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Ultras zünden Böller: VfL-Mitglieder stimmen klar für Ausgliederung

BOCHUMFür Fußball-Zweitligist VfL Bochum ist der Weg frei, um seine Profi-Abteilung ausgliedern und in eine Kapitalgesellschaft (GmbH & Co. KGaA) umwandeln zu können. Dafür haben bei der Jahreshauptversammlung am Samstag 80,19 Prozent der anwesenden Mitglieder gestimmt. Es folgten unschöne Szenen in der Jahrhunderthalle.

VfL-Mitglieder stimmen klar für Ausgliederung
Gut 80 Prozent der VfL-Mitglieder stimmten für die Ausgliederung. Foto: VfL Bochum

Insgesamt nahmen 2.708 Mitglieder an der Abstimmung teil. Von ihnen stimmten 2.158 für die Ausgliederung, 533 (19,81 Prozent) dagegen. Hinzu kamen 16 Enthaltungen und eine ungültige Stimme. Damit nahm der Klub die für die Ausgliederung notwendige 75-Prozent-Hürde deutlich.

Eine verletzte Person

Als Aufsichtsrats-Vorsitzender Hans-Peter Villis um 15.05 Uhr das Ergebnis bekanntgab, brandete zunächst viel Applaus auf. Dann verließen Ultras der Opposition, die zuvor durch destruktive Zwischenrufe aufgefallen waren, die Halle, warfen Stühle und zündeten sogar Böller im Foyer. Dabei erlitt eine Personen eine Ohrverletzung.
 


Vor der Abstimmung über die Ausgliederung hatten die Mitglieder sowohl dem Aufsichtsrat als auch dem Vorstand die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/2017 mit überwältigender Mehrheit erteilt. In diesem Geschäftsjahr erwirtschaftete der VfL einen Überschuss in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Einen Teil der Summe nutzte der Klub, um seine Schulden weiter abzubauen: von 4,9 auf 3,5 Millionen Euro.

Spieleretat steigt um gut zwei Millionen Euro

Darüber hinaus verfügt der VfL erstmals seit Jahren wieder über Eigenkapital - wenn auch nur in fünfstelliger Höhe. Zudem wurde der wirtschaftliche Gewinn in den Spieleretat investiert, der im Vergleich zur vergangenen Saison von 9,3 Millionen Euro auf 11,4 Millionen Euro für die aktuelle gesteigert wurde.

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