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Heidel nimmt Stellung zur Fan-Kritik: "Ich bin ein Fußball-Romantiker mit Realitätssinn"

GelsenkirchenDie Banner und Spruchbänder, die vor dem Anpfiff der Bundesligapartie zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfB Stuttgart in der Nordkurve aufgehängt waren, ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Im Mittelpunkt der Kritik: Schalke-Manager Christian Heidel. Im Gespräch mit dieser Redaktion nimmt der 54-Jährige Stellung.

"Ich bin ein Fußball-Romantiker mit Realitätssinn"
Schalke-Manager Christian Heidel äußerte sich zur Kritik einiger Fans an seiner Person. Foto: dpa

Die Vorwürfe reichten von „Identitätsverlust stoppen, Knappenschmiede stärken, die Wurzeln achten und nicht vernichten!“ bis zu „Vom Autohändler zum Identifikationsschänder!“, die auf Heidels berufliche Vergangenheit anspielten und den Wechsel von Weltmeister Benedikt Höwedes zu Juventus Turin anprangerten.

"Das trifft mich. Aber jeder, der mich etwas besser kennt, weiß, wie wichtig mir Werte im Fußball sind“, beteuerte Heidel. Er könne nachvollziehen, wenn manche Fans sauer über den Wechsel von Benedikt Höwedes seien. Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, Schalke wollte den Weltmeister unbedingt loswerden, täte ihm das leid, aber das entspreche nicht der Wahrheit.

"Bin niemandem böse"

Heidel: „Jeder Fan hat das Recht, Kritik zu üben. Ich bin niemandem böse, sondern immer bereit, mich mit unseren Anhängern zu treffen und auszutauschen.“ Dass Schalke zurzeit über weniger Identifikationsfiguren verfüge als früher, räumt der Sportvorstand ein. „Aber das hängt damit zusammen, dass sich der Fußball radikal verändert hat. Es gibt kaum noch Fußballer, die zehn Jahre in einem Klub spielen. Ich bin und bleibe ein Fußball-Romantiker, aber mittlerweile mit Realitätssinn“, betonte Heidel.

 

Es habe zum Beispiel keine realistische Chance bestanden, Sead Kolasinac zu halten. Bei den Summen, die für Kolasinac geboten wurden, sei das aus finanzieller Sicht nicht zu verantworten gewesen. Für Schalke gehe es darum, die Talente aus der Knappenschmiede noch besser zu fördern. Weston McKennie sei zum Beispiel auf einem sehr guten Weg. Heidel stuft ihn als „Rohdiamanten“ ein.

Neue Erfahrung

Ob die Kritik an seiner Arbeit eine Mehrheitsmeinung darstellt oder nur von Teilen der Anhänger unterstützt wird, lässt sich bei einem so großen und emotionalen Verein wie Schalke schwer beurteilen. Für Heidel war es gleichwohl eine neue Erfahrung. Allerdings sorgte der Schalker Erfolg nach dem Schlusspfiff sofort dafür, dass die Mannschaft - in der Halbzeitpause noch ausgepfiffen - später gefeiert wurde.

Domenico Tedesco war jedoch weit davon entfernt, nach dem zweiten Sieg im dritten Bundesligaspiel in Euphorie zu verfallen. „Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, sagte der Schalker Trainer, der am trainingsfreien Dienstag seinen 32. Geburtstag feiert.

Avdijaj in der U23
Die Wechselpläne von Donis Avdijaj haben sich zerschlagen. Der von Tedesco aussortierte Jung-Profi wird bis auf weiteres in der Schalker U 23 trainieren.

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Kommentare
  • Medien
    von Schalker1963 am 12.09.2017 21:40 Uhr

    Da haben ja die Medien genau dies erreicht , was sie wollten! Unruhe auf Schalke reinbringen!
    Herr Heidel hat Alles richtig gemacht und läßt sich hoffentlich von den ganzen Störfeuern nicht beeindrucken und vom WEg abbringen!
    Es wird höchste Zeit, daß dieser Durchschnittsspieler den Verein verlassen hat! Was nützt großes Gelaber von Indendifikation, wenn die Leistung nicht stimmt und der Trend der letzten Jahre eindeutig nach unten geht!!!
    Dieser Schnitt im Spielerkader war absolut notwendig gewesen ! Trainer und Manager machen sehr gute Arbeit auf Schalke!!!

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