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Pro und Kontra: Reus-Verzicht auf Confed Cup richtige Entscheidung?

DORTMUNDDer Confederations Cup in Russland findet ohne Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler Marco Reus statt. Der 27-Jährige verzichtet nach zuletzt zahlreichen Verletzungen freiwillig auf seine Teilnahme. Unsere Redakteure Matthias Dersch und Moritz Mettge diskutieren: Hat Reus die richtige Entscheidung getroffen?

Reus-Verzicht auf Confed Cup richtige Entscheidung?
Verzichtet freiwillig auf die Teilnahme am Confed Cup: Marco Reus. Foto: dpa

Pro: Löws weise Entscheidung (Von Matthias Dersch)

Wenn es zuletzt hieß, Marco Reus verpasse ein Turnier mit der Nationalmannschaft, dann hatte es stets trauriger Gründe: Vor der WM 2014 verletzte er sich im letzten Test, vor der EM 2016 reiste er angeschlagen aus dem Trainingslager ab. Es waren die bislang bittersten Karriere-Momente des BVB-Stars.

Dass er auch den Confed-Cup 2017 verpassen wird, ist dagegen eine ausnahmslos positive Meldung. Bundestrainer Joachim Löw hat einen sehr schlauen Entschluss getroffen. Reus für das sportlich uninteressante, nichtsgestotrotz aber anstrengende Turnier nicht zu nominieren, sondern ihm eine Pause zu gönnen, wird sich mit Blick auf die WM 2018 auszahlen - und da benötigt Löw einen topfitten und formstarken Reus dringender als jetzt.

Freie Zeit sinnvoll nutzen

Der menschlich durch die vielen Rückschläge der vergangenen Jahre sehr gereifte Reus wird die freie Zeit sinnvoll nutzen. Nicht nur Urlaubmachen steht auf seinem Programm, er wird sich auch gewissenhaft auf den Trainingsstart beim BVB vorbereiten.

Sehen wir 2017/2018 den bislang besten Marco Reus? Gut möglich - dank Löws weiser Entscheidung.

 
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Kontra: Chance vertan (Von Moritz Mettge):

Der Confed-Cup kann despektierlich als Kirmes-Turnier bezeichnet werden, als sportlich unbedeutend. Dennoch: Marco Reus hätte mit einer Teilnahme am Turnier in Russland einen Sprung nach vorne machen können.

Ihm wäre im DFB-Team eine Leader-Rolle zuteil geworden, der 27-Jährige hätte ein junges Perspektivteam anführen können. Seine Sozialkompetenz auf und neben dem Platz hätte reifen und ihn zu einem noch kompletteren Spieler werden lassen können.

Auf der großen Bühne

Sein letztes Turnier mit der Nationalmannschaft liegt mit der Europameisterschaft 2012 schon fünf Jahre zurück. Damals war Reus noch ein vielversprechender Youngster - in der Rangordnung ganz hinten. Nach zwei verletzungsbedingt verpassten Turnieren in Brasilien 2014 mit der WM und im vergangenen Jahr die EM in Frankreich wäre der Confed Cup für Reus eine große Bühne gewesen.

Sicherlich sagt die Ratio, dass ein Verzicht für seinen schon stark geschundenen Körper besser sei, aber die Möglichkeit, bei einem internationalen Turnier als Kapitän das Trikot mit dem Bundesadler zu tragen, wird er so schnell nicht wieder bekommen. 

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Kommentare
  • Überflüssig wie ein Kropf...
    von Herwig09 am 18.05.2017 16:14 Uhr

    ...sind diese Turniere. Zur Erinnerung: Vor der WM hat er sich im Testspiel gegen Armenien verletzt und musste somit auf den Weltmeistertitel verzichten. Letztes Jahr musste er auch noch auf die EM verzichten weil er wegen des Pokalendspiels nicht geschont werden konnte.
    Reus ist ein Spieler der keinen besonders strapazierfähigen Körperbau hat.

  • Danke Marco Reus!
    von Einerwiekeiner am 17.05.2017 19:42 Uhr

    Reus ist trotz aller Verletzungen ein Führungsspieler - egal ob im DFB oder BvB Dress. Wenn er fit ist reichen ihm zwei, drei Spiele, um das auf und dann auch neben dem Platz zu vermitteln. Dafür bleibt vor der WM genug Zeit. Erst mal holt er sich den ersten Titel in Berlin und dann macht er schön Pause und Saisonvorbereitung. Mens sana in corpore sano, liebe Herren Löw und Mettge!

  • Finde es schon unvorteilhaft genug, dass...
    von diggaloo am 17.05.2017 17:09 Uhr

    ...Dahoud als Neuzugang die komplette Vorbereitung nicht mitmachen kann. Neben der sportlichen Komponente ist die Vorbereitung auch für die Teamintegration sehr wichtig!

  • @Moritz Mettge (Redaktion)
    von diggaloo am 17.05.2017 17:07 Uhr

    Was ist das denn bitte für ein Kontra-Argument, dass Reus eine Leaderrolle hätte übernehmen können? Wenn er fit ist, übernimmt er diese Rolle bei der WM so oder so. Dafür ist die nötige Erfahrung und Leistung groß genug, ohne dass er bei diesem Werbecup mitspielen müsste!

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