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Dramatische Szenen in Bochum: Kind krabbelt aus Kinderwagen - Auto erfasst es

BOCHUMEs klingt nach einem Horror-Szenario: Ein Kleinkind krabbelt am Sonntagnachmittag in Bochum aus seinem Kinderwagen und gerät auf die Straße – unbemerkt von seinen Eltern. Dann kommt ein Auto. Und erfasst das sieben Monate alte Mädchen.

Es müssen dramatische Momente gewesen sein. Ein sieben Monate altes Mädchen ist am Sonntagnachmittag in Bochum-Dahlhausen von einem Auto erfasst worden – und wurde beinahe überfahren. Dabei standen die Eltern wahrscheinlich direkt daneben. Wie konnte es dazu kommen?

"Das war eine konfuse Situation", sagt Jens Artschwager, Sprecher der Bochumer Polizei. Die Eltern des Mädchens sind in der Bochumer Pfarrer-Fischer-Straße unterwegs, als sie ins Gespräch kommen. Und offenbar den Kinderwagen aus den Augen lassen. Ihre Tochter klettert aus dem Wagen, gerät irgendwie auf die Straße. Ein Autofahrer aus Bochum erfasst das Kleinkind.

Ein paar Zentimeter fehlten bis zu Katastrophe

Dann: aufatmen. Weil der 80-jährige Fahrer ziemlich langsam unterwegs war, konnte er rechtzeitig bremsen. Glück im Unglück also? Mehr noch. "Das Kind ist nicht unter die Reifen, sondern unter die Frontschürze geraten", sagt Artschwager. Das heißt: Das kleine Mädchen lag zwar unter dem Auto – die Reifen kamen aber gerade rechtzeitig zum Stehen. Ein paar Zentimeter fehlten also bis zur Katastrophe. Erst als der Fahrer ein Stück zurückgesetzt hatte, konnten die Eltern ihr Kind befreien.

Zur Sicherheit kam das Mädchen zwar ins Krankenhaus, hatte aber wohl Glück. Das Kind sei nach ersten Erkenntnissen unverletzt gewesen, heißt es von der Polizei. Auch wenn anscheinend nichts passiert ist, ermittelt nun das Bochumer Verkehrskommissariat. Das sei Routine, meint der Polizei-Sprecher. Bei einem solchen Unfall gebe es immer einen, der beschuldigt werde, so Artschwager – in diesem Fall ist das der Autofahrer.

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