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Vereinsrettung vor zehn Jahren: BVB-Fanmarsch mit 2200 Teilnehmern

DORTMUND"Niebaum, Meier, Pleitegeier": Mit dieser Parole bahnten sich vor zehn Jahren 1500 BVB-Fans ihren Weg vom Friedensplatz zum Stadion. Kurze Zeit später schaffte es Borussia Dortmund, die Insolvenz doch noch zu vermeiden. Zum zehnten Jahrestag marschierten am Samstagnachmittag die Fans erneut in Richtung Stadion - es waren sogar mehr als 2005.

BVB-Fanmarsch mit 2200 Teilnehmern
Die BVB-Anhänger haben sich vor der Oper versammelt. Sie wollen bis zum Stadion ziehen. Foto: Oliver Schaper

Aktualisierung 15.46 Uhr:

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BVB-Fanmarsch zum Stadion

Der Fanmarsch ist offiziell beendet, noch bevor die Teilnehmer das Stadion erreicht haben. Der Grund: Die Unterführung oberhalb der Hohen Straße ist für so viele Teilnehmer zu eng. Die Polizei hat sie "aus Sicherheitsgründen" abgesperrt. Die Fans sollen den geschlossenen Marsch auflösen und den Fußgängerüberweg zum Stadion nutzen.

Aktualisierung 15.40 Uhr:

Die Polizei spricht von 2200 Teilnehmern. Der Marsch nähert sich bereits der Bundesstraße 1. Es ist nicht mehr weit zum Stadion. Wie vor zehn Jahren tragen die Teilnehmer ein Transparent "Not for sale" ("Nicht zu verkaufen") vor sich her.

Aktualisierung 15.30 Uhr:

Der Fanmarsch führt nun entlang der Hohen Straße. Die Fans singen: "Es gibt nur eins, das bleibt bestehen, Borussia wird nie untergehen!"

Aktualisierung 15.19 Uhr:

Der Fanmarsch setzt sich jetzt in Bewegung.

Aktualisierung 15.14 Uhr:

Ein BVB-Fan erklärt einem Passanten, warum hier so viele Menschen stehen und was heute vor 10 Jahren geschah. Markus Kaminski (28), BVB-Fan aus Scharnhorst: "Wir sind stolz auf unseren Verein. War super, dass das damals weiterging." Der Platz füllt sich. Der Marsch hat noch nicht begonnen.

Aktualisierung 15 Uhr:

Der Platz an der alten Synagoge in Schwarzgelb. Ein Viertel des Platzes ist gefüllt: Viele Fans suchen Schutz vor dem einsetzenden Nieselregen, sie wollen gleich starten. Anmelder Jan-Henrik Gruszecki von der Ultra-Gruppe "The Unity" zu der Veranstaltung: "Wir feiern schon heute das Osterfest, die Wiederauferstehung des BVB."

Ursprünglicher Artikel:

Im Vorfeld des Heimspiels gegen den 1. FC Köln wollen BVB-Fans um 15 Uhr vom Platz der alten Synagoge vor dem Theater zum Signal Iduna Park ziehen. Der Anmelder der Kundgebung, Jan-Henrik Gruszecki von der Fan-Gruppe "The Unity", rechnet mit 500 bis 1500 Teilnehmern. Getragen wird die Demo von der gesamten schwarzgelben Fanszene.

Der Tag ist bewusst gewählt. Genau zehn Jahre zuvor, am 14. März 2005, entschied sich das Schicksal des BVB. In letzter Minute segneten die Eigner des Stadionfonds Molsiris in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Düsseldorfer Flughafen den Sanierungsplan des hochverschuldeten Vereins ab. Borussia Dortmund war gerettet - eine Entscheidung, ohne die die atemberaubende Wiedergeburt des BVB unter Jürgen Klopp nicht möglich gewesen wäre.

"Mit Stolz und Demut zurückblicken"

Bereits einen Monat zuvor, am 12. Februar 2005, hatten 1500 Fans ihren Unmut über die damalige Vereinsführung in einem großen Protestmarsch geäußert. Sie marschierten hinter einem großen Plakat mit der Aufschrift "Not for Sale" zum Stadion.

Diesem Protest wollen die Organisatoren des neuen Fanmarschs am Samstag gedenken: "Vergiss niemals, wo du herkommst", heißt es in der Ankündigung der BVB-Fanabteilung. "Lasst uns alle mit Stolz und Demut zurückblicken, um auch im Hier und Jetzt kritisch zu bleiben und die Zukunft vernünftig mitzugestalten."

So berichteten wir 2005 über den Fanmarsch:

 

 

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