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Vorbestrafter Sozialpädagoge: Kindesmissbrauch: Boris L. legt Geständnis ab

DORTMUND54 Taten wegen Kindesmissbrauchs: So lautet der Vorwurf gegen den bereits einschlägig vorbestraften Sozialpädagogen Boris L.. Zum Prozessauftakt am Donnerstag legte der 39-Jährige ein Geständnis ab.

Kindesmissbrauch: Boris L. legt Geständnis ab
Das Foto zeigt den Angeklagten und Verteidigerin Dr. Arabella Liedtke. Foto: Martin von Braunschweig

Boris L. ist 2008 wegen Kindesmissbrauchs zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Trotzdem arbeitete der Sozialpädagoge aus dem Dortmunder Osten weiter mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen.

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag der Prozess wegen 54 weiterer Missbrauchstaten begonnen. Vier Kinder sollen Opfer der sexuellen Übergriffen geworden sein. Das räumte der Angeklagte auf Anraten seiner Verteidigerin Dr. Arabella Liedtke auch gleich ein. "Wir hoffen, dass den Opfern damit eine Zeugenaussage erspart werden kann", sagte die Rechtsanwältin. Und Boris L. ergänzte: "Es tut mir sehr leid. Ich bereue es."

Spätestens seit 2010 vergriff sich der Sozialpädagoge also wieder an Kindern. Und das, obwohl er in seinem früheren Prozess erklärt hatte, er wolle nun eine Therapie machen und werde sich ganz bestimmt ändern. Wie es dann doch wieder zu Missbrauchstaten kommen konnte, will der 39-Jährige den Richtern im Laufe des Prozesses versuchen zu erklären.

So stehen erst einmal die offensichtlichen Tatsachen im Raum. Der Sozialpädagoge betreute als eine Art Coach verschiedene Jungen in Einzelsitzungen und erfand dabei dubiose Rollenspiele, die schließlich in sexuelle Handlungen mündeten. Meistens fanden die Sitzungen in seiner eigenen Wohnung statt. Andere Kinder traf Boris L. aber auch in deren Zimmern. Die Mütter standen dann vor der Tür und ahnten lange nichts.

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Kommentare
  • Polizeiliches Führungszeugnis
    von Comicus am 08.12.2016 15:27 Uhr

    Der LWL verlangt die Vorlage eines einwandfreien großen polizeilichen Führungszeugnisses als Grundlage für jede Einstellungserlaubnis. Selbst, wenn die Datenschützer erreicht haben, dass dieses nur noch durch den Arbeitgeber als "vorliegend" bestätigt werden muss, kann ich nicht verstehen, warum der vorbestrafte Kerl in die Lage kommen konnte, allein mit Kindern zu arbeiten *kopfschüttel*

  • Wegen wiederholten Kindesmissbrauch verurteilt
    von swen51 am 08.12.2016 13:29 Uhr

    und arbeitet als Sozialpädagoge ??????????????????????? Bei unserer Justitz eigentlich doch nicht verwunderlich. Leit tut dem aber nur das er wieder erwischt wurde.Die Taten selber nicht.Das sollte jedem klar sein .Auch dem Gericht !

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