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Großereignis für Gläubige: Evangelischer Kirchentag kommt nach Dortmund

DORTMUNDLange war die Finanzierung nicht klar, jetzt steht es fest: Der 37. Evangelische Kirchentag wird in Dortmund stattfinden. Die Stadt kann sich also 2019 auf eine Großveranstaltung einstellen. Das kostet Geld, doch es gibt auch Vorteile.

Evangelischer Kirchentag kommt nach Dortmund
Der Evangelische Kirchentag wird in Dortmund, und so auch in St. Reinoldi, stattfinden. Archivfoto: Menne

Das Präsidium des Kirchentages nahm in seiner Sitzung am späten Freitagabend die Einladung der Evangelischen Landeskirche von Westfalen, der Stadt Dortmund und des Landes Nordrhein-Westfalen an.

Ob der Kirchentag auch in Dortmund stattfinden sollte, war zuletzt auch eine finanzielle Frage. Denn die Kommune sollte 2,7 Millionen Euro der errechneten 19,6 Millionen Euro beisteuern, wie noch in der August-Sitzung des Finanzausschusses vorgerechnet wurde. Damals warb Stadtkämmerer Jörg Stüdemann für die fünftägige Veranstaltung. Der Image-Effekt für Dortmund sei groß, auch würde der Tourismus von der Großveranstaltung profitieren. Schließlich müssten die Teilnehmer des Kirchentags, die aus ganz Deutschland und der Welt kommen, auch irgendwo übernachten.

Steinmeier: "Anpacken mit Mut und Zuversicht"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, seit 2011 Mitglied des Kirchentags-Präsidiums und designierter Präsident für den Dortmunder Kirchentag, begrüßt die Entscheidung: "Ich freue mich, dass der Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 bereits zum dritten Mal im Herzen Westfalens stattfinden wird. Dortmund hat als alte Reichs- und Hansestadt Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte erlebt und sich mehrfach in seiner 1100-jährigen Geschichte neu erfinden müssen. Anpacken mit Mut und Zuversicht, das zeichnet die Dortmunder aus." Davon werde auch der Deutsche Evangelische Kirchentag 2019 profitieren.

Fest des Glaubens

Kirchentags-Generalsekretärin Ellen Ueberschär: "Wir freuen uns sehr über die Einladung in die westfälische Metropole! Der Kirchentag passt mit seinen Kern-Ideen, zu Ehrenamt zu motivieren, Demokratie zu stärken, Kultur in die Breite zu tragen und mit seiner fröhlichen, friedvollen Stimmung genau nach Dortmund. Schon jetzt ist die Vorfreude groß auf ein Fest des Glaubens, das alle einlädt.“

"Das ist ein klarer Verstoß gegen die Trennung von Kirche und Staat", sagt Maximilian Steinhaus. Er ist Sprecher der Initiative "Elftes Gebot – du sollst deinen Kirchentag selbst finanzieren". Andere religiöse Gruppen könnten nun ebenfalls den Anspruch erheben, dass ihre Feiern finanziert würden. „Der Kirchentag wird oft so dargestellt, als sei er keine Missionierungsfeier“, so Steinhaus weiter. Allerdings sprächen die Initiatoren selbst von einem Fest des Glaubens. „Was ist denn nun?“

Nach 1963 und dem Ruhrgebiets-Kirchentag 1991 ist das Christentreffen zum dritten Mal in Dortmund und in der Evangelischen Landeskirche von Westfalen zu Gast. Über den Kirchentag Der Deutsche Evangelische Kirchentag besteht seit 1949 und findet alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt statt.

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