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Stadt prüft neue Umweltzone: Freie Fahrt bald nur noch mit blauer Plakette?

DORTMUNDDortmund könnte bald eine neue Umweltzone bekommen – befahrbar nur für Autos mit einer blauen Umweltplakette. Die Stadt will das zumindest prüfen. Damit greift sie den Vorstoß der Umweltminister von Bund und Ländern auf, eine blaue Plakette einzuführen. Und die Idee stößt auf Beifall in Dortmund.

Freie Fahrt bald nur noch mit blauer Plakette?
Noch reicht für das Befahren der Umweltzone die grüne Plakette, möglicherweise ändert sich das aber demnächst. Unser Foto entstand an der Hafenschnellstraße. Foto: Stephan Schütze

Ziel ist, die Schadstoffbelastung durch Autoverkehr zu verringern. Im Blickpunkt steht die Belastung mit Stickstoffdioxid. Hauptquelle für das Atemgift sind Dieselmotoren. Und die Belastung liegt an vielen Stellen über den von der EU erlaubten Grenzwerten – 2014 gleich an acht Messstellen im Stadtgebiet. Für 2015 gibt es noch keine abschließende Bilanz. Sie dürfte aber ähnlich ausfallen.

Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt betroffen

Es seien nahezu alle Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt betroffen, heißt es aus dem Umweltamt. Spitzenreiter ist neben der Bundesstraße 1 die Ruhrallee in Höhe Saarlandstraße. Hier wurde für 2014 ein Jahresmittelwert von 58 Nanogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Nanogramm. Aber auch außerhalb der Innenstadt – etwa im Zentrum von Kirchlinde – lag man 2014 mit 46 Nanogramm über der kritischen Marke.

Weil es das Problem in vielen Städten gibt, hat die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Bund und Land geben den Druck an die Städte weiter. Doch die sahen sich bislang nicht in der Lage, wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Man müsse an die Quelle der Belastung, die Fahrzeugtechnik, betonen die Experten. Doch da seien den Städten die Hände gebunden.

Fahrbeschränkungen 

Jetzt könnte es aber eine Handhabe geben, wenn man mit der blauen Plakette Autos mit hohem Stickstoffdioxid-Ausstoß aussperren kann. Fahrbeschränkungen sollen nach Vorschlag der Umweltminister für alle Autos gelten, die nicht der Schadstoffnorm Euro 6 entsprechen.

Ob und wie eine solche Umweltzone in Dortmund Sinn macht, will das Umweltamt nun prüfen. Auf Beifall stößt die Idee auf jeden Fall bei der Bürgerinitiative der B1-Anwohner, die sich seit Jahren für Fahrbeschränkungen für Dieselfahrzeuge stark macht.

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Dortmund würde eine blaue Umweltplakette begrüßen. „Das wäre eine wichtige Maßnahme gegen die Stickstoffdioxid-Belastung. Wenn es die Möglichkeit gibt, sollte die Stadt zugreifen“, sagte BUND-Sprecher Thomas Quittek. 

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