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Großes Sanierungsprogramm: Straßen und Kanäle: Hier wird in Dortmund gebaut

DORTMUNDMehr als 200 Millionen Euro hat die Stadt Dortmund für Investitionen in diesem Jahr eingeplant. Viel davon fließt in den Straßen- und Kanalbau. Das heißt allerdings auch: viele Baustellen und Verkehrsbehinderungen. Wir zeigen auf einer Karte die größten Baustellen.

Straßen und Kanäle: Hier wird in Dortmund gebaut
Auch in Wambel wird gebaut - die Autofahrer brauchen da Geduld. Foto: Oliver Schaper

Der Haushalt ist freigegeben, der Startschuss für das riesige Bauprogramm der Stadt Dortmund gefallen. Mehr als 200 Millionen Euro sind in diesem Jahr für Investitionen vorgesehen. Sie fließen vor allem in Bau und Sanierung von Schulen und Sporthallen und die Erneuerung von Straßen. Die Karte gibt einen Überblick über die wichtigsten und größten Straßenbau-Projekte – es sind längst nicht alle. Aber es gibt deutliche Schwerpunkte.

Auf den roten Strecken wird an den Straßen gebaut, durch einen Klick auf die jeweilige Strecke erfahren Sie, in welchem Zeitraum die Bauarbeiten stattfinden.

Außer den Straßenbauprojekten gibt es auch noch Kanalbauprojekte, die zu Einschränkungen im Verkehr führen können. Eine Übersicht, aufgegliedert nach Regionen.

Rund um die Innenstadt

Gleich mehrere wichtige Zufahrtsstraßen in die City werden zur Baustelle. Ziel ist dabei nicht nur die Verbesserung des Straßenuntergrunds, sondern vor allem die Lärmbekämpfung.

Den Anfang im Sanierungsprogramm macht die Mallinckrodtstraße zwischen Hafen und Schützenstraße, wo die vorbereitenden Arbeiten schon begonnen haben. Später folgen unter anderem ein Teil der Münsterstraße zwischen Mallinckrodt- und Lortzingstraße sowie die Bornstraße südlich der Mallinckrodtstraße.

Grundsaniert werden soll die Steinstraße nördlich des Hauptbahnhofs. Ein genauer Termin steht dafür allerdings noch nicht fest. Im Süden der Innenstadt werden in mehreren Bauabschnitten die Ruhrallee und die Märkische Straße saniert und bekommen lärmmindernden Asphalt. Auf Staus einstellen kann man sich auch im Bereich Ostwall, wo die Fahrbahn des inneren Rings neu asphaltiert werden soll.

Die Hellweg-Schiene

Von Körne bis Wickede reicht eine ganze Perlenkette an Baustellen auf dem Hellweg. Auch hier geht es meist um den Einbau von lärmminderndem Asphalt. Größte und langwierigste Einzelmaßnahme ist der gemeinsam mit den Stadtwerken (DSW21) geplante zweigleisige Ausbau der Stadtbahnstrecke für die U 43 zwischen In den Börten in Brackel und der Asselner Straße für 3,3 Millionen Euro. Gut zwei Jahre – von November 2017 bis Ende 2019 – sollen die Arbeiten dauern. Wobei zeitliche Verschiebungen bei allen Baumaßnahmen nicht ausgeschlossen sind, wie Tiefbauamts-Leiterin Sylvia Uehlendahl betont.

Im Westen

Im nördlichen Abschnitt ist die Provinzialstraße schon umgebaut, jetzt folgt der südliche Teil zwischen Kaubomstraße und der Stadtgrenze zu Bochum. Rund 1,8 Millionen Euro sollen zwischen November 2017 und Juli 2019 verbaut werden. Ebenfalls in Lütgendortmund steht mit Schwerpunkt Lärmschutz die Fahrbahnsanierung in Teilen der Limbecker Straße und des Lütgendortmunder Hellwegs an.

Zur Baustelle wird bis in den Herbst 2018 auch das Martener Zentrum mit Martener Straße und Schulte-Heuthaus-Straße. Im Herbst dieses Jahres soll die Straße Bärenbruch in Kirchlinde für rund 800.000 Euro grundsaniert werden.

