Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing
8 Kommentare

Der Kommentar: BVB will mediales Dembele-Dauerfeuer beenden

FREIBURGFür ein paar Stunden darf nun spekuliert werden. Nachdem Peter Bosz vor dem Anpfiff der Pokalpartie in Freiburg das Treffen der Vereinsoberen nach der Rückkehr nach Dortmund öffentlich gemacht hat, rückte das ungleiche Kräftemessen mit dem Sechstligisten komplett in den Hintergrund. Nicht mehr gemacht als notwendig, drei Tore Aubameyang - mehr musste man über das 4:0 gegen den FC Rielasingen eigentlich nicht wissen.

BVB will mediales Dembele-Dauerfeuer beenden
Treffen eine Entscheidung in der "Causa Dembele" (v.l.): Sportdirektor Michael Zorc, Trainer Peter Bosz und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: dpa

Dass sich der BVB am Sonntagmorgen "mit einer Entscheidung" im Fall Dembele öffentlich zu Wort melden will, kommt überraschend, macht aber Sinn, wie vor allem das mediale Dauerfeuer bei der Wechsel-Posse um Pierre-Emerick Aubameyang zeigte. In einer Woche beginnt die Bundesliga, möglichst wenig Ablenkung auf dem Weg dahin wünscht sich nicht nur der neue Trainer. Und für Bosz wäre auch Planungssicherheit wünschenswert.

Notorisch unzufriedener Spieler

Welches Resultat könnte der "Gipfel" bringen? Eine Verlängerung der Suspendierung ist eine naheliegende Variante, wenn es Signale gibt, dass Dembele weiterhin kein großes Interesse zeigt, ins BVB-Training zurückzukehren. Möglich aber auch, dass der BVB seinem abwanderungswilligen Super-Talent endgültig ein Wechsel-Verbot auferlegt. Das wäre ein Zeichen der Stärke, denn eine Summe von 100 Millionen Euro plus X auszuschlagen, will wohlüberlegt sein. Allerdings müsste der BVB in Kauf nehmen, einen notorisch unzufriedenen und beleidigten Spieler im Kader zu haben - die Frage würde sich stellen, inwieweit das die Team-Chemie beeinflussen könnte.

Sollte der FC Barcelona durch die Blume signalisiert haben, das erste (unzureichende) Angebot noch einmal nachzubessern, wäre auch das Ende der Zusammenarbeit denkbar. Dembele bis zur Klärung der Wechselmodalitäten komplett freizustellen, wäre vom neuen Trainer ebenfalls ein Signal der Stärke. Weil Ousmane Dembele ja überdeutlich gemacht hat, dass er mit dem Herzen ohnehin nicht mehr in Dortmund ist.

Plan B aus der Schublade holen

In diesem Fall müsste Borussia Dortmund Plan B aus der Schublade holen. Wie sehr der BVB schon von seinem Super-Talent abhängt, zeigte auch die Pokalpartie. Andre Schürrle ist nach vielen Tagen Zwangspause noch nicht annähernd so weit, auch Maximilian Philipp hat noch Nachholbedarf. Die offensiven Außen, ein Prunkstück des BVB-Kaders, entwickeln sich momentan eher zu einer Baustelle.

 
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
 

Zur Startseite >

Kommentare
  • Hart bleiben!
    von Walderama am 12.08.2017 21:34 Uhr

    Wer jetzt vor einem bockigen spätpubertierenden Spieler und dem damit verbundenen Medienzirkus einknickt, stellt im Verein aber auch in der Liga die falschen Weichen.
    Klar wäre es im Moment das leichteste, das viele Geld zu nehmen und Dembélé ziehen zu lassen, aber jetzt ist der Punkt erreicht, wo die Verantwortlichen mal gemeinsam Flagge zeigen müssen. Der Junge wird sich schon wieder einkriegen und langfristig charakterlich davon profitieren, wenn man ihm morgen mal ein paar Grenzen aufzeigt.

  • Wenn man Dembele gehen lässt...
    von MartinPausch am 12.08.2017 21:02 Uhr

    ...schadet man allen Vereinen, da dann die Spieler wissen es geht nur so. Ein Jahr Tribüne das wäre die richtige Strafe.

  • Dembele ist ein Loser
    von DerAmi am 12.08.2017 20:18 Uhr

    Dembele, ich wünsche Dir folgende nützliche Lebenserfahrung bei Barcelona:
    1. Öfter mal auf der Bank sitzen
    2. Wasserträger werden für Messi
    3. Streit mit Messi anfangen, weil du dich für besser hältst und den dann eskalieren, um dann noch mehr auf der Bank zu sitzen

    Tschüss!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG