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"Kneipen-Bachelor": An diesen Theken kann jeder seinen Abschluss machen

DORTMUNDDortmund ist eine Studentenstadt. Gut 50.000 junge Menschen sind an den Hochschulen eingeschrieben. Ab Mai können Dortmunder einen neuen Abschluss erlangen - den "Kneipen-Bachelor". Wir erklären, was dahinter steckt.

An diesen Theken kann jeder seinen Abschluss machen
Jeder Absolvent erhält nach bestandener Kneipen-Tour eine Urkunde – zunächst wird der Bachelor gemacht. Wer seinen Bachelor hat, kein bei der nächsten Veranstaltung wieder mitmachen und dann den Master machen, danach folgen Doktor, Professor und Dekan. Mit einem Abschlussfoto wird der Erfolg festgehalten. Foto: Studenta

Ab Mai können sich die Dortmunder ein neues – nicht ganz ernst gemeintes – Studium aufnehmen: Beim Kneipen-Bachelor lernen die Studenten alles über die Kneipen-Kultur im Kreuzviertel. 

Das Studium, sagt Stefan Hugenroth, besteht eigentlich jeder. Denn die Anforderungen sind leicht: An einem Abend, dem 16. Mai (Dienstag), müssen die Studenten lediglich einige Bars besuchen, dort jeweils etwas trinken und sich einen Stempel abholen – schon ist der erste Abschluss des Semesters geschafft.

In Münster gibt’s den Kneipen-Bachelor schon seit sechs Jahren, elf Semester sind absolviert. Gut 3500 Menschen machen dort mittlerweile bei jedem Termin mit, berichtet Stefan Hugenroth vom Veranstalter Studenta. Und weil das Konzept dort so erfolgreich ist, wird es nun auch in anderen Städten angeboten. Dortmund geht also am 16. Mai ins erste Semester. Von da an soll das Format zu Beginn jedes Uni-Semesters laufen. Die Kneipen, die die Teilnehmer ansteuern, sollen alle zu Fuß erreichbar sein. „Da bietet sich das Kreuzviertel perfekt an“, sagt er.

Und so läuft der Abend:

  • Start ist im Club Silent Sinners an der Möllerbrücke. Hier erhalten alle Eingeschriebenen zwischen 18 und 20 Uhr ein Bändchen und einen Stempelplan mit den teilnehmenden Kneipen.
  • Studium: Vom Silent Sinners aus schwärmen die Studenten los in die Hörsäle – also zu den teilnehmenden Kneipen. Die Route kann jeder selbst wählen. Für das erste Getränk in jeder Kneipe gibt’s einen Stempel. Für dieses erste Getränk (0,2 Liter) zahlen die Teilnehmer nur 1,50 Euro. Was Stefan Hugenroth sehr wichtig ist: „Jeder kann trinken, was er möchte.“ Es gehe beim Kneipen-Bachelor nicht darum, sich zu betrinken, sondern neue Leute und die Kneipen-Szene kennenzulernen.
  • Ziel: Wer alle Stempel zusammen hat, geht zurück ins Silent Sinners. Dort gibt’s ein Foto, eine Abschlussurkunde – und eine Abschlussparty, bei der alle Teilnehmer gemeinsam feiern. 

Bislang haben neben dem Silent Sinners, Rittershausstraße 65, acht Kneipen im erweiterten Kreuzviertel zugesagt:

  • Bürgermeister Lindemann, Lindemannstraße 12
  • Kumpel Erich, Kreuzstraße 87
  • Uncle Tom’s, Arneckestraße 76
  • El Mundo, Neuer Graben 48
  • Wohnzimmer, Neuer Graben 16
  • Mit Schmackes, Hohe Straße 61a
  • Allegro, Harnackstraße 27
  • Briefkästchen, Landgrafenstraße 166

Weitere Kneipen können noch dazu kommen, sagt Stefan Hugenroth. Erfahrungsgemäß würden vor allem Studenten aus dem ersten Semester, die gerade in die Stadt gezogen sind, beim Kneipen-Bachelor mitmachen. Teilnehmen kann aber jeder, sagt Stefan Hugenroth, auch Nicht-Studenten. Er rechnet für die Premiere im Kreuzviertel mit 500 Bacheloranden.

Der Eintritt zum Kneipen-Bachelor kostet 5 Euro. Karten gibt’s an der Abendkasse und im Vorverkauf unter www.kneipen-bachelor.de. Das Mindestalter für die Teilnahme liegt bei 18 Jahren. Die Dortmunder Kronen unterstützen die Veranstaltung.

 

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