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Spezialkameras: Feuerwehr-Drohne kann Unfallopfer aufspüren

DORTMUNDEine zu Forschungszwecken entwickelte Drohne hat es in den Einsatzdienst der Feuerwehr geschafft: Der Octocopter kann nicht nur von A nach B fliegen, sondern auch brandgefährliche Gefahren aufspüren und im Dickicht verborgene Unfallopfer erkennen. Ein weiterer Drohnen-Typ ist noch in der Experimentierphase. Er ist spektakulär.

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  • Feuerwehr-Drohne kann Unfallopfer aufspüren
    Norbert Pahlke vom Fernmeldezug der Dortmunder Feuerwehr steuert die Drohne mit einer Fernbedienung. Foto: Peter Bandermann

Um unter Trümmern liegende Glutnester aufspüren und vermisste Personen erkennen zu können, kann die Dortmunder Feuerwehr eine Drohne über Einsatzorte steuern und Bilder aufnehmen. Die live übertragenen Daten geben den Einsatzleitern einen guten Überblick. Das Zoomobjektiv einer handelsüblichen Digitalkamera kann Details scharf heranziehen.

Um verdeckte Feuergefahren oder im Dickicht verborgene Unglücksopfer erkennen zu können, sucht die Feuerwehr ein Areal mit der Infrarotkamera der Drohne ab - die Kamera erkennt Wärmequellen und überträgt die Bilder ebenfalls live.

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Feuerwehr-Drohne kann verunglückte Patienten orten

Tragflächen wie ein Flugzeug

Die Einsatzdrohne ist nicht der einzige Flieger, den die Dortmunder Feuerwehr mit entwickelt hat. Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie ist mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, der Deutschen Telekom und der Deutschen Flugsicherung für einen neuen Drohnen-Typ an den Start gegangen.

Das unbemannte Flugobjekt nutzt, wie Quadro- oder Octocopter, zwar Rotoren, setzt aber Tragflächen wie ein Flugzeug ein und kann deshalb schneller fliegen. Auch optisch erinnert der Flieger eher an ein Modellflugzeug als an eine der handelsüblichen Kamera-Drohnen.

Dieser Videofilm stellt das Projekt vor:

 

 

 

Der auf Phoenix-West in Hörde getestete Flieger hat allerdings keine Serienreife. Er muss insgesamt robuster werden. Einsetzen kann die Feuerwehr ein späteres Modell, wenn der Luftraum besser überwacht werden kann. "Selber zu sehen, wohin man fliegt, ist das kleinste Problem. Das größte Problem ist, gesehen zu werden", sagt Dr. Hauke Speth von der Dortmunder Feuerwehr. Denn der Verkehr mit Drohnen wird in Deutschland weiter steigen.

Eine Drohne mit größerer Reichweite kann die Feuerwehr vorschicken, um Einsatzorte aus der Luft bewerten zu können. Zum Beispiel bei einem Unfall in einem Autobahnkreuz. Häufig können Zeugen nicht genau sagen, auf welcher Fahrbahn sich der Unfall ereignet hat. Wenn die Drohne die genaue Position durchgibt, kann die Feuerwehr ohne Umwege und Zeitverluste anfahren.

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