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Pro & Kontra: Ist Thomas Tuchel reif für den nächsten Schritt?

DORTMUNDThomas Tuchel besitzt als Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Trotzdem gilt er bei vielen Topklubs in Europa, die zur neuen Saison einen Coach suchen, als einer der Kandidaten. Wir diskutieren: Ist Thomas Tuchel reif für den nächsten Schritt?

Ist Thomas Tuchel reif für den nächsten Schritt?
Thomas Tuchel – schon jetzt ein Trainer für noch höhere Aufgaben als den BVB? Foto: dpa

Ja, Tuchel ist reif - Den BVB in die Spitze geführt

Die bisherige Arbeit von Trainer Thomas Tuchel in Dortmund zu bewerten, fällt leicht: Er hat die Schwarzgelben im ersten Jahr zurück in die nationale Spitze und in die Champions League geführt. Er hat sie im zweiten Jahr trotz eines personellen Umbruchs in der nationalen Spitze gehalten und zudem in Europas Königsklasse schon jetzt für mächtig Furore gesorgt. Die Gruppenphase: Borussia Dortmund Erster, Real Madrid Zweiter – siehst du, Barcelona, so wird das gemacht! Exzellente Tuchelsche Arbeit also.

Und kein Wunder, dass auf solch einen Trainer bald noch höhere Weihen warten. Der BVB ist zwar eine Topadresse, doch für einen höchst ehrgeizigen Menschen wie Tuchel dürfte ein Lockruf aus der noch über der Borussia rangierenden Luxusklasse reizvoll sein. Und er hätte absolut die Reife dazu, eines dieser Teams der Klasse Barcelona, Real oder Manchester zu führen.

Thomas Tuchel ist ein gewiefter Taktiker, ein Fußballbesessener, eine bewährte Führungskraft. Einer, der auch einem Alphatier wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke die Stirn bietet – und somit auch kein Problem damit hätte, sich in der obersten Klub-Kategorie zu behaupten. Womöglich sogar ausgestattet mit mehr Kompetenzen als in Dortmund, was Kaderplanung und Budget angeht. Ein Aufstieg ins Konzert der ganz Großen – warum sollte er diesen nicht wagen?

Von Sascha Klaverkamp

 
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Nein, Tuchel kann noch lernen - Der Weg ist noch nicht zu Ende

Fachliche Zweifel an einer Eignung Thomas Tuchels für ein Traineramt zum Beispiel beim FC Arsenal, wie zuletzt durch die Gazetten geisterte, sind nicht angebracht. Dennoch käme der Zeitpunkt für einen solchen Schritt im Sommer zu früh.

Denn Tuchel würde dann die Weiterentwicklung des eingeleiteten Umbruchs einem anderen überlassen. Die neue Borussia trägt seine Handschrift, er hat sie in ein neues spielerisches Kleid gesteckt, er hat ihr taktische Variabilität verschafft, er hat sie weiter verjüngt. Das alles ist Tuchel unter dem Diktat des sportlichen Erfolgs gelungen.

Doch die Entwicklung ist ja lange noch nicht abgeschlossen. Ihr Potenzial wird diese Mannschaft erst in ein, zwei oder drei Jahren voll entfalten können, und Tuchel ist schlau genug zu wissen, welch ideale Bedingungen er in Dortmund vorfindet. Tuchel hat noch nicht fertig in Dortmund, es sollte ihm nach seinem vorzeitigen Abschied in Mainz auch wichtig sein, als verlässlicher Vertragspartner wahrgenommen zu werden. Zudem kann es sicher nicht schaden, mindestens ein weiteres Jahr bei einem Spitzenklub, der der BVB sicher auch ist, weitere Erfahrung zu sammeln.

Denn, auch diese Frage ist erlaubt: Wäre der FC Arsenal überhaupt der „nächste große Schritt“? Sind die Londoner denn tatsächlich eine größere Nummer?

Von Dirk Krampe

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Kommentare
  • Tuchel
    von Dembouz1909 am 21.03.2017 14:06 Uhr

    Tuchel ist ein herausragender Trainer und wird auch irgendwann mal bei Barca trainieren dürfen.

    Er muss nicht mit Dortmund deutscher Meister werden, um das nachzuweisen. Dafür müsste er ohnehin wohl einmal 8. werden, um dann ohne Europapokal national ein Titelkandidat zu sein.

    Und Arsenal ist trotz 2:10 gegen die Bayern eine interessante Option, denn in der Premiere League ist es nicht so langweilig wie hierzulande und so hat Arsenal fast in jedem Jahr eine realistische Titelchance.

  • mooneh
    von Mikki am 21.03.2017 12:33 Uhr

    kommen Sie sich nicht langsam lächerlich vor?

  • TT
    von Edie am 21.03.2017 11:05 Uhr

    In Deutschland Titel zu gewinnen ist vermutlich schwieriger als z.B. die Euro Leaque. Bei der Übermacht der Bayern u dem permanenten Verkauf von Leistungsträgern ist das schwierig

  • @Edie
    von Leylette am 22.03.2017 11:00 Uhr

    Wäre letzte Saison möglich gewesen - aber dazu hätte er Kloppo ernst nehmen müssen.

  • der meist überschätzte Trainer der Liga
    von Sturmpartner am 21.03.2017 10:35 Uhr

    TT hat noch nichts erreicht und der ganze Hype um ihn ist masslos übertrieben...
    Er ist nicht besser als Smidt, Hasenhüttel, Streich, oder Gisdol.
    Mit dieser Spielerkader und Umfeld wären die meisten Bundesliga Trainer erfolgreich oder erfolgreicher als Tuchel.Erst mal was in Deutschland gewinnen und dann ins Ausland wechseln.Wenn er aber gehen will soll er gehen, es gibt andere hochtalentierte Fussballehrer die sein Job sofort dankend annehmen würden.
    Das ist aber nur meine Meinung...

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