsel auf

Doch Erik Durm war nach seiner einmonatigen Pause mit seiner Rolle überfordert, das frühe Gegentor, an dem er den Großteil der Verantwortung trug, für den BVB schon der Nackenschlag, der auch den Glauben raubte. Als Tuchel erneut umstellte, war schon nichts mehr zu retten.

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Champions League, Viertelfinale: AS Monaco - BVB 3:1 (2:0)

So bleibt als positiver Aspekt dieses Spiels die Phase nach dem 1:2, als Dortmund Moral zeigte und erkennbar war, dass man sich positiv verabschieden wollte. Mit der bekannt fehlenden Stabilität in der Defensive aber stieß der BVB im Viertelfinale endgültig an seine Grenzen. Die Gründe für diese immer wiederkehrenden defensiven Aussetzer geben weiter Rätsel auf. Tuchel muss es schleunigst lösen.

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Kommentare
  • kämpfen kann man trotzdem
    von micha4706 am 20.04.2017 11:07 Uhr

    Natürlich kann niemand nachvollziehen, wie man sich eine Woche nach dem Anschlag fühlt. Dass die Mannschaft allerdings so wenig Gegenwehr zeigt, wundert mich sehr. Das Abwehrverhalten ist eine einzige Katastrophe, mit welcher Berechtigung ein Ginter noch ins Spiel geht, weiss nur er. Durm und Schmelzer? Da ist vielleicht mal ein glücklicher Pass, aber gleich 10 Situationen hinterher, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten sind. Warum hat man ständig das Gefühl, dass der Gegner mit doppelt so vielen Spielern auf dem Platz steht, jeder Abpraller landet immer beim Gegner. Monaco war gestern absolut hellwach. Warum kann man nicht wenigstens um jeden Ball kämpfen, so wie es mittlerweile jede Mannschaft macht, die in den Signal Iduna Park kommt? Und dann das Kopfballspiel. Durm, Ginter, Kagawa, Aubameyang beim Kampf um den Kopfball. Nur Alibi Gehüpfe. Irrsinn, wie diese Mannschaft so extrem unter ihren Möglichkeiten spielt. Vielleicht ist es ja doch der Trainer.

  • Ergänzung
    von diggaloo am 20.04.2017 10:26 Uhr

    Mein vorheriger Kommentar bezieht sich auf den Kommentar vom User "Ikso", nicht dass es falsch verstanden wird.

  • Selten einen dämlicheren Kommentar gelesen!
    von diggaloo am 20.04.2017 10:25 Uhr

    Klar, gestern ist der Matchplan von Tuchel nicht aufgegangen. Wann die 3er Kette in einem wichtigen Spiel gegen einen starken Gegner funktioniert hat? Gegen Bayern (Hinrunde beim 1:0-Sieg) oder gegen Leipzig (Rückrunde beim 1:0-Sieg) zum Beispiel!

    Man kann sicherlich über manche Spieler diskutieren, aber dass Sie Weidenfeller, Bender oder Castro als "Mitläufer" bezeichnen, ist an Ahnungslosigkeit nicht zu übertreffen! Park kommt an den anderen nicht vorbei, er wird wohl wechseln, falls Angebote eingehen. Schürrle und Rode waren leider sehr häufig verletzt, da muss man abwarten. Rode wird es durch die große Konkurrenz auf der 6/8 (im Sommer kommt auch noch Dahoud) sicherlich schwer haben. Durm hat gestern das erste Spiel nach längerer Verletzungspause gemacht, er kann definitiv mehr, als Ergänzungsspieler daher völlig ok. Da Toprak im Sommer kommt, könnte ich mir einen Wechsel von Ginter auch vorstellen.

  • Tuchel Dogma
    von Ikso am 20.04.2017 08:58 Uhr

    Meiner Meinung nach ist Tuchel ein sehr guter Trainer, nur das dogmatische festhalten an die 3er Kette sowie an Spieler wie Durm und teilweise Ginter ist unverständlich.
    Wann hat die 3er Kette in einem wichtigen Spiel gegen einen Starken Gegner je mal funktioniert? Jedes mal wenn er mi dieser 3er Kette beginnt stellt er doch in der ersten Halbzeit schon wieder um, weil er im Spiel merkt das dies nicht funktioniert.
    Mit solch einem Handicap in ein solches Spiel zu gehen ist einfach nur fahrlässig und nicht nachvollziehbar. Als die Aufstellung bekannt wurde, hat sich jeder gefragt, Durm? was macht der bitte in die Startelf, nur Tuchel hatte wohl eine glorreiche Idee die komplett in die Hose gegangen ist.
    Im Sommer muss dringend ausgemistet werden, Spieler wie:
    Durm, Ginter, Rode, Weienfeller, Bender, Park, Schürrle und auch Castro
    Braucht man nicht, alles nur Mitläufer die ein gutes und 3 schlechte Spiele abliefern.

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