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Löw macht Höwedes Mut: Tedesco: "Wollte Benedikt keinesfalls kränken"

GelsenkirchenSchalke-Trainer Domenico Tedesco hat auf die Kritik des ehemaligen Mannschaftskapitäns Benedikt Höwedes mit Verständnis reagiert. "Der Post ist legitim", sagte der 31 Jahre alte Tedesco am Donnerstag dem TV-Sender Sky. Damit bezog sich der Fußball-Lehrer auf einen Höwedes-Beitrag in den sozialen Medien. Auch Joachim Löw äußerte sich.

Tedesco: "Wollte Benedikt keinesfalls kränken"
Domenico Tedesco hat Verständnis für die Kritik von Benedikt Höwedes. Foto: imago

„Reisende kann man aufhalten“, hatte der Weltmeister nach seinem Wechsel zu Italiens Rekordmeister Juventus Turin am Mittwoch geschrieben. Das war auf eine Aussage Tedescos gemünzt, der in der vergangenen Woche den Satz „Reisende soll man nicht aufhalten“ von sich gegeben hatte. Aber sowohl bei Sky als auch bei „Sport Bild“ (Online) relativierte der Schalker Coach seine Einlassung. Der Satz sei eine allgemeine Aussage im Kontext wechselwilliger Spieler gewesen.

„Ich wollte Benedikt damit keinesfalls kränken“, betonte Tedesco. Er räumte aber ein, dass die Formulierung etwas unglücklich gewesen sei. Tedesco bekräftigte erneut, dass er Höwedes auf Schalke habe halten wollen und das auch mehrfach kommuniziert habe. Vor Beginn der neuen Saison hatte er ihn als Kapitän des Bundesligateams allerdings abgesetzt und Torhüter Ralf Fährmann mit dieser Aufgabe betraut.

50 Bilder
Bilder aus der Schalke-Karriere von Benedikt Höwedes

Höwedes, der von Juventus Turin zunächst ausgeliehen ist und für den die Italiener eine anschließende Kaufoption haben, hatte sich nach 16 Jahren auf Schalke noch einmal zu seinem Herzensverein bekannt und geschrieben: „Ich gehe als Spieler, aber ich bleibe als Fan. Denn einmal Schalker, immer Schalker.“ 

In Turin wurde er am Donnerstag auf einer Pressekonferenz vorgestellt: „Ich werde die nächsten Jahre hier genießen“, sagte er. Er sei zu Juventus gekommen, um Champions League zu spielen. Auf die Frage, ob er sich als Führungsspieler sehe, antwortete er, dass er zunächst seinen Platz im Team finden müsse. Dabei sei er froh, dass mit Sami Kedhira ein Nationalmannschaftskollege an seiner Seite stünde. Zum Thema Schalke äußerte er sich nicht mehr. 

Löw: "Weiß, was er kann"

Bundestrainer Joachim Löw hält Höwedes weiter für einen Kandidat für die Fußball-WM 2018. "Für Benny freut es mich ungemein", erklärte der Bundestrainer zur Personalie Höwedes. Der Bundestrainer sieht für 29-Jährigen in Turin neue Perspektiven. "Juve ist ein Verein, der international schon viel erreicht hat, der in den letzten Jahren zweimal im Champions-League-Finale stand. Sie spielen immer in der Meisterschaft vorne mit", sagte Löw. "Wenn er jetzt bei Juve spielt, ist Benny für uns schon wieder ein Thema, weil ich weiß, was er kann."

 
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Die Rolle bei der erfolgreichen WM 2014 in Brasilien habe ihm auch kaum jemand zugetraut. Als Linksverteidiger hatte Höwedes mit den Titelgewinn gesichert. "Er ist ein verlässlicher, seriöser Spieler", sagte Löw. Für die WM-Qualifikationspartien gegen Tschechien und Norwegen hatte Löw Höwedes nicht nominiert.

Von dpa

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