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Juicy Beats 2017: Wer tritt auf? Was macht die Sicherheit? Und gibt's noch Karten?

DORTMUNDAm Wochenende pulsiert der gesamte Westfalenpark: Beim "Juicy Beats 22" gibt es am Freitag und Samstag zwei Tage lang die volle Ladung Hip-Hop, Elektro, Indie und DJ-Performance. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zu Dortmunds größtem Musik-Festival.

Wer tritt auf? Was macht die Sicherheit? Und gibt's noch Karten?
Rund 50.000 Musik-Fans werden zum Juicy Beats 22 erwartet. Foto: Andre Hainke

Was ist Juicy Beats?

Seit 1996 gibt es das Festival, bei dem die Bühnen mit Früchten gekennzeichnet sind. Die Besucherzahl stieg über die Jahre von 500 auf 50 000. Begonnen hat alles als DJ-Festival, mit den Jahren kamen Bands dazu. Unter anderem spielten schon Deichkind, Fettes Brot, Fritz Kalkbrenner, 2 Many DJs, Marteria, Tocotronic oder Annenmaykantereit im Westfalenpark.

Im vergangenen Jahr fand das Festival erstmals an zwei Tagen statt, inklusive Camping-Möglichkeiten auf einem Parkplatz. Dies war schon beim 20. Juicy Beats ein Jahr zuvor geplant, der zweite Tag musste aber wegen eines Sturms abgesagt werden.

Wer tritt 2017 auf?

Der Festival-Freitag bietet die exklusive Bühnen-Rückkehr von zwei deutschen Acts. Von 18 bis 19 Uhr spielen die Hamburger Rapper von Fünf Sterne Deluxe („Die Leude“, „Türlich, türlich“), die in den späten 1990er-Jahren große Erfolge feierten und nun mit der Single „Moin Bumm Tschack“ zurück sind. Nach zweijähriger Pause kehrt zudem Rapper Cro („Easy“, „Einmal um die Welt“) in Dortmund zurück auf die Bühne (21.10 - 22.30 Uhr).

Am Freitag lohnt sich der Blick auf die „Dortmund macht lauter“-Stage am Café Durchblick. Hier spielen ausschließlich Künstler mit Bezug zur Stadt. Das Programm ab 15 Uhr: Micel O, Brookland, Third Party People, Pele Caster & Band und Goldroger.

Der Samstag bietet abermals viel Hip-Hop, aber auch Rockmusik, Tanzbares und weltmusikalisch Angehauchtes. Auf der Hauptbühne sind Trailerpark, Bilderbuch und SDP die Hauptacts. Reizvoll ist aber erfahrungsgemäß ein Abstecher zu den vielen anderen Früchten am Rande. Insgesamt gibt es 28 Bühnen und Floors.

Im Line-Up gab es in den vergangenen Tagen noch einige Änderungen. Am Donnerstag musste Schlager-Parodist Christian Steiffen seinen Auftritt absagen. Dafür springt kurzfristig das Hip-Hop-Frauen-Duo SXTN ein. Zudem mussten Ryan O’Reilly, Pins und Sinkane ihre Auftritte absagen, dafür spielen die Bands Lion Sphere, Fenster und Memoria.

Gibt es noch Karten?

Ausverkauft ist das Festival, Stand Montagmittag, noch nicht. Doch die Tickets werden langsam knapp. Ein Zwei-Tages-Ticket kostet 74,40 Euro, Tagestickets 41,40 Euro. Für Kinder bis einschließlich fünf Jahre ist der Eintritt frei, Kinder von sechs bis einschließlich zehn Jahren zahlen 3,50 Euro (an der Tageskasse, auch bei ausverkauftem Festival). Der Veranstalter U Pop e.V. erwartet wie im Vorjahr bis zu 50.000 Besucher an zwei Tagen.

Was gibt es noch außer Musik?

Eine Kreativmeile ist in den vergangenen Jahren Teil des Festivals geworden. Hier stellen sich auch junge Dortmunder Kreativ-Unternehmen vor.

Welche Auflagen gelten in puncto Sicherheit?

Nicht erlaubt sind auf dem Gelände Rucksäcke und größere Taschen. Bauch- und Brustbeutel, Gürteltaschen, Festivalbags oder Gymbags dürfen mitgenommen werden. Dies hat laut Festivalsprecher Martin Juhls auch den Grund, die Einlasskontrollen zu erleichtern und zu beschleunigen.

In der Vergangenheit waren die Festivalmacher und die Polizei immer wieder mit einer besonderen Sicherheitslage konfrontiert, etwa kurz nach dem Loveparade-Unglück 2011 oder dem Anschlag auf ein Festival in Ansbach 2016. „Die Dortmunder Polizei hat immer angemessen darauf reagiert“, sagt Martin Juhls. Vor einem Jahr war die Polizeipräsenz deutlich erhöht, ohne dass dies negativ auffiel.

Glasflaschen, PET-Flaschen und auch Tetrapaks sind verboten. Speisen mitzubringen ist ebenfalls untersagt, ausgenommen kleinere Snacks. Weiterhin auf die Gelände verboten: Selfie-sticks, Profi- oder Spiegelreflexkameras, Drohnen, gefährliche Gegenstände, Tiere.

Was machen eigentlich die Menschen, die rund um den Westfalenpark wohnen, während der zwei Tage?

In den vergangenen Tagen haben Anwohner der Baurat-Marx-Allee und der Sckellstraße gegenüber dieser Redaktion ihre Sicht auf die beiden Festivaltage geschildert. „Mit einem Familienfest hat das bei 50.000 Menschen und den Preisen nicht mehr viel zu tun“, sagt ein Park-Nachbar, der seinen Namen nicht nennen möchte, weil er nicht als Querulant dastehen möchte.

Er erwartet wie in den vergangenen Jahren zwei Nächte mit Rettungswageneinsätzen und unpässlichen jungen Leuten vor seiner Tür. Und wünscht sich vonseiten des Veranstalters etwas mehr Rücksichtnahme. „In anderen Städten werden Anwohnergebiete bei solchen Veranstaltungen abgesperrt.“

Festivalsprecher Martin Juhls weist darauf hin, dass der Eingang Baurat-Marx Allee beim Festival ohnehin nicht geöffnet ist und Ordner die Besucher umleiten.

 

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