Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing
13 Kommentare

Der Kommentar: Tischtuch zwischen Dembele und BVB zerschnitten

DORTMUNDEinen abwanderungswilligen Spieler im Training zu haben, der die beleidigte Leberwurst spielt und womöglich andere mit seiner negativen Haltung mit runterzieht, darauf hatte Trainer Peter Bosz offensichtlich keine Lust. Ousmane Dembele bleibt also suspendiert, das soll garantieren, dass die finale Vorbereitung beim BVB auf den Bundesliga-Start störungsfrei verläuft. Dirk Krampe kommentiert.


Die Verlängerung der Suspendierung erspart zusätzliches Theater und verschafft dem BVB Zeit. Man muss sich ja nur mal vorstellen, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn Borussia Dortmund den Franzosen am Montag zum Training erwartet hätte, der Spieler aber seinem Arbeitgeber erneut nur die lange Nase gezeigt hätte.

Hart und unnachgiebig

Die getroffene Entscheidung ist damit folgerichtig und zeigt zweierlei: Zum einen sollte der Spieler merken, dass sein Klub in der Sache hart bleibt und die Geschehnisse der vergangenen Woche keinesfalls als kleine Verfehlung eines unreifen jungen Menschen abtun will. Peter Bosz hat schon bei Ajax bewiesen, wie hart und unnachgiebig er durchgreift gegen Spieler, die seinem Weg nicht folgen wollen.

 
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
 
41 Bilder
BVB-Training in Brackel am 13. August

Vor allem aber deutet sich mit der getroffenen Maßnahme an, dass das Tischtuch zwischen Vereinsführung und der Partei Dembele zerschnitten ist. Es geht wohl nur noch darum, einen sauberen Schnitt vorzubereiten.

Bessert Barca sein Angebot nach?

Dabei wird es spannend zu beobachten sein, ob sich der FC Barcelona nun noch einmal auf Borussia Dortmund zubewegt und ein Angebot unterbreitet, das für den BVB eine Verhandlungsgrundlage darstellt. Passiert dies nicht, könnte sich der Fall Dembele allerdings zu einer verfahrenen Kiste entwickeln.

Zur Startseite >

Kommentare
  • Sport und Équipe Tricolore
    von KleyerBorusse am 14.08.2017 15:16 Uhr

    Die Hessen würden wohl fragen:"Ei wes issen däh Dembel für ah Bämbel?" Nächstes Jahr ist ja WM, da will auch der Herr D. sich durch positive Leistung für die N-11 empfehlen, oder? Also tut ihm die Suspendierung schon weh, vor allem dann, wenn Barca nicht nachlegt beim Angebot. Klar ist er jung, aber er hat ja Familie und Berater die ihm raten sollten den Kontakt und das Gespräch mit dem BVB zu suchen. Großen Sport gibt es auch neben dem Platz. Auch wenn am Eingang zum Borusseum 'ne andere, alte Weisheit steht. zwinkern
    Aus meiner persönlichen Sicht macht der BVB hier alles richtig.

  • Dembele
    von hz200 am 14.08.2017 14:01 Uhr

    Der Vorstand macht es richtig Vertrag ist Vertrag wenn er nicht will nötigensfall auf die südtribühne schicken da würde er Dembele hören wie sie über ihm denken

  • Über das Sportliche wird gar nicht mehr gesprochen
    von micha4706 am 14.08.2017 07:14 Uhr

    Aus wirtschaftlicher Sicht ein Riesenerfolg wäre der Verkauf von Dembele für über 100 Mio. Auch ein Auba fängt wieder an über einen Wechsel zu sprechen, der dem Verein auch ein Vielfaches seines Einkaufspreises einbringen würde, wenn ihn denn endlich jemand wollte. Selbst wenn beide mit einem Gewinn von 200 Mio verkauft werden könnten? Was ist dann aber sportlich! So wie es aussieht zieht sich das mit Dembele noch bis etwa 30.08. hin. Und wen bekommt man dann noch als Ersatz? Wie soll es sportlich weitergehen wenn die zwei besten Stürmer im Herzen schon längst weg sind? Erst neuer Trainer (unter dubiosen Umständen), dann die zwei Paradestürmer praktisch weg. Alles Geld nutzt nichts, wenn die Fans ihre gelben und schwarzen Farben immer seltener erfolgreich sehen. Von der Unruhe in der Mannschaft mal abgesehen. Und warum ist der BVB nun schon wieder die Lachnummer der Nation? Man stelle sich einmal vor Watzke wäre gegangen und nicht Tuchel!

  • Nicht Herr Watzke hat Dembele angeboten, sondern Barca hat Dembele den Kopf verdreht...
    von rollsreus am 13.08.2017 18:47 Uhr

    ...das ein Wirtschaftsunternehmen sportlich und wirtschaftlich erfolgreich sein möchte und deswegen nicht bei dem ersten Angebot sein bestes Pferd verkauft ist ja wohl selbstverständlich und gehört zum Handwerk dazu.
    Das ein Spieler, der Millionen verdient, einfach nicht zum Training erscheint und anscheinend jeglichen Kontakt zum Arbeitgeber verweigert ist erschreckend.
    So darf man sich nicht benehmen und als Verein bleibt einem keine andere Wahl, als sich an den normalen Regeln im Geschäft zu halten.
    Es gibt Verträge und die sind einzuhalten oder man findet eine Einigung auf allen Seiten. Mit dem Verhalten des Spielers ist dieser gemeinsame Nenner schwer zu finden. Schade eigentlich, aber mit Geld lässt sich vieles regeln... Herrn Watzke grundsätzlich immer alles in die Schuhe zu schieben ist zu einfach gedacht. Sein Job besteht darin, für den BVB die beste Lösung zu finden. Nicht Herr Watzke ist gierig sondern unsere Gesellschaft ist Geldgierig!

  • Küchentischstrategen
    von urbanobserver am 13.08.2017 16:29 Uhr

    Wo ist denn nur das Problem. Der Junge hat einen Vertrag bis 2021. Fertig. Wenn er ein Jahr nicht spielt bekommt der BVB immer noch genug Kohle für ihn, um seinen Einkauf auszugleichen. Wenn der Junge nach einem Jahr gehen will sollte er in diesem Jahr weiterhin gut spielen, weil ihn sonst keiner mehr will. Und der Junge könnte beim BVB richtig gut werden. Der BVB hat eigentlich gar keinen Druck und kann nur gewinnen. Der BVB muss halt die Spannung, ausgelöst durch gutes Talentscouting aushalten und cool bleiben. Verlieren kann nur der Junge, wenn er sich nachhaltig verweiert. Wenn er spielt werden alle gewinnen.

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Das Morgen-Update: Insekten-Sterben, Rückruf von Ford, Streit um Autofahrer-Bewertung

Insekten-Sterben, Rückruf von Ford, Streit um Autofahrer-Bewertung

NRWDas Insekten-Sterben ist nun wissenschaftlich belegt - und die Lage ist dramatisch. Im Konflikt zwischen Katalonien und Spanien läuft das Ultimatum ab, Ford ruft 1,3 Millionen Wagen zurück, ein Gericht in Münster verhandelt über eine Onlineplatform, auf der Autofahrer anhand von Kennzeichen öffentlich bewertet werden können: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG