Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Betrugsvorwurf war falsch: Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Eissport-Funktionär ein

DORTMUNDDer Staatsanwalt hat die Akten zugeklappt: Der Sportfunktionär Friedrich Dieck, Mitarbeiter am Olympiastützpunkt Westfalen, muss wegen der Strafanzeige des NRW-Landessportbundes kein gerichtliches Nachspiel befürchten. Der Betrugsvorwurf gegen ihn ist vom Tisch.

1/2
  • Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Eissport-Funktionär ein
    Friedrich Dieck. Archivfoto: Nils Foltynowicz

Nach einjährigen Ermittlungen und umfangreichen Zeugenvernehmungen haben die Strafverfolger das Verfahren eingestellt. Das bestätigte Staatsanwalt Elmar Pleus auf Anfrage. Dieck ist auch Vize-Präsident des NRW-Eissportverbandes.

Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen durch eine Strafanzeige des Landessportbundes (LSB) in Duisburg, der Dachorganisation für den am Gemeinwohl ausgerichteten Breitensport. Bei einer Revision Anfang 2016 waren Unregelmäßigkeiten bei den Abrechnungen für Fortbildungskurse aufgefallen. Die LSB-Revisoren hatten den Verdacht, eingereichte Verwendungsnachweise für einzelne Seminare könnten falsch ausgefüllt worden sein, um für den Eissport höhere Fördermittel herauszuholen.

Kein Anhaltspunkt für Straftatbestand

Damit lagen die LSB-Revisoren offenbar falsch. Es habe sich kein Anhaltspunkt für den Straftatbestand eines Betruges ergeben, sagte Staatsanwalt Pleus. „Dieser Vorwurf ist vom Tisch.“

In einem Fall habe man allerdings dem Betroffenen eine „Urkundenfälschung“ nachweisen können. Dieck soll die Unterschrift eines Übungsleiters unter einen Verwendungsnachweis gesetzt haben. „Der Betroffene hatte sich aber im Nachhinein einverstanden erklärt“, sagt Pleus. Daher habe die Staatsanwaltschaft entschieden, das Ermittlungsverfahren wegen „Geringfügigkeit der Schuld“ einzustellen.

"Ich bin froh, dass es vorbei ist"

Er sei erst am Mittwoch darüber informiert worden, sagte Dieck am Donnerstag auf Anfrage. Das Verfahren habe ihn belastet. „Und ich bin froh, dass es vorbei ist.“ Gefragt, warum der Eissportverband im Februar 2016 an den LSB rund 18.000 Euro erstattet hat, sagte Dieck, man habe „die Förderrichtlinien anders interpretiert als der LSB.“

Nach Angaben von Staatsanwalt Pleus ist die Summe „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ zurückgezahlt worden. Der LSB sah sich am Donnerstag zu einer Stellungnahme nicht in der Lage.

Zur Startseite >

Orte

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG