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Der Kommentar: Naivität des BVB wird beim 1:3 eiskalt bestraft

LONDONWembley bringt dem BVB kein Glück. Wie schon beim 1:2 im deutschen Finale 2013 kassierte Borussia Dortmund eine Niederlage in Englands Fußballtempel. Nach dem 1:3 gegen Tottenham Hotspur entbrannten die Diskussionen darüber, wie sehr sich die Schwarzgelben diese Niederlage selber zuzuschreiben hatten.


Im fremden Stadion nach fünf Minuten ein Kontertor zu kassieren - da darf die Frage erlaubt sein, ob das aggressive Pressing und die hohe Positionierung auf dem Feld immer das richtige Mittel ist. Tottenham nutzte die vielen Freiräume in der Dortmunder Hälfte im gesamten Spielverlauf gnadenlos aus.

Naivität in der Spielanlage

Unstrittig ist: Gibt Schiedsrichter Gianluca Rocchi das reguläre 2:2, hätte die Partie wohl einen anderen Verlauf genommen. Doch eine gewisse Naivität in der Spielanlage und auch in den direkten Zweikämpfen vor allen Gegentoren kann schwer dem Unparteiischen zur Last gelegt werden. Das wird bestraft, in der Champions League allemal.

 


Rückschläge wie die Niederlage gegen Tottenham sind wohl Teil des Entwicklungsprozesses. Spiele mit Gegentoren würden kommen, hatte Bosz bereits vor dem Spiel bei den Spurs angekündigt. Dass er so bald und so schonungslos bestätigt würde, dürfte ihn jedoch auch enttäuscht haben. An seinem Credo vom ultra-offensiven Verteidigen wird er trotzdem festhalten.

Hochrisiko-Variante

Die nächsten Spiele müssen zeigen, ob die Mannschaft in der Lage ist, diese Hochrisiko-Variante auch in Partien gegen starke Mannschaften erfolgreich durchzuziehen.

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Kommentare
  • Schnelligkeit
    von Dm1308 am 14.09.2017 20:01 Uhr

    Toljan, Sokratis, Batra, Zagadou wäre ne Abwehrreihe die einigermaßen schnell ist. Sahin mag zwar bälle gut verteilen aber ist leider auch langsam - dann lieber Weigl wieder rein nehmen oder gar Gonzo auf die 6.

  • Da passt gar nichts!
    von ruhri09 am 14.09.2017 19:46 Uhr

    Es fehlt eigentlich alles (nicht nur seit gestern): mangelnde Zielstrebigkeit und Effizienz,
    fehlende Zweikampfhärte und Naivität ermöglichen so eine Spielweise. Bis auf Bartra sind alle Innen-Verteidiger zu langsam. Der Trainer sollte hinten dicht machen, die Abwehr spielt viel zu weit vorne, Bürki ist ja mittlerweile Libero.
    Tuchels Taktik mit der Dreier-Kette die zur 5er-Kette werden kann, war jedenfalls deutlich erfolgreicher in den CL-Spielen. Ich hoffe der Trainer ist lernfähig...
    Die Verantwortlichen sollten die Dembele-Millionen lieber in 2 Top-Verteidiger (schnell, spiel- und zweikampfstark) investieren, da hier Handlungsbedarf besteht, wenn man international einigermaßen mithalten will. dafür sollte man Rode, Schürrle, Subotic und Toprak abgeben.
    Der Kader ist zwar dieses Jahr qualitativ breiter geworden, aber nicht in der Abwehr.
    Für das Spiel gegen Real sollte der Trainer die Mannschaft taktisch und mental in die Spur bringen, sonst gibt es 4-5 Buden!

  • Keine Panik auf der Titanic
    von Tisdael am 14.09.2017 17:00 Uhr

    Mich hat das Spiel stark an die erste CL-Saison mit Kloppo erinnert. Damals haben wir wir auch super offensiven Fußball gespielt und uns hinten dumme Gegentore eingefangen wie gestern. Die Frage wird sein wie schnell Peter Bosh das erkennt, dass man gegen Spitzenteams nicht nur volle Kanne spielen kann sondern schlau verteidigen muss. In diesen Teams spielen Leute wie gestern Keane oder in zwei Wochen Ronaldo, dass sind Ausnahmespieler die nicht viele Chancen brauchen um ein Tor zu erzielen. Wir müssen die Spielweise anpassen sonst werden wir gegen Real richtig die Bude voll bekommen. Und an Herrn Toprak: Bitte selbst Verantwortung übernehmen wie Sie spielen. Sie Spielen beim BVB und nicht mehr bei allem Respekt Bayer Leverkusen. Da sollte nicht über den Schiedsrichter gejammert werden das gleicht sich meiner Meinung nach immer aus was Glück und Pech angeht. Ist wie mit Abseits irgendwie...

  • @lobboh18
    von Einerwiekeiner am 14.09.2017 14:36 Uhr

    Die Taktikvarianten von Tuchel konnten die Spieler nicht umsetzen, sie waren regelmäßig überfordert. Wenn Sie sich die Spiele der vergangenen Saison vergegenwärtigen, werden Sie sehen, dass der Ruf nach Weigl zu weit geht. Sahin übt die Rolle generell gut aus, ob Weigl überraschend und in die Spitze spielen kann, bleibt abzuwarten, bei TT musste er nur hin-und-her spielen. Für alle 6er und 8er gilt ohnehin, dass keiner robust und clever genug spielt - auch in den Vorjahren nicht. Bender konnte es defensiv, Kehl war später überragend. Das Potential dafür hätten sowohl diese beiden als auch Castro. Aber dafür muss es auch mal weh tun dürfen.

  • Das gestrige Spiel hat
    von taktvoll69 am 14.09.2017 14:30 Uhr

    wieder mal schonungslos die Schwachpunkte im Dortmunder Spiel aufgezeigt. Die Innenverteidigung ist ohne Batra total anfällig und zu langsam. Da wird man ja geradezu an Christian Wörns Zeiten zurückerinnert. Tottenham hat den BVB mit der Taktik der langen Bälle überrascht, dagegen hatte die Bosz Truppe einfach kein Rezept gehabt. Außerdem nervt langsam dieser ewige Statistik-Besitzfussfussball. Einfallslos wird sich der Ball hin- und hergeschoben, oftmals sogar 40 Meter zu Bürki zurückgeschossen und der Gegner kann sich sehlenruhig hinten vor dem eigenen Sechszehner einigeln. Das war auch schon gegen Freiburg zu sehen. Haben die Spieler die Stallorder bekommen, jedem Zweikampf aus dem Wege zu gehen? Und es nervt auch die fehlende Selbstkritik. Da wird vordergründig über Betrug und das vermeintliche nicht gegebene Tor lamentiert. Das aber Tottenham noch weitere 2-3 Tore hätte schießen können, darüber spricht niemand im schwarz-gelben Lager. Mich stimmt der gestrige Auftritt nachdenklich

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