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Verstöße in der Altstadt: Stadt Castrop-Rauxel geht gegen Falschparker vor

CASTROPEinen legalen Parkplatz in der Altstadt von Castrop-Rauxel zu finden, ist vielen Autofahrern offenbar zu lästig. Bei der Stadt gehen vermehrt Beschwerden von Anwohnern, Besuchern und Gewerbetreibenden über Falschparker ein. Die Stadt gibt nun Hinweise, wie es richtig geht, und kündigt Strafen an.

Stadt Castrop-Rauxel geht gegen Falschparker vor
Auch am Biesenkamp kommt es laut Aussage der Stadt immer häufiger vor, dass Ladezonen zugeparkt werden oder Autos in der zweiten Reihe stehen. Die Fahrer müssen damit rechnen, dass ihr Auto künftig abgeschleppt werden kann. Foto: Abi Schlehenkamp

Einen Parkplatz in der Altstadt zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwierig – wenn man bereit ist, ein paar Schritte zu Fuß zurückzulegen. Oft sind Autofahrer das aber nicht. So wird zum Beispiel am Biesenkamp regelmäßig in den Ladezonen oder an der Wittener Straße in zweiter Reihe geparkt.

„Bei uns im Rathaus gehen immer mehr Beschwerden von Anwohnern, Besuchern und Gewerbetreibenden ein“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann. Und auch im Betriebsausschuss 1 sei diese Problematik schon diskutiert worden. Das Ordnungsamt wird laut Hilleringmann deshalb die Parksituation in der Altstadt ab sofort noch stärker in den Blick nehmen und, wenn nötig, Fahrzeuge auch abschleppen lassen.

So lauten die Hinweise der Stadt:

  • Weder in Ladezonen noch in zweiter Reihe auf der Fahrbahn darf geparkt werden. Ladezonen sind, ebenso wie andere Halteverbote, in Gänze freizuhalten. Sie dienen ausschließlich zum Be- und Entladen. Ein Einkauf, und dauert er auch nur wenige Minuten, fällt nicht darunter.
  • Auf gebührenpflichtigen öffentlichen Parkplätzen in Castrop-Rauxel ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr ein Parkticket notwendig. Für kurze Erledigungen können Autofahrer ein Freiticket, das sogenannte „Brötchenticket“, ziehen und 15 Minuten kostenlos parken. Ansonsten gelten die Gebührenregelungen 70 Cent für 30 Minuten auf dem Castroper Marktplatz und 30 Cent für 30 Minuten im übrigen Stadtgebiet. In der Tiefgarage am Europaplatz ist die erste Stunde Parken frei.
  • Seit September können Autofahrer ihre Parkgebühren auch per Handy zahlen. Dafür kooperiert die Stadtverwaltung mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Zur Auswahl stehen die Anbieter EasyPark, ParkNow, Yellowbrick und Trafficpass. Anleitungen für das Handyparken befinden sich auf den Parkscheinautomaten. Den Parkvorgang startet der Autofahrer per App, Anruf oder SMS. Seine Parkzeit kann er nach Bedarf stoppen oder verlängern. So entfallen Überzahlung und auch Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets. Ob ein Auto ein digitales „Handy-Parkticket“ hat, erkennen die Politessen, indem sie das Kennzeichen mit einem zentralen System abgleichen. 
Zahlen zum Thema
Im Jahr 2016 kassierte die Stadt knapp 264.000 Euro wegen Tempoverstößen (Blitzer). Im sogenannten ruhenden Verkehr inklusive Umweltzonenverstößen kamen gut 326.000 Euro zusammen. Das niedrigste Bußgeld 2016 betrug 10 Euro, das höchste 320 Euro. Die höchste gemessene Geschwindigkeit 2016 betrug 113 km/h in geschlossener Ortschaft, 2015 waren es 99 km/h. Bei den Tempomessungen wurden 2016 insgesamt 12.737 Verwarnungen und 1279 Bußgeldbescheide erlassen, im ruhenden Verkehr wurden 22.488 Verwarnungen und 3551 Bußgeldbescheide erlassen.

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Kommentare
  • Ganz einfach, die Stadt Castrop-Rauxel bietet in der Altstadt viel zu wenige Parkplätze an
    von Spanki01 am 07.10.2017 08:53 Uhr

    und versucht es nun finanziell auszunutzen, wenn gefrustete Autofahrer letztendlich doch falsch parken, weil sie kein Parkplatz finden. Die wenigsten Kraftfahrer unternehmen vorher keine Versuche einen legalen Parkplatz zu finden- und es kann auch niemanden zugemutet werden, ein Parkplatz am anderen Ende der Stadt zu nutzen. Denn wofür zahlen wir Steuern, wenn z.B. Castrop-Rauxel sich nicht mit mehr angebotenen Parkplätzen dem steigendem Verkehrsaufkommen anpasst. Sicher, man kann versuchen den Kraftfahrern durch immer mehr Knöllchen das Leben schwer zu machen. Nur die Folge wird sein, dass noch mehr Kraftfahrer mit ihren Familien auswärts z.B. in Recklinghausen einkaufen fahren oder dort -sich andere Ärzte oder Dienstleister suchen. Gerade Castrop-Rauxel ist zum Einkaufen schon unattraktiv genug, da sollte man die letzten Kunden nicht auch noch vergraulen.

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