Vor einem gründlichen Umbau steht außerdem das Kanalsystem im Bereich Alter Hellweg und Hohbrinkstraße in Marten – was auch hier mit zeitweisen Sperrungen verbunden ist. Knapp 700 Meter neue Kanäle werden hier eingebaut, auf 2,1 Millionen Euro werden die Gesamtkosten beziffert, die Bauzeit auf 15 Monate geschätzt.

Im Nord-Osten

Größere Kanalarbeiten gibt es unter anderem in der sogenannten Maler-Siedlung in der östlichen Innenstadt. Hier müssen zwischen Kirschbaumweg und Am Rabensmorgen marode Kanäle, die aus dem Jahr 1912 stammen, ausgetauscht werden. Für die Anwohner bleibt das verkehrstechnisch nicht ohne Folgen. Die Albrecht-Dürer-Straße, Peter-Paul-Rubens-Straße und Arnold-Böcklin-Straße werden teilweise voll gesperrt.

Umfangreich sind auch die Kanalnetz-Arbeiten in Lanstrop, wo für 3 Millionen Euro unter anderem neue Kanalrohre verlegt werden. Die Lanstroper Straße und die Bremsstraße sind zeitweise gesperrt.

Im Süden

Ein Schwerpunkt im Süden ist die Fahrbahnsanierung mit lärmminderndem Asphalt auf der Hagener Straße. Geplant sind von Herbst dieses Jahres bis Ende 2018 zwei Bauabschnitte zwischen Mergelteichstraße und Bozener Straße. Im Bereich Hombruch stehen unter anderem die Löttringhauser Straße und die Straße Am Hombruchsfeld auf der Baustellen-Liste.

Rund um Hörde

Baustellen sind die Hörder – insbesondere rund um den Phoenix-See und im Zentrum – inzwischen gewohnt. Die Hermannstraße ist aktuell schon wegen Kanalbauarbeiten in Richtung Osten gesperrt. Von Herbst 2017 bis Sommer 2018 soll die neue Fahrbahn dann lärmschluckenden Asphalt bekommen.

Die nächste Großbaustelle wird dann die Faßstraße, die zwischen Hermannstraße und An der Seekante spätestens im nächsten Jahr endgültig umgebaut und neu gestaltet werden soll. In Schüren steht die Sanierung der Schüruferstraße auf dem Programm.

Baugebiete

Rund 5 Millionen Euro investiert das Tiefbauamt im Zusammenhang mit Projekten des städtischen Sondervermögens, also größeren Wohnungsbau-Projekten. Dazu gehört etwa der Ausbau der Straßen in den Baugebieten Kahle Hege in Asseln, Brechtener Heide und Bergfeld in Lücklemberg.

Wie das Tiefbauamt sind auch die Kanalbauer mit der Erschließung neuer Baugebiete befasst. In den nächsten Monaten wird so in Brechten die Erweiterung des Baugebiets Brechtener Heide vorbereitet, in Lücklemberg die Erschließung des Neubaugebiets Bergfeld. Hier entstehen nicht nur neue Kanäle, sondern auch ein Regenrückhaltebecken.

Auf dem Bauprogramm stehen auch Veränderungen am Nathebach und am Heisterbach, der sogenannte Vorflut-Kanal in Sölderholz. Damit verbunden sind Sperrungen in der Bodieckstraße und in Teilen der Schürhoffstraße.

Weitere Projekte

Neue Kreisverkehre entstehen an der Uhlandstraße in der Nordstadt und an der Flughafenstraße in Scharnhorst. Eine Million Euro sollen 2017 in den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen gesteckt werden. Dazu kommen mehrere Brückenbau-Projekte.

Längerfristige Projekte

Schon seit 2014 und noch bis Ende 2019 läuft der Umbau und die Erweiterung der Stadtbahnstation Hauptbahnhof. Mit dem Thema Stadtbahn verbunden sind auch zwei weitere langfristige Projekte, die noch im Planungsstadium sind: der barrierefreie Umbau der Stadtbahn-Haltestellen an der B 1 und im Bereich Rheinische Straße westlich der Dorstfelder Brücke.

Voraussichtlich im Frühjahr 2018 soll es mit dem Umbau der Kampstraße zum Boulevard im zentralen Abschnitt zwischen Petri- und Reinoldikirche weitergehen. Bis Herbst 2020 soll dann der gesamte Boulevard fertig sein. Im nächsten Jahr soll auch der westliche Abschnitt der Silberstraße umgestaltet werden.

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