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2:0 gegen Ingolstadt: VfL Bochum gelingt der ersehnte Befreiungsschlag

BOCHUMAufatmen beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum! Nach zwei Niederlagen in Serie stand das Team von Trainer Ismail Atalan im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mächtig unter Druck. Umso wichtiger waren die Treffer von Felix Bastians und Robbie Kruse zum 2:0 (2:0)-Heimsieg.

VfL Bochum gelingt der ersehnte Befreiungsschlag
Emotionen pur: VfL-Kapitän Felix Bastians bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Foto: dpa

Der VfL kombinierte diesmal nur ansatzweise so wie in den vergangenen Partien, dafür stimmte nun der Ertrag. "In den letzten Wochen sind wir mehrfach in Schönheit gestorben, jetzt haben wir gezeigt, dass wir auch eklig und dreckig spielen können", brachte es Mittelstürmer Lukas Hinterseer treffend auf den Punkt.

Doppelschlag binnen weniger Minuten

Bochum nahm von Beginn an den Kampf an, bekam dadurch Sicherheit ins Spiel und hatte nach einem Doppelschlag in der 24. und 27. Minute alle Trümpfe in der Hand. Erst passte der erneut starke Kevin Stöger einen Freistoß von der Torauslinie flach auf Bastians, der das Leder aus acht Metern in die Maschen drosch. Dann spielte Stöger einen tödlichen Flachpass an den Fünfmeterraum, wo der ebenso auffällige Kruse eiskalt zum 2:0 vollendete.

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2. Bundesliga, 8. Spieltag: VfL Bochum - FC Ingolstadt 2:0 (2:0)

"Der Druck war vor dem Spiel da", räumte Stöger ein. "Diesmal hatten wir Glück, dass wir schnell den zweiten Treffer nachlegen konnten." Allerdings gab es gerade in Bezug auf seine Person auch einen Wermutstropfen. Aufgrund der fünften Gelben Karte wird Stöger am nächsten Samstag beim Auswärtsspiel in Kiel fehlen.

1:0 war der "Brustlöser"

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Ingolstadt um den Anschlusstreffer. Doch neben einem resoluten Innenverteidiger Patrick Fabian und etwas Glück hatte der VfL in Manuel Riemann diesmal wieder einen Torwart, der bei seiner Rückkehr endlich Ruhe ausstrahlte und seine Farben bei einem Freistoß von Sonny Kittel (58.) sowie gegen Sören Kutschke (64.) vor dem 2:1 bewahrte.

Zwar verpasste es der VfL vor 11.251 Besuchern, bei Kontern den vorentscheidenden dritten Treffer zu erzielen, brachte aber den Sieg sicher über die Zeit. "Nach einer zerfahrenen Anfangsphase war das 1:0 der Brustlöser", bilanzierte VfL-Coach Ismail Atalan, der erleichtert war, dass "wir schnell das 2:0 nachgelegt haben", aber haderte, dass "wir in der zweiten Halbzeit nicht den Sack zugemacht haben".

"Wir sind als Mannschaft aufgetreten"

Einen entscheidender Faktor für den Erfolg nannte Manuel Riemann: "Wir sind als Mannschaft aufgetreten. Jeder Spieler hatte diesmal den unbedingten Willen und hat die letzten zwei, drei Prozent aus sich herausgeholt. Das war der Schlüssel zum Erfolg."

Natürlich war auch die Diskrepanz zwischen gutem fußballerischen Auftritt und fehlendem Ertrag ein Thema. "Nur vom Schönspielen kann man sich nichts kaufen", stellte Riemann klar. "Wir hatten darüber gesprochen, was wir ändern müssen und haben eine Reaktion gezeigt." 

Untypische Reaktion

Ein weiteres Thema war, dass der VfL zuletzt nach einer 1:0-Führung eher unsicher agiert hatte. "Das ist untypisch", erklärte Riemann. "Das hatten wir angesprochen und uns vorgenommen, dass wir, wenn wir erneut das 1:0 erzielen würden, diesen Vorsprung länger halten."

TEAMS UND TORE
VfL Bochum:
Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Soares - Tesche, Losilla, Stöger (75. Hoogland) - Kruse, Hinterseer (82. Gyamerah), Diamantakos (87. Wurtz)

FC Ingolstadt 04: Nyland - Träsch (81. Leipertz), Matip, Wahl, Gaus - Cohen (46. Kutschke) - Schröck, Morales - Pledl, Lezcano, Kittel (70. Lex) 
Tore: 1:0 Bastians (24.), 2:0 Kruse (27.)
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt)
Zuschauer: 11.251
Gelbe Karten: Stöger (5), Danilo Soares (2) / Cohen (1), Lezcano (3), Lex (2), Träsch (
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